Blog unter eigener Adresse betreiben
Anleitung: Einrichtung eigener Domains auf Wordpress.com
Das Hosting eines Weblog auf Wordpress.com kostet keinen Cent, beinhaltet dafür aber auch keine eigene Domain. Wer sich nicht mit der standardmäßig angebotenen Subdomain abfinden will, kann sich für wenig Geld eine Adresse direkt über Wordpress.com besorgen oder seine bestehende Domain auf die Plattform umleiten.

Inhaltsverzeichnis
- 1Domain-Addon
- 2Die Umleitung
- 3Konfiguration
- 4Fazit
Blogs sind aus der modernen Medienlandschaft nicht mehr wegzudenken - selbst Fernsehsender wie CNN, ZDF und Co. führen mittlerweile ein virtuelles Tagebuch im Web. Obwohl Facebook, Twitter und andere Soziale Netzwerke immer mehr Inhalte aus dem Netz an sich reißen, ist das Bloggen auch unter Privatpersonen noch sehr beliebt.
Domain-Addon
Neben teuren Hosting-Tarifen ermöglicht es WordPress.com, ohne irgendwelche Gebühren ein eigenes Blog zu eröffnen. Für die ersten Schritte mit der Software WordPress genügt die Plattform vollkommen - sobald sich aber erste Erfolg mit der eigenen Webseite einstellen, möchten viele Nutzer die kostenlos angebotene Subdomain nach dem Schema maxmüller.wordpress.com gegen eine eigene Domain ersetzen, die etwas leichter zu merken ist und professioneller aussieht.
Die einfachste Möglichkeit, diese Idee umzusetzen, ist die Bestellung einer neuen Adresse im Dashboard von Wordpress.com. Die Betreiber der Plattform haben sich mit dem US-Anbieter Enom zusammengetan, um die Registrierung einer .com- oder .me-Domain für 17 US-Dollar pro Jahr anzubieten. Auf Wunsch ist es möglich, die Veröffentlichung persönlicher Daten in der Whois-Datenbank auszuschließen (Private Registration), was allerdings mit acht US-Dollar zusätzlich zu Buche schlägt.

Die Umleitung
Nach der erfolgreichen Bestellung muss die Domain noch im Dashboard als primäre Adresse für das Blog eingestellt werden. Erheblich schwieriger wird es, wenn eine bestehende Domain für Wordpress.com genutzt werden soll: Derzeit gibt es keine Möglichkeit, eine Adresse im KK-Verfahren (Providerwechsel einer Domain) zu der Plattform zu übertragen. Um eine bestehende Domain für das eigene Blog zu verwenden, müssen Nutzer diese umleiten, was eine recht aufwändige Konfiguration erfordert. Damit die Konfiguration überhaupt möglich ist, muss der jeweilige Anwender die Änderung der DNS-Einstellungen zulassen, was nicht alle Webhoster ermöglichen.
Mit reinen Domain-Händlern wie United Domains klappt die Umstellung aber problemlos. Im ersten Schritt müssen Nutzer in den DNS-Einstellungen die bestehenden Server löschen und Wordpress.com eintragen (ns1.wordpress.com, ns2.wordpress.com und ns3.wordpress.com). Sofern die Angabe der IP-Adressen zu den genannten Servern erforderlich ist, lassen sich diese mit einer Ping-Abfrage sehr leicht herausfinden. Dann gilt es zu warten: Die Ausführung der Änderungen im Domain Name System kann bis zu einen Tag dauern, auch wenn die Umleitung auf Wordpress.com meist schon nach wenigen Stunden klappt.

Konfiguration
Die erfolgreiche Ausführung der Änderungen erkennen Nutzer daran, dass die gewählte Domain nicht mehr auf den bisherigen Webhosting-Tarif zeigt und keine Inhalte mehr liefert. Sobald es soweit ist, kann er seine persönliche Domain im Store-Bereich auf Wordpress.com zu seinem Konto hinzufügen. Leider fallen dabei Gebühren in Höhe von 12 US-Dollar jährlich an, obwohl dem Anbieter selbst nur marginale Kosten entstehen. Sobald die Bezahlung durchgeführt ist, sollte das Blog über die eigene Domain erreichbar sein.
Leider hat die Umstellung der DNS-Server auf Wordpress.com automatisch zur Folge, dass Benutzer auch die E-Mail-Postfächer ihrer bisherigen Hosting-Anbieter nicht mehr nutzen können. Da Wordpress.com derzeit selbst keine E-Mail-Dienste anbietet und auch eine Anpassung des MX-Eintrags im DNS nicht unterstützt, bleibt nur die Verwendung einer eigenen Subdomain als Lösung. Wer zum Beispiel blog.meinedomain.de auf sein Blog bei Wordpress.com umleiten möchte, muss nur den CNAME-Eintrag in den DNS-Daten des Anwenders auf die Standard-Subdomain von Wordpress.com legen und ebenfalls 12 US-Dollar bezahlen.
Fazit
Eine eigene Domain ist für die Besucher eines Weblog deutlich leichter zu merken und erhöht die Erfolgschancen der eigenen Webseite - egal, ob es sich um eine private oder geschäftliche Präsenz handelt. Hat man sich einmal durch die Konfiguration seiner Domain gekämpft, macht das Bloggen unter eigener Adresse deutlich mehr Spaß. Im Zweifelsfall helfen die meisten Webhoster auch bei Änderungen der DNS-Einstellungen oder bieten eine entsprechende Anleitung in ihren FAQs an.
