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Asus Padfone Kurztest
Symbiose aus Tablet-PC und Smartphone

von Michael Knott Uhr veröffentlicht

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Bitte vorsichtig berühren: Netzwelt wurde auf der CES in Las Vegas ein fast fertiger Prototyp des Padfone für einen kurzen Test zur Verfügung gestellt.

Bitte nur mit Samthandschuhen anfassen: Auf der CES in Las Vegas wurde netzwelt ein fast fertiger Prototyp des Asus Padfone überreicht. Die bislang einzigartige Kombination aus Tablet-PC und Smartphone ist strenggenommen ein Nischenprodukt, dürfte aber nicht nur unter Power-Usern auf Akzeptanz stoßen. Der Clou: Bei Bedarf verschwindet das Handy einfach hinter einer Klappe im Tablet-PC und dient fortan als zusätzlicher Taktgeber. Update: Der Kurztest wurde um Eindrücke vom auf dem MWC in Barcelona gezeigten und nun fertigen Modell erweitert.

Mit dem Slogan "Vergrößere deine Bildschirmgröße" wirbt Asus noch ein gutes Stück vor dem eigentlichen Verkaufsstart für das Padfone. Dabei bietet das fast fertige Konzept weit mehr Vorteile. Es besteht im Kern aus zwei Geräten, einem Smartphone und einer Art Tablet-PC-Hülle. Nur das Smartphone ist unabhängig von der Tablet-Hülle einsatzfähig, beide gehen aber bei Bedarf eine bislang einzigartige Technik-Symbiose ein.

Eine SIM-Karte für zwei Geräte

Beim netzwelt zur Verfügung gestellten Padfone-Modell handelte es sich noch um ein Gerät im Prototypen-Stadium. Dennoch dürfte das fertige Padfone sich nicht wesentlich davon unterscheiden. Laut Auskunft einer Asus-Mitarbeiterin befindet sich das angetestete Gerät im letzten Stadium vor dem Sprung zur Markteinführung. Dennoch wurde es uns nur etwas ungern überlassen, da einzelne Teile, wie zum Beispiel das Display des Tablet-PCs, noch etwas fragil waren.

Gleiches gilt auch für die rückseitig angebrachte Klappe, in die das Smartphone gesteckt wird. Diese ließ sich zwar problemlos öffnen. Das Smartphone fand aber nur mit feinfühliger Fingerarbeit den Weg an die vorgesehenen Kontaktpunkte. Um Kratzer am Mobiltelefon zu vermeiden, ist das Innere mit Samt ausgeschlagen. Sobald Smartphone und Tablet-Computer miteinander verbunden sind, spiegelt sich der Inhalt des Mobiltelefons auf dem großen Tablet-PC-Bildschirm. Praktisch: Für den mobilen Internetzugang sorgt ab diesem Zeitpunkt die SIM-Karte des Smartphones, eine zweite SIM-Karte wird also nicht benötigt.

Handy- und Tablet-Inhalte verschmelzen miteinander

Selbst ein auf dem Smartphone begonnener Film wird automatisch auf dem großen Tablet-PC-Bildschirm an der gleichen Stelle fortgeführt. Dieser Vorgang dauerte im Test etwa drei Sekunden. Er soll beim fertigen, am Markt erhältlichen Produkt aber noch verkürzt werden. Ebenfalls praktisch:  Der Smartphone-Akku wird automatisch über die interne Tablet-Batterie geladen, sobald das Smartphone mit dem Tab verbunden ist.

Beim Betriebssystem setzt Asus weiterhin auf Google. Auf dem Padfone wird die aktuelle Android-Version 4.0 (Ice Cream Sandwich) vorinstalliert sein. Wie netzwelt erfahren hat, wird die offizielle Vorstellung des Padfones in Barcelona, auf dem Mobile World Congress, stattfinden. Bis die ersten Modelle über den Ladentisch gehen, vergehen also nur noch wenige Wochen. Dann wird Asus auch den Preis für das Smartphone und den Tablet-PC bekanntgeben, die auch einzeln erhältlich sein werden.

Asus Padfone im Kurztest

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Tablet-PC mit Smartphone-Garage: Auf der CES in Las Vegas konnte netzwelt einige Zeit mit dem Asus Padfone verbringen. (Bild: netzwelt)

Eindrücke aus Barcelona

Auf dem Mobile World Congress in Barcelona hat Asus nun das wandelbare Smartphone PadFone offiziell vorgestellt. Gegenüber dem Prototypen aus Las Vegas fällt das Serienmodell deutlich dünner aus, dies gilt sowohl für das Smartphone selbst als auch für das Tablet-Dock. Zudem schmückt nun die Rückseite beider Geräte das vom Asus Zenbook bekannte konzentrische Kreisdesign. Eine weitere Verbesserung betrifft das Display des PadFone. Statt eines LC-Displays kommt im Serienmodell ein AMOLED-Display zum Einsatz, das für leuchtende Farben sorgt.

Neben dem bekannten Tablet-Dock zeigte Asus auf dem MWC auch ein zusätzliches Tastatur-Dock, mit dem sich das PadFone in ein Netbook verwandeln lässt. Das Tastatur-Dock besitzt zudem einen 6.600 Milliamperestunden-Akku, mit dem das Smartphone aufgeladen werden kann. Anders als das Tablet-Dock wird das Tastatur-Dock aber nicht zum Lieferumfang gehören, sondern muss separat erworben werden. Als weiteres Zubehör bietet Asus noch einen Stylus inklusive Bluetooth-Headset an, damit kann der Nutzer auch im Tablet-Modus Anrufe entgegennehmen. Ein Preis und ein Starttermin für den deutschen Markt stehen noch nicht fest, das Asus PadFone soll sich aber im Hochpreis-Segment bewegen, hieß es auf dem MWC.

Fazit und Einordnung

Das Padfone von Asus schlägt in eine ähnliche Kerbe wie das Motorola Atrix, geht aber dennoch in eine andere, eigenständige Richtung. Wer ohnehin Tablet und Handy nutzt, dürfte im Padfone eine perfekte Mischung aus beidem finden: Der Tablet-PC dient dabei als eine Art Heimathafen, in dem Daten abgelegt werden und das Smartphone mit Strom versorgt wird. Bleibt zu hoffen, dass Asus den Preis für die clevere Kombination nicht allzu hoch ansetzen wird.

Kommentare zu diesem Artikel

Bitte vorsichtig berühren: Netzwelt wurde auf der CES in Las Vegas ein fast fertiger Prototyp des Padfone für einen kurzen Test zur Verfügung gestellt.

Deine Meinung ist gefragt. Diskutiere im Forum zu diesem Artikel.

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  • Michael Knott schrieb Uhr
    AW: Clevere Handy-Garage: Asus Padfone im Kurztest

    Das Padfone ist mittlerweile fertig. Auf dem Mobile World Congress in Barcelona haben wir uns das Serienmodell erneut angesehen. Der Artikel wurde dementsprechend mit einem Update versehen. Viele Grüße aus der Redaktion
  • Michael Knott schrieb Uhr
    AW: Clevere Handy-Garage: Asus Padfone im Kurztest

    "Beide sind unabhängig voneinander einsatzfähig, gehen aber bei Bedarf eine bislang einzigartige Technik-Symbiose ein." Diese Aussage ist leider Falsch das Tablet Funktioniert ohne das Handy nicht. Huch - danke für deinen korrekten Hinweis. Artikel wurde dahingehend geändert. Viele Grüße aus der Redaktion
  • Why schrieb Uhr
    AW: Clevere Handy-Garage: Asus Padfone im Kurztest

    "Beide sind unabhängig voneinander einsatzfähig, gehen aber bei Bedarf eine bislang einzigartige Technik-Symbiose ein." Diese Aussage ist leider Falsch das Tablet Funktioniert ohne das Handy nicht.
  • Michael Knott schrieb Uhr
    AW: Clevere Handy-Garage: Asus Padfone im Kurztest

    >>>"Diese lies sich zwar problemlos öffnen." Meines Wissens ist "lies" von "lesen". Präteritum von "lassen" ist "ließ". Vielen Dank für den berechtigten Einwand. Artikel wurde korrigiert. Grüße aus Las Vegas!
  • FrankFromFrankfurt schrieb Uhr
    AW: Clevere Handy-Garage: Asus Padfone im Kurztest

    >>>"Diese lies sich zwar problemlos öffnen." Meines Wissens ist "lies" von "lesen". Präteritum von "lassen" ist "ließ".

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Asus Padfone Kurztest
Asus Padfone Kurztest
Auf der CES in Las Vegas konnte netzwelt das Asus Padfone kurz testen. Die einzigartige Mischung aus Tablet und Handy überzeugt bereits vor der Markteinführung.
http://www.netzwelt.de/news/90250-asus-padfone-kurztest.html
2012-03-02 14:06:55
http://img.netzwelt.de/dw120_dh90_sw0_sh0_sx0_sy0_sr4x3_nu0/article/2011/libreoffice-buerosoftware-anwendungen-textverarbeitung-praesentationen-co-bild-the-document-foundation7003.png
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