Smartphone mit 6,68 Millimeter Bautiefe

Dünn wie Brot: Huawei Ascend P1 S im Kurztest

Der chinesische Hersteller Huawei fiel im Smartphone-Bereich bislang durch das ausgezeichnete Preis-/Leistungsverhältnis auf. Nun will der Hersteller auch technisch für Furore sorgen. Auf der CES in Las Vegas enthüllte Huawei mit dem Ascend P1 S sein erstes Dual-Core-Smartphone. Aber das Handy ist nicht nur leistungsstark, sondern mit einer Tiefe von 6,68 Millimeter auch dünner als das Motorola Razr, das Apple iPhone 4S und Co.

Das Huawei Ascend P1 S läuft ab Werk mit Android 4.0. (Bild: netzwelt)
Das Huawei Ascend P1 S läuft ab Werk mit Android 4.0. (Bild: netzwelt)

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Ab Werk mit Ice Cream Sandwich
  2. 2Schwachstelle Akku
  3. 3Fazit

Das Apple iPhone 4 war einst das dünnste Smartphone der Welt, dann folgten das Samsung Galaxy S2 und das Motorola Razr, nun hat das Huawei Ascend P1 S den Titel vorerst inne. Die geringe Bautiefe erfordert natürlich einige bauliche Anpassungen. Micro-SD und SIM-Kartenschacht befinden sich an der Seite beziehungsweise an der Oberseite des Geräts und nicht unterhalb des Akkus.

Zudem muss angemerkt werden, dass das Huawei Ascend P1 S nicht durchgängig dieselbe Bautiefe aufweist. Die 8-Megapixel-Kamera ragt etwas aus dem Gehäuse hervor und zum unteren Ende verdickt sich das Handy. Trotz der Highend-Ausstattung mit Super-AMOLED-Display und 1,5-Gigahertz-Dual-Core-Prozessor sei zudem angemerkt, dass dem Ascend P1 S immer noch der Duft eines Billigheimers anhaftet. Das liegt vor allem am Gehäuse, das vollkommen aus Plastik besteht.

Huawei Ascend P1 S

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Display - Das Huawei Ascend P1 S bietet ein 4,3 Zoll großes Super-AMOLED-Display. (Bild: netzwelt)
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Das Huawei Ascend P1 S bietet ein 4,3 Zoll großes Super-AMOLED-Display. (Bild: netzwelt)

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Gehäuse - Das Huawei Ascend P1 S ist laut Hersteller das dünnste Smartphone der Welt mit einer Tiefe von 6,68 Millimetern. (Bild: netzwelt)
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Das Huawei Ascend P1 S ist laut Hersteller das dünnste Smartphone der Welt mit einer Tiefe von 6,68 Millimetern. (Bild: netzwelt)

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Kamera - Auf der Rückseite verbaut Huawei eine 8-Megapixel-Kamera. (Bild: netzwelt)
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Auf der Rückseite verbaut Huawei eine 8-Megapixel-Kamera. (Bild: netzwelt)

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System - Als Betriebssystem kommt Android 4.0 zum Einsatz. (Bild: netzwelt)
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Als Betriebssystem kommt Android 4.0 zum Einsatz. (Bild: netzwelt)


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Ab Werk mit Ice Cream Sandwich

Nicht nur hardware-technisch ist das Huawei Ascend P1 S auf der Höhe der Zeit, sondern auch softwareseitig. Ab Werk läuft das Modell mit Android 4.0.1 - bis zum Release im April wird Huawei dies sicher noch auf die neuere und stabilere Version 4.0.3 aktualisieren. Das Huawei Ascend P1 S ist damit neben dem Samsung Galaxy Nexus das erste Smartphone, das ab Werk mit Android Ice Cream Sandwich ausgeliefert wird. Die anderen auf der CES vorgestellten Modelle wie das Sony Xperia S werden dies erst später per Software-Update erhalten.

Nutzer können sich dabei auf Android pur freuen. Anpassungen an der Nutzeroberfläche will Huawei nicht vornehmen - es sei denn Netzbetreiber verlangen dies, hieß es auf der CES. Allerdings fehlten auf dem Vorführmodell auch zusätzliche Apps. So war etwa das Huawei Ideos X3 mit einem Datenverkehr-Monitor ausgestattet. Ebenfalls unverständlich: Huawei verbaut unter dem 4,3 Zoll großen Display Sensortasten. Dabei machen die virtuellen Schaltflächen von Ice Cream Sandwich diese eigentlich überflüssig. Immerhin: Der Hersteller unterdrückt die Anzeige dieser, so dass der Nutzer nicht zwei Home-, Zurück- und Kontext-Buttons sieht.

Schwachstelle Akku

Die Hardware konnte im Kurztest mangels Internet-Verbindung und Apps ihre Leistungsfähigkeit nur andeuten. Der 1,5-Gigahertz starke Dual-Core-Prozessor aus dem Hause Texas Instruments sorgt für flüssiges und geschmeidiges Scrollen durch Menüs und Standard-Applikationen öffnen sich nahezu ohne Verzögerung. Das 4,3 Zoll große Super-Amoled-Display liefert brillante Farben und scharfe Bilder - auch wenn die Auflösung mit 960 x 540 Pixeln nicht HD-Niveau erreicht. Die 8-Megapixel-Kamera auf der Rückseite kann auch Videos in Full-HD aufnehmen. Bilder sollen auch bei schlechten Lichtverhältnissen dank einer Dual-LED-Fotoleuchte gelingen. Für Videotelefonate steht auf der Vorderseite eine 1,3-Megapixel-Kamera mit HD-Auflösung bereit. 

Einziger Schwachpunkt dürfte der Akku sein. Huawei verbaut einen 1.600-Milliamperestunden-Akku. Die Akkukapazität liegt damit etwa auf dem Niveau des Samsung Galaxy S2 - das bereits eine unterdurchschnittliche Akkulaufzeit bot. Technisch ähnliche Modelle wie das Sony Xperia S oder das HTC Sensation XE weisen im Vergleich zum Huawei Ascend P1 S einen größeren Akku auf. Der Hersteller hat das Problem offenbar bereits erkannt und bietet ebenfalls das nahezu baugleiche Modell Huawei Ascend P1 mit einem 1.800-Milliamperestunden-Akku an. Dafür büßt das Modell aber seine schlanke Form ein. Statt 6,68 Millimeter misst das Ascend P1 7,69 Millimeter.

Fazit

Der Unterschied zwischen Gehäusen mit sechs, sieben oder acht Millimetern Tiefe ist in der Praxis minimal. Der Titel "das dünnste Smartphone der Welt" ist für Huawei daher eher nur für Marketingzwecke interessant. Die opulente technische Ausstattung macht das Huawei Ascend P1/ P1 S aber auch für die Nutzer attraktiv, vor allem wenn Huawei auf dem deutschen Markt weiter mit Kampfpreisen um Kunden wirbt.

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