Meta-Daten können ungewollt Informationen preisgeben

Hintergrund: Das verraten Fotos über ihren Urheber

Das Fotografieren mit dem Handy ist so einfach wie nie zuvor. Moderne Smartphones können durchaus bereits Kompaktkamera ersetzen. Nicht alle Nutzer wissen aber, dass in jedem Foto zahlreiche Informationen gespeichert sind, die vielleicht nicht immer veröffentlicht werden sollen.

EXIF-Daten verraten nicht nur den Standort, sondern zum Beispiel auch die verwendete Kamera. (Bild: netzwelt)
EXIF-Daten verraten nicht nur den Standort, sondern zum Beispiel auch die verwendete Kamera. (Bild: netzwelt)

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Meta-Daten
  2. 2EXIF-Infos
  3. 3Geotagging
  4. 4Tag Remover
  5. 5Fazit
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Soziale Netzwerke wie Facebook oder Twitter wären ohne ihre Nutzer, die ständig Bilder und Videos hochladen, nur halb so spannend. Allerdings sollte man aufpassen, mit welchen Menschen private Fotos geteilt werden - nicht nur wegen des sichtbaren Inhalts, sondern auch aufgrund der Meta-Daten.

Meta-Daten

Sogenannte Meta-Daten, die manchmal auch als Meta-Informationen bezeichnet werden, kennen die meisten Nutzer sehr genau aus der täglichen Arbeit mit ihrem PC: So speichern Betriebssysteme zu jeder Datei neben Name und Inhalt zum Beispiel auch Angaben zu Datum und Uhrzeit des letzten Zugriffs und der letzten Änderung, die im Windows-Explorer eingesehen werden können. Microsoft Word und andere Office-Anwendungen versehen jedes Dokument mit einem Hinweis auf den Urheber, der über den Eigenschaften-Dialog eingesehen werden kann. Auch Bilder enthalten solche Meta-Daten.

EXIF-Infos

Diese können aber eine besondere Sprengkraft entwickeln: So möchte wohl kaum ein Nutzer fremden Personen verraten, wo ein privates Foto denn genau aufgenommen wurde. Auch Hersteller und sogar das Modell der eingesetzten Kamera können fast aus jeder Bilddatei problemlos ausgelesen werden. Für diese Meta-Daten ist der EXIF-Standard verantwortlich: Er wurde von der Japan Electronic and Information Technology Industries Association entwickelt, um JPEG- und TIFF-Dateien sinnvoll mit nützlichen Informationen zu ergänzen. Das EXIF-Format ist heute sehr verbreitet und kommt in fast jedem Smartphone, in günstigen Kompaktkameras bis hin zur teuren Profi-Kamera zum Einsatz, auch wenn noch andere Meta-Standards im Umlauf sind - zum Beispiel IPTC oder auch XMP.

Neben den genannten Informationen werden im EXIF-Bereich einer Bilddatei auch Kompressionsart, Objektiv, Brennweite, Format, Auflösung, Blitz, Farbschema, Belichtungszeit und weitere Daten gespeichert. Programme wie Adobe Lightroom oder Corel AfterShot Pro werten sie aus, um das geöffnete Bild in Abhängigkeit vom eingesetzten Objektiv möglichst perfekt darzustellen.

Geotagging

Besonders das sogenannte Geotagging in EXIF ist ärgerlich: Ab Werk rufen iPhone und Android-Handys den aktuellen Standort des Nutzers ab und fügen diesen einem Bild hinzu, sodass der Schnappschuss später auf einer Karte einer bestimmten Stadt zugeordnet werden kann. Bei der Weitergabe achten allerdings nur die wenigsten Programme darauf, diese sensiblen Informationen zu entfernen. Nutzer, die das automatische Geotagging ausschalten möchten, müssen der Kamera-App in ihrem jeweiligen Betriebssystem den Zugriff auf den aktuellen (GPS-)Standort ausdrücklich verbieten.

Werkzeuge wie der Exif Tag Remover können Meta-Daten zuverlässig löschen. (Bild: netzwelt)
Werkzeuge wie der Exif Tag Remover können Meta-Daten zuverlässig löschen. (Bild: Screenshot)

Tag Remover

Ist das Kind einmal in den Brunnen gefallen und der Standort des Nutzers in einem JPEG-Dokument abgespeichert, kann dieser mit den richtigen Werkzeugen dennoch problemlos wieder entfernt werden: So ist zum Beispiel der kostenlose Exif Tag Remover (hier gehts zum Download bei netzwelt) perfekt dazu geeignet, alle sensiblen Meta-Daten aus einem oder gleich mehreren Bildern zu löschen. Wem das Programm nicht gefällt, kann aus einem breiten Angebot an Alternativlösungen schöpfen.

Fazit

Bilder, die auf der eigenen Webseite, in einem Blog oder Sozialen Netzwerken veröffentlicht werden, können von Dritten beliebig heruntergeladen und auf ihre Meta-Daten hin analysiert werden. Neben dem Aufnahmestandort sind dabei auch andere sensible Daten gefährdet, da die EXIF-Informationen zum Beispiel Rückschlüsse auf den Besitz einer teuren Spiegelreflexkamera zulassen. Nutzer sollten sich des Problems bewusst sein und Meta-Daten löschen oder möglichst schon vorab verhindern.

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Beiträgeinsgesamt 3 Beiträge

Normalerweise finde ich die Artikel der Netzwelt qualitativ gut und informativ. Bei diesem Artikel geht es mir leider anders. Natürlich muss man bewusst mit Daten umgehen. Darum ist eine...

Danke! Das ist eine Information, die nur selten bedacht wird. :fettesda:

Man sollte schon sehr gut überlegen, welche Fotos man unter cc stellt -es bleiben da vor allem Naturaufnahmen - schade!

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