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Botnetz-Virus: BSI ruft zu Schadsoftware-Test auf 33.000 Internetnutzer täglich betroffen

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Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik hat Internetnutzer aufgerufen, ihre Computer auf Schadsoftware zu überprüfen. Ein Test vor dem 8. März wird dringend empfohlen.

Es klingt ernst: Alle Internetnutzer sollen ihren PC auf die gefährliche Schadsoftware "DNS-Changer" testen - sonst können sie womöglich ab dem 8. März nicht mehr das Internet nutzen. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik startete dazu am Mittwoch einen bundesweiten Aufruf. Der Test ist einfach und verschafft blitzschnell Gewissheit.

Wenn diese Webseite erscheint, können Sie aufatmen. (Quelle: Screenshot)

Für den Test muss der Internetnutzer lediglich dem Link (siehe rechts) folgen und hat sofort Gewissheit. Hintergrund für die Warnung des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) ist ein Angriff von Internetkriminellen, die Netzwerkkonfigurationen von PC- und Mac-Systemen mit der Schadsoftware "DNS-Changer" manipulierten. Das DNS (Domain Name System) ist einer der wichtigsten Netzwerkdienste, welcher für die Umsetzung von Namen (URLs) in IP-Adressen verantwortlich ist.

33.000 infizierte Computer in Deutschland

Die Schadsoftware wurden nach Angaben des BSI durch das "DNS-Changer-Botnetz" verbreitet. Die Betreiber wurden im November 2011 von der US-amerikanischen Bundespolizei FBI und europäischen Ermittlungsbehörden festgenommen. Die manipulierten DNS-Server seien durch korrekt arbeitende ersetzt worden, die allerdings am 8. März abgeschaltet werden sollen. Betroffene Rechner können ohne die empfohlenen Änderungen der Einstellungen anschließend nicht mehr das Internet nutzten. Das BSI rät Internetnutzern daher dringend, ihren Computer vor dem 8. März zu überprüfen.

Die Schadsoftware "DNS-Changer" bewirkt, dass der Nutzer bei der Abfrage populärer Webseiten unbemerkt auf manipulierte Seiten weitergeleitet wird. Durch den Virus konnten die Kriminellen unter anderem gezielt manipulierte Werbeeinblendungen an infizierte Rechner senden, Suchergebnisse manipulieren und weitere Schadsoftware nachladen. Nach Angaben der US-amerikanischen Bundespolizei FBI sind in Deutschland derzeit bis zu 33.000 Computer täglich betroffen. Im Jahr 2008 verbreitete sich ein ähnlicher DNS-Schädling.

Auf der Seite des BSI können Internetnutzer testen, ob sie auch betroffen sind. Zudem erhalten Sie Informationen, wie sie die Schadsoftware entfernen können.

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Autorin
Lisa Hemmerich
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