Ergebnisse erfassen Google+ und Picasa

Neuer Index: Google wird persönlicher (Update)

Der Suchmaschinenriese Google erneuert seinen Such-Algorithmus und erfasst jetzt mehr Personeninformationen. Durch das Programm "Search, plus your world" werden Ergebnisse künftig besser auf den Anfragenden angepasst, wie das Unternehmen in einem Blog mitteilte. Dabei sollen Informationen von Google+ und Picasa zu Hilfe genommen werden. Zunächst ist der Dienst nur in der englischen Version google.com nutzbar. Update: Twitter kritisiert Algorithmus-Neuerungen.

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Google unterscheidet zwischen der Suche im öffentlichen Netz und der Suche nach persönlichen Inhalten. Letzteres sei bislang nicht möglich gewesen. Die Erweiterung solle helfen, die sprichwörtliche Nadel im Heuhaufen der Millionen Webseiten, Bilder, Videos und Nachrichten zu finden, teilte das Unternehmen mit. Dadurch sollen die Informationen gefunden werden, die den Nutzer auch tatsächlich interessieren. Die Suchmaschine solle dabei nicht nur den Inhalt verstehen, sondern auch die Menschen und ihre Beziehungen.

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Der Nutzer entscheidet, wie persönlich es sein soll

Insgesamt wurden drei neue Funktionen vorgestellt: 

Persönliche Ergebnisse: Diese umfassen persönliche Informationen, die auf die jeweilige Suche abgestimmt sind. Wer ein neues Smartphone kaufen möchte, erhält etwa nicht nur entsprechende Angebote, sondern möglicherweise auch Informationen von Freunden und Bekannten zu dem Gerät. Angezeigt werde etwa Google+-Fotos und Posts von Freunden. 

Profilsuche: Diese Einstellung hilft, Menschen zu finden, die einen interessieren könnten. Als Beispiel nennt Google "Ben Smith" - einen Namen, der womöglich hundertfach vorkommt. Dank der personalisierten Suche könne indes der Ben Smith gefunden werden, mit dem man befreundet ist.  

Menschen und Webseiten: Diese Neuerung hilft, Profile und Google+-Seiten zu einem bestimmten Thema zu finden. Denn hinter fast jeder Frage stecke eine Gemeinschaft, heißt es. 

All dies mache "Search, plus your world" aus. Dabei kann der Nutzer wählen, ob er eine Mischung aus öffentlichen und auf ihn abgestimmten Ergebnissen wünscht; alternativ kann er aber auch nur in seiner eigenen Welt suchen. Auch kann die persönliche Suche komplett ausgeblendet werden. Google kündigte zudem an, dass dies erst der Anfang sei.

Google versicherte indes die Einhaltung von Sicherheitsstandards durch SSL-Verschlüsselung

Update 11. Januar: Twitter kritisiert Algorithmus-Neuerungen

Der Kurznachrichtendienst Twitter hat die Änderungen in der Google-Suche scharf kritisiert. Es werde schwieriger, Echtzeit-Resultate von Twitter im Index des Suchmaschinenriesen zu finden, heißt es in einer Stellungnahme des US-amerikanischen Unternehmens. Twitter ist häufig die erste Plattform, auf der Nutzer über aktuelle Ereignisse informieren, noch bevor andere Medien ihre Berichterstattung starten.

Google reagierte gelassen auf die Kritik und zeigte sich gleichzeitig überrascht, weil Twitter die Kooperation mit Google in der Echtzeitsuche nicht verlängert habe. Der Suchmaschinenriese hatte die Echtzeitsuche deshalb im Sommer vergangenen Jahres auf Eis gelegt. 

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