Spam verhindern und Einstellungen richtig setzen
Anleitung: Kommentare in Wordpress richtig moderieren
WordPress ist eine der beliebtesten Open-Source-Anwendungen und das ausgereifteste Blog-System. Mit der Funktion der Kommentar-Moderation lässt sich in WordPress die Veröffentlichung unliebsamer Kommentare auf der eigenen Website verhindern, ohne dass der Webseiten-Betreiber dabei in großem Maße manuell eingreifen muss.

Inhaltsverzeichnis
- 1Kommentareinstellungen festlegen
- 2Spamkommentare abwehren
- 3Erweiterter Spam-Filter
- 4Fazit
Kommentareinstellungen festlegen
Nicht alle Kommentatoren besuchen mit redlichen Absichten einen Blog. Für einige von ihnen sind Blogs nur Mittel zum Zweck, um auf ihnen Spam in Form von Werbebotschaften zu hinterlassen. Andere wiederum nutzen die Anonymität des Internets, um ihren Frust in Form von Beleidigungen oder extremistischen Äußerungen abzulassen. Eine erste wichtige Entscheidung, die ein Blogbetreiber treffen sollte ist die, ob Kommentatoren sich registrieren und einloggen müssen, bevor sie einen Kommentar abgeben dürfen oder nicht.
Dies ist unter dem Menüpunkt "Discussion" (in "Settings") möglich. Hier kann der Administrator bestimmen, welche Kommentare unmittelbar auf der sichtbaren Oberfläche der Webseite erscheinen sollen und welche erst vom Administrator moderiert werden müssen. Des Weiteren legt der Blogbetreiber hier fest, ob Benachrichtigungen anderer Blogs (Pingbacks oder Trackbacks) zugelassen sein sollen oder auch, ob oder wie viele Links ein Kommentar enthalten darf (Spam-Kommentare enthalten oftmals eine große Anzahl von Links).
Spamkommentare abwehren
Im Besonderen kann der Administrator eine Filterliste mit von ihm unerwünschten Worten, Namen, IP- und E-Mail-Adressen oder URLs festsetzen. Erkennt das System bei dem abgegeben Kommentar eines Nutzers eine Deckungsgleichheit, wird jener daraufhin automatisch in eine Warteschlange zur Sichtung verschoben. Eine entsprechende Liste kann auch in Form einer Blacklist erstellt werden, sodass vom System erkannte Übereinstimmungen nicht erst in der Moderation aufbewahrt, sondern sofort als Spam eingestuft werden.
Zwar lassen sich auch die in den Spamfilter verschobenen Kommentare noch überprüfen und berechtigte Kommentare bei fälschlicher Zuordnung nachträglich wieder genehmigen, doch ist beim Administrator generell Vorsicht geboten, da der Filter auch Kommentare mit Worten ausschließt, die sich in zusammengesetzten Substantiven befinden. Beispielsweise wird ein Kommentar mit dem Wort "piggyback" (huckepack) herausgefiltert, wenn "pig" als Wortbestandteil im Filter definiert ist.
Erweiterter Spam-Filter
Wordpress bietet eine Liste mit den einschlägigsten Wörtern an, die von Spammern verwendet werden ("casino", "ringtones", "viagra" etc.). Sinnvoll ist es, diese Liste via copy and paste in die Blog-eigene Filterliste zu übertragen - ausreichend ist dies allerdings nicht. Mithilfe eines selbstlernenden Comment-Spam-Fighter-Plug-ins - etwa vom Anbieter Aksimet, Challenge oder Referrer Bouncer - kann die Abwehr gegen aufdringliche Spam-Attacken verfeinert und effektiver gestaltet werden. Auch Captchas können eine Möglichkeit sein, automatisierten Kommentar-Spam zu verhindern. Allerdings wird es damit auch für normale Besucher viel umständlicher, ihre Meinung zu hinterlassen.
Fazit
Lässt man Spammer gewähren, kann das nach außen sichtbare Bild eines Blogs schwer beeinträchtigt werden. Nicht nur aufgrunddessen ist es ratsam, gewappnet zu sein und über die auf der eigenen Plattform verbreiteten Dinge die Kontrolle zu behalten. WordPress bietet dazu schon ab Werk die richtigen Werkzeuge an, die auf Wunsch noch erweitert werden können.

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