Programm zur Steuerung von Fernsehern und Set-Top-Boxen
CES 2012: Nuance stellt Sprachsteuerung Dragon TV vor
Apple hat mit der Sprachsteuerung Siri für das iPhone einen wichtigen Meilenstein gesetzt, wenn es um die möglichst einfache Steuerung elektronischer Endgeräte geht. Nuance geht einen Schritt weiter: Mit Dragon TV überträgt der Spezialist das Konzept der Steuerung durch gesprochene Befehle vom PC und Handy auf den Fernseher.

Inhaltsverzeichnis
- 1Sprachsteuerung
- 2Zusammenarbeit
- 3Fazit
Fast jeder moderne Fernseher, der auf der diesjährigen CES in Las Vegas gezeigt wird, besitzt einen Internetzugang. Die Geräte werden zwar immer "smarter", sind durch den größeren Funktionsumfang aber auch immer schwieriger zu bedienen. Nicht selten verzweifeln Nutzer an der Steuerung.
Sprachsteuerung
Längst suchen die großen TV-Hersteller nach einer Alternative zur klassischen Fernbedienung. Das US-Unternehmen Nuance, Spezialist für die Erkennung menschlicher Sprache, bietet nun eine Lösung an, die genau an diesem Punkt ansetzt: Dragon TV soll es ermöglichen, den Fernseher oder die Set-Top-Box mühelos aus der Ferne zu steuern. Nutzer müssten die entsprechenden Befehle zum Umschalten des Senders, Öffnen der Einstellungen oder für andere Aktionen lediglich klar aussprechen.
Bei der Entwicklung von Dragon TV hat sich Nuance nach eigenen Informationen darauf konzentriert, eine präzise Erkennung gesprochener Befehle sicherzustellen, wenn der Nutzer mehrere Meter vom eigentlichen Endgerät - dem Fernseher - entfernt sitzt. Störende Hintergrundgeräusche sollten für die neue Sprachsteuerung Dragon TV kein Problem sein. Die eigentliche Auswertung gesprochener Kommandos erfolgt auf einem Server, wie es auch bei Siri üblich ist. Das Endgerät wird damit nicht unnötig belastet.
Zusammenarbeit
Dragon TV soll alle etablierten Betriebssysteme - neben Linux auch Android und iOS - unterstützen, was auf eine mögliche Zusammenarbeit mit Apple für deren ersten Fernseher hinweisen könnte. Im Moment bietet Nuance seine Software allerdings auch anderen Herstellern an, wie das Unternehmen auf der CES verkündete. Prinzipiell stehe Dragon TV jedem Hersteller offen. Endanwender können es leider nicht auf ihrem bestehenden Fernseher installieren, auch wenn erste Geräte mit Unterstützung für Apps im Umlauf sind. Im Zweifel müssen sich Nutzer also ein teures neues Gerät anschaffen.

Neben Dragon TV für Fernsehgeräte kündigte Nuance auf der CES noch an, mit Intel zu kooperieren. Diese Zusammenarbeit zielt auf das lukrative Segment der Ultrabooks: Diese sollen ebenfalls per Spracherkennung gesteuert werden können. Hersteller von Apps werden in die Lage versetzt, direkt auf die Erkennungs-Funktionen für gesprochene Sprache zuzugreifen, sofern sie ihre Anwendungen für das AppUp Center von Intel entwickeln und die entsprechenden Bibliotheken (Nuance SDK) einsetzen.
Fazit
Da immer mehr Geräte ab Werk mit einer Sprackerkennung ausgestattet werden, gerät Nuance zunehmend unter Druck. Der Hersteller versucht, durch Partnerschaften mit anderen IT-Konzernen seine Produkte weiterhin an den Mann zu bringen - und davon können die Nutzer nur profitieren.
