Neues Betriebssystem aus der Cloud
Carbyn: Spannende Alternative zu Google Chrome OS
Carbyn steht ganz im Zeichen der Cloud: Nutzer des webbasierten Betriebssystems erhalten einen virtuellen Desktop, auf dem sie Programme und Dateien ablegen können. Dank HTML5 kann Carbyn mit jedem beliebigen Browser genutzt werden, selbst am iPad gibt es keinerlei Probleme. Netzwelt stellt Carbyn vor.
Inhaltsverzeichnis
- 1Cloud-Plattform
- 2Moderne Technik
- 3App & Sicherheit
- 4Fazit
Immer mehr Anwendungen wandern in den Browser. Google Docs kann schon heute eine ausgewachsene Textverarbeitung á la Word ersetzen und Dienste wie Dropbox machen der externen USB-Festplatte immer mehr Konkurrenz. Geht es nach Carbyn, wandert bald das gesamte Betriebssystem in die Cloud.
Cloud-Plattform
Die kleine US-Firma, die hinter Carbyn steht, hat mit der Ankündigung ihres Cloud-Betriebssystems im September 2011 für einige Aufregung gesorgt. Grund dafür war die Würdigung durch das bekannte Blog TechCrunch, das Carbyn damit praktisch geadelt hat. Dabei ist die Idee hinter dem Projekt nicht ganz neu: Schon seit einiger Zeit buhlen Systeme um die Gunst der Anwender, die alle Anwendungen aus dem Internet beziehen. Google deckt mit Chrome OS diesen Bereich ab, JoliOS ist eine der beliebtesten Alternativen. Allerdings sind alle bisherigen Plattformen nicht perfekt und konnten sich nie auf breiter Front durchsetzen.
Moderne Technik
JoliOS hat beispielsweise den Nachteil, dass es nicht viel mehr als ein aufgebohrter Browser ist, der herkömmliche Webseiten in einem eigenen Tab öffnet - es handelt sich also nicht um ein echtes Programm. Ferner setzen JoliOS, Chrome OS und Co. teilweise auf veraltete Technik und sind nicht in jedem Browser nutzbar. Bei Carbyn soll das alles ausgemerzt werden: Statt klassische Webseiten bietet das Cloud-Betriebssystem die Möglichkeit, vollwertige Apps auszuführen. Diese kommunizieren zwar mit einem Online-Dienst, haben aber eine eigene Oberfläche und sind damit durchaus vergleichbar mit herkömmlichen Desktop-Anwendungen.

Ferner setzt Carbyn ganz auf HTML5: Der neue Web-Standard sorgt dafür, dass dynamische Inhalte auf PC, Mac und mobilen Endgeräten identisch aussehen und abgespielt werden können, ohne ein Plugin zu installieren. Selbst auf dem iPad, BlackBerry PlayBook und exotischen Tablets kann Carbyn daher ohne Probleme genutzt werden. Durch Web-Storage-Datenbanken, die in HTML5 enthalten sind, lassen sich Daten trotzdem relativ leicht auf dem Client speichern, ohne dass sich Nutzer um die Systemsicherheit sorgen müssen.
App & Sicherheit
Apropos Sicherheit: Bei allen Vorteilen gibt es auch einige Punkte in Carbyn, die sich Nutzer sehr genau ansehen sollten. Dazu gehört vor allem die mögliche Interaktion zwischen Apps: Mithilfe fester Schnittstellen soll zum Beispiel ein Programm auf das Facebook- und Twitter-Miniprogramm zugreifen können, um Inhalte direkt in den Sozialen Netzwerken zu posten. Dabei besteht natürlich die Gefahr, dass persönliche Daten in falsche Hände geraten - schließlich sind HTML5 und Co. nicht darauf ausgelegt, gegeneinander isolierte Anwendungen auszuführen. Außerdem ist der Nutzer noch abhängiger von einem schnellen Internet-Anschluss, da Carbyn im Unterschied zu Chrome OS und JoliOS überhaupt keine Komponenten mehr auf dem Client ausführt. Nicht nur im Zug und natürlich im Flieger müssen Nutzer eventuell ohne ihre Daten auskommen.
Fazit
Derzeit befindet sich Carbyn noch in einer geschlossenen Betaphase. Nutzer können aber über ein Formular auf der offiziellen Website eine Einladung anfordern, um das Web-Betriebssystem selbst zu testen. Es lohnt sich auf jeden Fall, Carbyn im Auge zu behalten - vor allem aufgrund des konsequenten Einsatzes von HTML5 und der Möglichkeit, vollwertige Apps ausführen zu können.


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Dropbox und andere Online-Festplatten haben den großen Vorteil, dass sie auch unterwegs zur Verfügung stehen - der Nutzer benötigt lediglich einen Internetzugang. Wer schnell und einfach Dateien aus Google Chrome auf einem Web-Speicher ablegen möchte, sollte sich das kostenlose Plugin CloudSave ansehen.
Das Update für die Android-Version von Google Chrome bietet mehrere Verbesserungen. Unter anderem können Webseiten auf Wunsch in der Desktop-Version angezeigt werden.





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insgesamt 1 BeitragErscheint mir ähnlich wie Nivio, wobei Nivio einen vollständigen Windows-Desktop in der Cloud anbietet (auch über HTML 5).