Neue Variante der beliebten Linux-Distribution
Ubuntu TV: Freies Betriebssystem für TV-Geräte
Canonical, das Unternehmen hinter der kostenlosen Linux-Distribution Ubuntu, möchte das Betriebssystem auf möglichst vielen Endgeräten anbieten. Nach PC und Tablet geht Canonical nun den Fernseher an: Ubuntu TV ist eine neue Variante des klassischen Ubuntu-Desktop, die für perfekte Unterhaltung sorgen soll.

Inhaltsverzeichnis
- 1Erste TV-Version
- 2Die Architekturen
- 3Cloud und Kanäle
- 4Mobile Endgeräte
- 5Fazit
Das freie Betriebssystem Linux ist mittlerweile erfolgreicher als jede andere Plattform: Es werkelt nicht nur in Millionen Servern rund um den Globus, sondern dient auch als Grundlage für Android. Auf dem normalen PC ist Ubuntu bis heute die beliebteste Linux-Distribution, auch wenn Linux Mint immer mehr Druck macht.
Erste TV-Version
Seit langer Zeit ist bekannt, dass Canonical - das federführende Unternehmen hinter Ubuntu - das Betriebssystem auf mehr Plattformen ausdehnen möchte. Neben Netbooks und Tablets wurde auch eine Handy-Version angekündigt - und nun gibt es sogar noch eine Variante für den Fernseher: Ubuntu TV, das kürzlich auf der CES angekündigt wurde, soll perfekte Unterhaltung auf Basis freier Software direkt ins Wohnzimmer liefern. Pläne für Ubuntu TV sind bereits seit Monaten bekannt, offenbar hat es Canonical mit der Präsentation des neuen Systems nun offenbar eilig. Vielleicht haben die Entwickler angesichts der zahlreichen Smart-TV-Geräte und der andauernden Gerüchte um einen Apple TV das Gefühl, ihnen laufe bald die Zeit davon.
Die Architekturen
Technisch basiert Ubuntu TV auf der Ubuntu Desktop-Version, die für den Einsatz im Unterhaltungssegment angepasst wurde. Das schlägt sich zum Beispiel in den verfügbaren Architekturen nieder: Läuft Ubuntu regulär nur auf x86-Prozessoren, unterstützt Ubuntu TV auch ARM-Chips. Außerdem unterstützt das System die Standards HDMI, CEC und DVR. Für die Wiedergabe hochauflösenden Materials empfiehlt Canonical einen ausreichend starken Prozessor und eine starke Grafikkarte, ansonsten begnügt sich Ubuntu TV mit nur zwei Gigabyte freiem Platz auf der Festplatte und einem Gigabyte Arbeitsspeicher. Fernbedienungen können über Bluetooth angebunden werden, alternativ erfolgt die Steuerung über das lokale Netzwerk (WLAN b/g/n).

Weitere Informationen
Wie geht's weiter? Zu diesem Thema haben wir eine redaktionelle Übersicht erstellt. Sie finden das Special zu Android hier.

Die Aussage ist ja auch, dass Canonical eine Tablet-Variante anbieten wird.
Die Aussage in diesem Artikel, dass Canonical eine Tablet Variante anbietet, ist falsch.
@webneo82: Danke für den Hinweis. Es gibt tatsächlich eine ARM-Version von Ubuntu, jedoch wird diese nicht "offiziell" unterstützt. Canonical bietet Support nur für de x86- (und x64)-Rechner an.
Hi. Im Beitrag wird erwähnt, dass die Ubuntu-Desktop-Variante nur für x86-kompatible CPUs angeboten wird, hingegen die TV-Variante ARM-CPUs unterstützt. Das ist falsch. Seit der Version 10.04 wird auch die...