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Videoüberwachung: Set aus NAS, Videodekoder und IP-Kamera im Test Das ganze Haus im Blick

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HF-Modulator als Ergänzung

Ist die Überwachungsstation mit einem USB-Speicher verbunden, können dort auch Schnappschüsse von Live-Bewegtbildern hinterlegt werden. Sinnvoll ist eine Benachrichtigungsfunktion, die bei entdeckten Bewegungen oder anderen Aktionen einen Alarm per E-Mail oder SMS an eine angegebene Adresse sendet.

Eine intelligente Erweiterung der getesteten Überwachungslösung ist mit einem HF-Modulator möglich. Diese Adpater sind meist günstig für um die 50 Euro erhältlich und dienen zur Einspeisung von Videosignalen von DVD-Rekordern und anderen Geräten bei Fernsehern ohne Composite-Anschluss. Im Betrieb mit unserer Überwachungslösung kann die VS80 per VGA-Cinch-Kopplung zuzsätzlich zum SAT- oder Antennenkabel mit dem HF-Modulator verbunden werden. Auf dem Fernseher liegt das Live-Signal der Netzwerkkamera dann auf einem festen Kanal, was einen einfacheren Zugriff auf die Aufnahmen ermöglicht.

Einsatz ohne Surveillance Station

Die beschriebene Überwachungslösung lässt sich natürlich auch ohne Surveilance Station betreiben. Sinnvoll vor allem für Haushalte, in denen zur Live-Ansicht kein Fernseher, sondern lediglich Desktop-Rechner, Notebooks, Tablet-PCs oder Smartphones zur Verfügung stehen. Dann können Videostreams über die Live-Ansicht der AXIS-Kamera oder via Synology-App auf Smartphones abgegriffen werden. Per DynDNS ist auch ein Zugriff von unterwegs möglich, wenn das mobile Geräte mit 3G-Netzen oder Hotspots verbunden ist.

Eine Alternative ohne Surveillance Station wäre auch eine rein IP-basierte Lösung, etwa mit Video-Disk-Recordern (VDR) und weiteren IPTV-Plugins. Der VDR dient dann als Zentrale zur Weiterleitung der von den Netzwerkkameras gesendeten Signale an IP-fähige Geräte, etwa Fernseher mit Ethernet-Anschluss. Der Vorteil: Im Gegensatz zur Surveilance Station, die nur über einen VGA-Anschluss verfügt, wäre die parallele Weiterreichung an mehrere TV-Geräte im Haushalt möglich.

Fazit

Mit ein wenig Geld im Portemonnaie lässt sich schnell eine kleine Überwachungslösung für Zuhause zusammenbasteln - ideal vor allem für Nutzer, die bereits ein NAS mit einer Schnittstelle für Netzwerkkameras besitzen. Auch für Tankstellen oder andere Dienstleister könnte die Lösung interessant sein: Der dort häufig zum Einsatz kommende Mini-Fernseher lässt sich ohne Probleme an die VS80 anschließen. Zudem wird kein Rechner benötigt.

Ein Manko hat die Lösung allerdings: Die Surveillance Station VS80 ist mit einem Straßenpreis von rund 240 Euro recht teuer. Einige Nutzer dürften jedoch bereits mit Netzwerkkamera und NAS eine tragfähige Lösung zusammenstellen können.

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1 Kommentar

  • Techfreak schrieb Uhr
    AW: Videoüberwachung: Set aus NAS, Videodekoder und IP-Kamera im Test

    Bei Synology gibt es eine Lizenz-Beschränkung auf z.Z. maximal eine Kamera. Will man mehrere Kameras anschließen, fallen zusätzliche signifikante SW-Lizenzkosten an. Ein Vergleich bei den NAS Anbietern lohnt also. QNAP beschränkt z.Z. auf 4 Kameras und für Thecus gibt es das sogar schon das offene ZoneMinder Paket, was gar ohne Begrenzung der Anzahl Kameras daherkommt. Viele IP-Kameras können direkt auf eine SMB also Windows Freigabe aufzeichnen und sind so intelligent (eigebaute Web-Server), dass sie selber die Bewegungserkennung einschalten und nur dann aufnehmen. Bei entsprechend reduzierter Bildwiederholrate, Auflösung und Komprimierung (H.264) kann das zu speichernde Datenvolumen erheblich reduziert werden. Damit kommen dann auch zB Router/Fritzboxen als NAS in Frage, die oft sowieso schon vorhanden sind und ständig laufen (24/7). An diesen Boxen kann man z.B. einen USB Stick oder eine kleine stromsparende USB-Festplatte(auch SSD) direkt anschließen. Für den Hausgebrauch reicht die Performance, dank guter Komprimierung der Videodaten (H.264). Auch sind die Router geeignet, um von "überall" auf die aufgezeichneten Video und den Kamera Live-Videostream zuzugreifen. In diesem Fall muss ein evtl. vorhandener NAS dann auch nicht extra hochfahren und kann im stromsparenden Stand-by bleiben und auf Anwendungen warten, wo man eine hohe Datenübertragungsrate auch wirklich benötigt. Die Kamerahersteller liefern in der Regel auch SW bei, die für viele Anwendungsfälle im privaten Bereich völlig ausreichend ist. Es gibt auch kostenlose/freie SW-Pakete wie z.B. iSPY. Wichtig ist noch ein rechtlicher Hinweis, dass es Beschränkungen und Regelungen gibt, die zu beachten sind, was und wen man überhaupt aufzeichnen darf. Bin gespannt was es nächste Woche auf der CeBIT dann Neues zum Thema NAS und CCTV gibt.

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Alexander Zollondz
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