Das ganze Haus im Blick
Videoüberwachung: Set aus NAS, Videodekoder und IP-Kamera im Test
Moderne Netzwerkspeicher ermöglichen auch das Zusammenspiel mit IP-Kameras im Heimnetzwerk. Damit stellt man sich schnell eine Videoüberwachung für Haus und Garten zusammen. Netzwelt testete eine solche Lösung, die sich auch für Privathaushalte lohnt.
Videoüberwachungs-Set: Netzwelt stellte sich ein kleines System zur Videoüberwachung bestehend aus dem Synology-Netzwerkspeicher DiskStation 212+, einer AXIS-Netzwerkkamera und der Überwachungsstation VS80 von Synology zusammen. Zum Video: Videoüberwachungs-Set
Inhaltsverzeichnis
- 1Viele IP-Kameras werden unterstützt
- 2Aktivierung der Überwachungsstation
- 3Einstellungsparameter
- 4HF-Modulator als Ergänzung
- 5Einsatz ohne Surveillance Station
- 6Fazit
NAS-Systeme eignen sich nicht nur als zentrale Speicherzentralen im Heimnetzwerk. Viele Geräte arbeiten auch mit IP-Kameras zusammen, sodass sich recht einfach ein kleines Set zur Videoüberwachung zusammenstellen lässt. Netzwelt hat sich hierfür die vor kurzem getestete DiskStation 212+ genommen und mit der IP-Kamera M1054 von AXIS verbunden.
Als Video Decoder schlossen wir die VS80 an - eine Überwachungsstation von Synology, die bis zu neun IP-Kameras synchronisiert und den Datenstrom per VGA an einen Fernseher weiterleitet. Der Vorteil der alles in allem rund 900 Euro teuren Überwachungslösung: Ein zentraler Rechner ist zur Live-Ansicht nicht mehr nötig; über Synology-Apps lassen sich die Videosignale auch geschickt über mobile Endgeräte abrufen.
Zur Installation der Videoüberwachung gilt es zunächst, das NAS-System auf den Einsatz vorzubereiten. Im Falle der DS212+ ist das Aufspielen des Synology-eigenen Serverbetriebsssystems DiskStation Manager (DSM) und gegebenenfalls eine Formatierung der Festplatten notwendig, wofür insgesamt rund zehn Minuten eingerechnet werden müssen. Bei anderen Netzwerkspeichern mit Schnittstellen zur Videoüberwachung geht die Installation bisweilen etwas schneller.
Viele IP-Kameras werden unterstützt
Die Betriebssysteme der NAS-Systeme unterstützen eine Vielzahl an gängigen IP-Kameras, worüber die Herstellerseiten Aufschluss geben sollten. Synology selbst teilt mit, dass der DSM in der Version 3.2 mehr als 800 IP-Kameras von 46 Marken unterstützt. Die im Test verwendete feste Netzwerkkamera M1054 von Axis dient ab Version 3.0 des Synology-OS zur Übertragung von Live-Bildern übers Netzwerk.
Zur Inbetriebnahme muss das Gerät zunächst per Ethernet-Kabel über Router oder Switch mit dem Netzwerk verbunden werden. Ein Anschluss eines Netzteils ist dank Power-over-Ethernet-Unterstützung hinfällig. Per DHCP wird der Netzwerkkamera in der Regel eine gültige IP-Adresse fürs Zusammenspiel mit NAS und Überwachungsstation geliefert.
NAS, Dekoder, Netzwerkkamera: Videoüberwachung im Test
Mit einer IP-Kamera und NAS lässt sich leicht eine Videoüberwachung mit Aufnahmemöglichkeit einrichten. Per Videodekoder gelangen die Bilder auf ein Fernsehgerät. (Bild: netzwelt)
Als Netzwerkspeicher diente im Test die DiskStation 212+ von Synology. (Bild: netzwelt)
Als Netzwerkkamera verwendete netzwelt die feste IP-Kamera M1054 von AXIS. (Bild: netzwelt)
Die AXIS-Kamera M1054 wird per LAN-Anschluss mit dem Netzwerk verbunden. Dank Power over Ethernet ist keine weitere Stromversorgung nötig. (Bild: netzwelt)
Der teure Videodekoder VS80 ist kein Muss für eine Videoüberwachung. Das Gerät synchronisiert aber bis zu neun IP-Kameras und leitet die Datenströme an den Fernseher weiter. (Bild: netzwelt)
LAN-Schnittstelle, VGA- und Audio-Anschluss, USB-Port. (Bild: netzwelt)
Auch vorne befindet sich ein USB-Port. LEDs zeigen den Betriebsstatus an. (Bild: netzwelt)
Für angeschlossene IP-Kameras lassen sich verschiedene Anzeigefelder auswählen. Zur Verfügung stehen 2x2, 3x2 oder 3x3 Anzeigefelder. (Bild: netzwelt)
Über die NAS-Systemsteuerung ist ein Zugriff auf die Surveillance Station möglich. (Bild: netzwelt)
Zur Inbetriebnahme des Überwachungs-Set muss die Surveillance Station im NAS-Serverbetriebssystem aktiviert werden. (Bild: netzwelt)
In der Einstellungsoberfläche der Surveillance Station bezeichnet man die Kamera, vergibt Benutzernamen und Passwort. (Bild: netzwelt)
Angeschlossene IP-Kameras fügt man einfach in der Einstellungsoberfläche der Surveillance Station hinzu. (Bild: netzwelt)
Für Aufzeichnungen lässt sich ein Archivverzeichnis auf dem NAS festlegen. (Bild: netzwelt)
Mithilfe der Batch-Bearbeitung lassen sich Kameraparameter-Vorlagen zur Verwendung auf weitere Modelle gleichen Typus anwenden. (Bild: netzwelt)
In den Einstellungen stehen verschiedene Ansichtsvorlagen zur Verfügung. (Bild: netzwelt)
Eine Live-Ansicht ist direkt über den Einstellungen der Surveillance Station möglich. (Bild: netzwelt)
Alternativ ermöglicht auch eine AXIS-Webseite den Zugriff auf die IP-Kamera. (Bild: netzwelt)

Bei Synology gibt es eine Lizenz-Beschränkung auf z.Z. maximal eine Kamera. Will man mehrere Kameras anschließen, fallen zusätzliche signifikante SW-Lizenzkosten an. Ein Vergleich bei den NAS Anbietern lohnt also....