Beste Ergebnisse am Polarkreis und in Kenia
Nokia: Solar-Handys stellen nach wie vor eine Herausforderung dar
Die Nutzung von Solarkollektoren an Nokia-Handys ist zwar prinzipiell möglich, stellt aber eine große Herausforderung dar. Zu diesem Ergebnis kommt ein Forschungsteam im Auftrag des finnischen Handy-Herstellers. Getestet wurde ein Prototyp-Handy mit Solarzellen auf der Rückseite. Das Gerät wurde unter anderem am nördlichen Polarkreis, im Süden Schwedens, in Kenia sowie auf der Ostsee getestet.
Inhaltsverzeichnis
- 1Teilweise nur kurze Gespräche möglich
- 2Viel Sonnenenergie in Kenia
- 3Rekordergebnisse am Polarkreis
Bei dem Test sollten Brauchbarkeit und Komfort von Solarkollektoren an Handys untersucht werden. Zudem sollten die Prototypen an Orten getestet werden, an denen es nicht möglich ist, das Handy in die Streckdose zu stecken, oder wo die Stromversorgung unsicher ist. Im Unterscheid zu externen Ladegeräten, wie sie bereits auf dem Markt sind, waren die Solarkollektoren direkt am Handy angebracht.
Teilweise nur kurze Gespräche möglich
Um das Projekt so transparent wie möglich zu gestalten, hielten die Tester ihre Erfahrungen in einem Blog fest. Der Versuch zeigte, dass es möglich ist, ein Handy über Sonnenkollektoren auf der Geräterückseite zu laden - aber es ist eine Herausforderung.
Dabei hing die Ladekapazität von mehreren Faktoren ab. Wenn der Prototyp geschickt positioniert war, ließ sich genug Energie erzeugen, um das Handy im Standby-Modus zu halten, wobei die Sprechzeit allerdings sehr begrenzt war.
Viel Sonnenenergie in Kenia
Die größte Herausforderung war die begrenzte Größe der Handyrückseite. Samsung zum Beispiel hat ein Notebook auf den Markt gebracht, bei dem fast der gesamte Deckel aus einem Solarpanel besteht, Logitech ein Solar-Keyboard.
Bei dem Nokia-Prototyp hängt die Lademenge nicht nur von den Wetterbedingungen und der Intensität des Sonnenlichts ab. Weitere Faktoren wie Lebensstil und der Winkel des Sonnenlichts spielen ebenfalls eine große Rolle.
In dem Test wurde - erwartungsgemäß - die meiste Energie in Kenia erzeugt, unter anderem weil der Tester, ein Sicherheitsangestellter, sich meist an einem Ort aufhielt. Er war in der Lage, das Handy oft zu nutzen, Radio zu hören und viel zu telefonieren.
Rekordergebnisse am Polarkreis
Am nördlichen Polarkreis dagegen war der Einfallswinkel auch im Sommer sehr niedrig, was viel Schatten bedeutet. Wenn sich der Tester viel bewegt, wird das Handy nur wenig geladen. Dennoch wurde das Rekordergebnis am Polarkreis erzielt, weil sich der Tester während er Arbeiten an seinem Haus durchführte, mit der Sonne um dieses bewegte.
Halbwegs gute Resultate wurden erzielt, wenn der Tester das Handy bei sich trug, während er sich bewegte, zum Beispiel wenn er es an einem Band um den Hals trug. Allerdings räumte selbst Nokia ein, dass dies nicht das modischste Arrangement ist und für die Zukunft andere Lösungen gefunden werden müssten.


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