Heiße Luft

Im Kurztest: Deepak Chopra's Leela

Unter tatkräftiger Mithilfe von Deepak Chopra entstanden Bücher wie "Die sieben geistigen Gesetze des Erfolgs" oder die DVD "Das Rezept zum Glücklichsein". Nun versucht sich der nicht unumstrittene Esoterik-Spezialist erstmals an virtueller Unterhaltung. "Deepak Chopra's Leela" für Xbox 360 Kinect und Wii ist eine Ansammlung von spielerischen Übungen für Geist, Körper und Seele - und soll das Wohnzimmer in einen digitalen Ashram verwandeln. Der Macher verspricht sogar vollmunding "eine bahnbrechende Reise durch Körper und Geist". Arg übertrieben, wie der Test zeigt.

Im Kurztest: Deepak Chopra's Leela - Wenn das Wohnzimmer zum digitalen Ashram wird: "Deepak Chopra's Leela" ist eines der seltsamsten "Spiele", die jemals für Wii und Xbox 360 erschienen sind. (Bild: THQ)
Wenn das Wohnzimmer zum digitalen Ashram wird: "Deepak Chopra's Leela" ist eines der seltsamsten "Spiele", die jemals für Wii und Xbox 360 erschienen sind. (Bild: THQ)

Ganz gleich, welche Maßstäbe man anlegt: Überzeugen kann "Leela" nicht einmal ansatzweise. Zu keiner Zeit gelingt es dem ungewöhnlichen Titel aus dem Hause THQ, den Bogen zwischen virtueller und realer Welt zu spannen. Anders ausgedrückt: Nichts an "Deepak Chopra's Leela" regt zum Nachdenken oder gar zum Reflektieren des Erlebten an. Dabei spielt es keine Rolle, mit welchen Erwartungen jemand auf diese "Reise der Heilung, Transformation und des erweiterten Bewusstseins" herangeht.

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Für kritische Zeitgenossen, die mit Esoterik nicht viel am Hut haben, ist "Deepak Chopra's Leela" nichts weiter als eine Sammlung rudimentärer Mini-Spielchen, die mit Kalenderweisheiten à la "Die Stille ist die Muttersprache des Universums" angereichert wurden. Spieler, die sich hingegen für diese Art des Insichgehens und Sammelns interessieren, dürften enttäuscht werden, da eben nur gespielt und das "unendliche Potenzial" im Menschen keinen Deut ausgeschöpft wird.

Nach der abwechselnd in Deutsch und Englisch vorgetragenen Einführung, in der man ein wenig über Chakren, Mandala und Leela (das Sanskrit-Wort bedeutet so viel wie "Spiel des Universums") erfährt, steht der virtuellen Selbstfindung und Stressbewältigung eigentlich nichts mehr im Wege. Oder doch? Im Bereich "Spiele" gibt es sieben Rubriken, die jeweils ein Hauptchakra repräsentieren: Quelle, Leben, Macht, Liebe, Harmonie, Intuition und Einheit. Um ein solches Chakra abzuschließen, müssen wiederum jeweils sieben bedächtig inszenierte Mini-Spielchen absolviert werden. Beim Wurzelchakra werden beispielsweise durch Hüftbewegungen Bäume und Pilze gepflanzt, bewässert und mit Sonnenlicht bestrahlt. Anschließend wartet das Sakralchakra mit weiteren sieben Übungen.

Dieses Prinzip des Freischaltens wiederspricht aber vollkommen dem Grundgedanken, dem sich das Spiel verschrieben hat: Denn anstatt sich um der Herausforderung willen an eine Aufgabe zu wagen, wird der Spieler gezwungen, eine Stufe zu meistern, um eine weitere freizuschalten.

Im Kurztest: Deepak Chopra's Leela

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Im Kurztest: Deepak Chopra's Leela - Wenn das Wohnzimmer zum digitalen Ashram wird: "Deepak Chopra's Leela" ist eines der seltsamsten "Spiele", die jemals für Wii und Xbox 360 erschienen sind. (Bild: THQ)
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Wenn das Wohnzimmer zum digitalen Ashram wird: "Deepak Chopra's Leela" ist eines der seltsamsten "Spiele", die jemals für Wii und Xbox 360 erschienen sind. (Bild: THQ)

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Im Kurztest: Deepak Chopra's Leela - Um die Chakren Quelle, Leben, Macht, Liebe, Harmonie, Intuition und Einheit abzuschließen, müssen jeweils sieben bedächtig inszenierte Mini-Spielchen absolviert werden. (Bild: THQ)
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Um die Chakren Quelle, Leben, Macht, Liebe, Harmonie, Intuition und Einheit abzuschließen, müssen jeweils sieben bedächtig inszenierte Mini-Spielchen absolviert werden. (Bild: THQ)

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Im Kurztest: Deepak Chopra's Leela - Deepak Chopra verspricht "Leela"-Käufern eine "Reise der Heilung, Transformation und des erweiterten Bewusstseins". (Bild: THQ)
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Deepak Chopra verspricht "Leela"-Käufern eine "Reise der Heilung, Transformation und des erweiterten Bewusstseins". (Bild: THQ)

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Im Kurztest: Deepak Chopra's Leela - Beim Wurzelchakra werden beispielsweise durch Hüftbewegungen Bäume und Pilze gepflanzt, bewässert und mit Sonnenlicht bestrahlt. (Bild: THQ)
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Beim Wurzelchakra werden beispielsweise durch Hüftbewegungen Bäume und Pilze gepflanzt, bewässert und mit Sonnenlicht bestrahlt. (Bild: THQ)

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Ein wenig besser wird es beim "Reflektieren". Hier stehen Meditation und Atemübungen im Mittelpunkt. Richtig überzeugen kann aber auch dieser Modus nicht. Zum einen erkennen der Kinect-Sensor und die Wiimote das Heben und Senken des Brustkorbs ungenau bis gar nicht, was die Atemübungen zum Glücksspiel ohne konstruktives Feedback macht. Zum anderen sind die Konsolen, vor allem die Xbox 360, einfach zu laut, um sich beim Meditieren auf sein Inneres zu konzentrieren.

Datenblatt

Deepak Chopra's Leela
SpielnameDeepak Chopra's Leela
HerstellerCurious Pictures
VertriebTHQ
GenreSonstiges / Besonderes
Erhältlich ab18.11.2011
Preisca. 50 Euro
EAN Code4005209153249
SchwierigkeitFür Einsteiger
Alterab 0 Jahren
Multiplayernein
Sonstiges 
Bewertung Grafikbefriedigend
Bewertung Steuerungbefriedigend
Bewertung Soundgut
Bewertung Spielspassausreichend
Bewertung Gesamtausreichend
SystemXbox 360
SystemWii

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Beiträgeinsgesamt 1 Beitrag

Schade,fand die Idee wirklich interessant,aber die Demo konnte auch mich nicht überzeugen.

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