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Fünf Staubsauger-Roboter im Vergleichstest: Auf den Schmutz, fertig, los
Das bieten Ihnen die Saugteufel

von Annika Demgen Uhr veröffentlicht

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Staubsaugen ist für die meisten Menschen eine unliebsame Hausarbeit, die dennoch regelmäßig wiederholt werden muss. Wer jedoch endgültig die Nase voll davon hat, immer wieder selbst Hand anlegen zu müssen, kann sich einen Roboter-Staubsauger anschaffen, der für ihn die Arbeit übernimmt. Zur Auswahl stehen eine ganze Reihe von Geräten, die über die unterschiedlichsten Vor- und Nachteile verfügen.

Staubsaugmüden Nutzern sei gleich zu Anfang gesagt, dass keiner der getesteten Roboter den Besitzer vollständig von der Last des Staubsaugens befreit. Herstellerunabhängig blieben bei jedem Test ungeputzte Stellen zurück, und - wie zu erwarten - stellten besonders Kanten und Ecken ein Problem dar. Die Saugleistung der Staubsauger-Roboter kann zudem mit den meisten normalen Staubsaugern nicht mithalten. Der alte Miele-Staubsauger sollte also nicht gleich nach dem Kauf eines Roboters weggegeben werden. Um den heimischen Boden von dem gröbsten Schmutz zu befreien, eignen sich einige der Testgeräte dennoch gut.

Kaufinteressierte, die in einem Haushalt leben, in dem verstärkt lange Haare auftreten, sollten jedoch zweimal überlegen, ob sie in einen Staubsauger-Roboter investieren wollen. Bei jedem Testgerät verhedderten sich lange Haare dermaßen um die Haupt- und Seitenbürsten, dass sich die Reinigung des Roboters langwierig und kompliziert gestaltete. Oft ließ die anstrengende Säuberung des Geräts die Zeiteinsparung durch den automatischen Putzvorgang wieder vergessen.

Deebot D76: Automatische Entleerung

Der Deebot D76 von Vort Robotics verfügt im Gegensatz zu seinen Konkurrenten über den Vorteil einer Basisstation, die die Entleerung des Schmutzbehälters übernimmt. Dadurch werden dem Nutzer einige Handgriffe erspart, die bei anderen Modellen nach fast jedem Saugvorgang vorzunehmen sind. Positiv fielen im Test auch die hohe Saugleistung des Geräts und die automatische Schmutzerkennung auf, wodurch stark verschmutzte Stellen speziell gereinigt werden.

Diese so vielversprechenden Vorteile können jedoch die Nachteile des Geräts nicht aufwiegen. So reinigt der Deebot den Boden im Auto-Modus nach dem Chaosprinzip, wodurch einige Bereiche ungeputzt zurückbleiben und andere zu oft gereinigt werden. Diesen Vorgang setzt das Gerät zudem 60 Minuten lang fort, egal wie groß oder klein das Zimmer ist. Energietechnisch ist dies höchst ineffizient und auch beim Ausfahren von Kanten und Ecken überzeugte der Deebot nicht. Mit 549 Euro ist er dafür der günstigste Roboter. Unter dem Strich spricht dennoch kaum ewas für dieses Modell.

  • Der Deebot D76 verfügt über eine Sprachausgabe. (Bild: netzwelt)
  • Die Basisstation des Deebot D76 fällt sehr groß aus, verfügt aber auch über ein nützliches Extra. (Bild: netzwelt)
  • Der Extra-Behälter saugt automatisch den Staub aus dem Deebot, wenn der Roboter die Basisstation erreicht. (Bild: netzwelt)
  • Durch die automatische Entleerung muss der Nutzer seltener selbst die Reinigung des Roboters durchführen. (Bild: netzwelt)
  • Die Hauptrolle sorgt gemeinsam mit zwei Seitenbürsten für die Reinigung des Bodens. (Bild: netzwelt)
  • Der Deebot fährt auch auf seinem Weg zurück zur Basisstation so lange hin und her, bis er zufällig den Sendebereich der Station erreicht. (Bild: netzwelt)
  • Das umfangreiche Zubehör des Deebot ist ein Pluspunkt des Roboters. (Bild: netzwelt)
  • Der Extra-Behälter kann mit wenigen Handgriffen zum Handstaubsauger umfunktioniert werden. (Bild: netzwelt)

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iRobot Roomba 780: Chaotisch in die meisten Ecken

Der Roomba 780 ist eines der neuesten Modelle der iRobot-Staubsauger-Roboter. Im Lieferumfang des Geräts sind viele Extras enthalten, die bei anderen Robotern nicht mitgeliefert werden. So finden sich neben Ersatzbürsten und zusäzlichem Putzwerkzeug auch die sogenannten Virtual Wall Lighthouses im Gepäck des Roomba. Diese helfen dem Roboter bei der Navigation, die ansonsten über Sensoren erfolgt. Im Auto-Modus gelingt dem Roboter das Ausfahren der Ecken und Kanten grundsätzlich sehr gut und auch die Saugkraft ist zufriedenstellend.

Allerdings verfolgt auch der Roomba das Chaosprinzip für die Bodenreinigung, was zwangsläufig die gleichen Probleme mit sich bringt wie beim Deebot D76: Manche Bereiche bleiben ungeputzt, während andere öfter als nötig gereinigt werden. Nach dem Zufallsprinzip fährt der Roboter Ränder und Ecken manchmal aus und manchmal nicht. Nach einem vergleichsweise langen Putzvorgang hat das Gerät zwar die meisten Ecken erreicht, aber dennoch ist der Bodenreinigungsmodus des etwa 630 Euro teuren Roomba ineffizient.

  • Der Roomba 780 ist eines der neuesten Modelle der iRobot-Familie. (Bild: netzwelt)
  • Im Zubehör des Roomba befinden sich nützliche Ersatzteile. (Bild: netzwelt)
  • Im Auto-Modus reinigt der Roomba den Boden im Chaosprinzip. (Bild: netzwelt)
  • Mitgelieferte Bürsten erleichtern die Reinigung des Roboters. (Bild: netzwelt)
  • Die Hauptrolle sorgt gemeinsam mit der Seitenbürste für die Schmutzaufnahme. (Bild: netzwelt)
  • Problematisch für den Roomba sind lange Haare, die sich stark um Seiten- und Hauptbürste verwickeln können. (Bild: netzwelt)
  • Das umfangreiche Zubehör ist ein Pluspunkt bei dem Roboter von iRobot. (Bild: netzwelt)
  • Der Roboter kann via Fernbedienung oder Touchpanel gesteuert werden. (Bild: netzwelt)
  • Bei der Navigation wird der Roomba durch die Virtual Wall Lighthouses unterstützt. (Bild: netzwelt)
  • Hersteller iRobot gibt eine unverbindliche Preisempfehlung von 629,99 Euro für den Roomba heraus. (Bild: netzwelt)

>>weiter zu Testbericht und Video iRobot Roomba 780

Vorwerk Kobold VR100: Präzise und effizient

Auch beim Kobold VR100 von Vorwerk übernehmen Sensoren und zusätzliche Laser die Navigation. Diese sorgten im Test dafür, dass der Roboter geschickt an Kanten entlang und um Gegenstände herum manövrierte, ohne dabei zu viele ungeputzte Stellen zurückzulassen. Im Gegensatz zu den Konkurrenten von Vort Robotics und iRobot verfolgt der Roboter zudem nicht das Chaosprinzip, sondern verschiebt seine Bahnen systematisch. Daher benötigt er weniger Zeit und Energie für die Reinigung eines Raumes.

Leider liefert Vorwerk keine Fernbedienung und damit keine Möglichkeit, den Kobold zurück zur Basisstation zu schicken, was sich problematisch auswirken kann, wenn der Staubsauger beispielsweise einmal unter dem Bett stehen bleiben sollte. Außerdem zeigten sich bei niedrigem Akkustand hin und wieder Navigationsprobleme. Grundsätzlich funktioniert der automatische Reinigungsmodus, samt Timer und Rückkehr zur Basisstation, jedoch sehr gut. Die Preisempfehlung von Vorwerk liegt bei 649 Euro.

  • Das Zubehör des Vorwerk besteht aus einer schlanken Basisstation und einem zusätzlichen Begränzungsband. (Bild: netzwelt)
  • Die Navigation erfolgt beim Kobold über Laser- und Bodensensoren. (Bild: netzwelt)
  • Der Kobold überzeugte im Test durch das präzise Ausfahren der Kanten. (Bild: netzwelt)
  • Da der Roboter über keine Fernbedienung verfügt, muss der Nutzer das Gerät selbst versetzen und direkt im Menü bedienen. (Bild: netzwelt)
  • Lediglich eine Seitenbürste unterstützt den Putzvorgang des Kobold. (Bild: netzwelt)
  • In der Hauptbürste verheddern sich lange Haare stark, was die anschließende Reinigung kompliziert gestaltet. (Bild: netzwelt.)

>>weiter zu Testbericht und Video Vorwerk Kobold VR100

Philips HomeRun FC9910: Große Modiauswahl

Der HomeRun von Philips navigiert im Gegensatz zur Konkurrenz nicht nur mit Sensoren, sondern auch mit einer Kamera. Mit dieser erstellt er eine Karte der Zimmerdecke, was ihm bei der Orientierung hilft. Im Auto-Modus verfolgt das Gerät strukturiert seine Bahnen und verschiebt diese systematisch.

Viele Hindernisse lassen den HomeRun jedoch straucheln und behindern ihn in seinem systematischen Durchlauf. Beim Ausfahren der Kanten und Ecken zeigte der Roboter überdies einige Schwächen. Die große Auswahl zwischen vier unterschiedlichen Modi bringt zudem nur geringen Mehrwert, da die jeweilige Auswahl das Gerät zu Aktionen befähigt, die beispielsweise dem Vorwerk auch im Auto-Modus gelingen. Durch den vergleichsweise hohen Preis von 699 Euro ist der Kauf des HomeRun nicht zu empfehlen.

  • Der HomeRun ist mit einem Auto-Modus ausgestattet, in dem er nach der Bodensäuberung selbstständig zur Basisstation zurück findet. (Bild: netzwelt)
  • Im Lieferumfang des HomeRun ist die Basisstation, eine Säuberungsbürste sowie eine Fernbedienung enthalten. (Bild: netzwelt)
  • Bis zu 100 Minuten soll die Akku-Leistung des HomeRun halten. Danach muss der Roboter an der Basisstation laden. (Bild: netzwelt)
  • In einem recht kleinen Behälter fängt der Roboter den Bodenschmutz auf. (Bild: netzwelt)
  • Die Seitenbürsten des HomeRun sind zu kurz, um Schmutz aus Ecken und Kanten in die Bahn des Roboters zu fegen. (Bild: netzwelt)
  • Der Putzvorgang muss an der Basisstation gestartet werden, damit HomeRun wieder zu ihr zurück findet. (Bild: netzwelt)
  • Über die Fernbedienung kann der Roboter nach Wunsch auch manuell gesteuert werden. (Bild: netzwelt)

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LG Hom-Bot 2.0: Der leise Kanten-Profi

Der LG Hom-Bot 2.0 hat eigentlich alles, was ein gelungener Staubsauger-Roboter braucht. Seine Navigation gelingt mithilfe von Kameras und Sensoren ohne Probleme und befähigt ihn dazu, Kanten und Ecken sehr präzise und schnell auszufahren. Darüber hinaus ist das Modell der leiseste Staubsauger der Testreihe und damit auch ideal auch zu später Stunde einsetzbar, ohne die Nachbarn zu ärgern.

Leider fällt jedoch die Saugleistung des Modells mit gerade einmal 18 Watt sehr niedrig aus, wodurch einiges an Schmutz zurückbleibt. Darüber hinaus lässt die Verarbeitung des Geräts an manchen Stellen zu wünschen übrig. Bei einem Herstellerpreis von 799 Euro ist dies äußerst ärgerlich. Schade, mit einer höheren Saugkraft hätte das Modell von LG der Testsieger werden können.

  • Im Lieferumfang des Hom-Bot ist der Roboter, die Basisstation und Fernbedienung sowie Extra-Seitenbürsten und Mikrofasertücher sowie Aufsatz enthalten. (Bild: netzwelt)
  • Bis zu 75 Minuten reicht der Akku des Roboters bevor das Gerät wieder an der Basisstation laden muss. (Bild: netzwelt)
  • Die Halterung des Deckels schließt den Roboter nicht zuverlässig ab. (Bild: netzwelt)
  • Der Schmutzauffangbehälter kann leicht entfernt und gereinigt werden. (Bild: netzwelt)
  • Sensoren hindern den Roboter daran Treppern herunterzustürzen. (Bild: netzwelt)
  • Bei vielen langen Haaren gestaltet sich die Reinigung des Geräts schwierig. (Bild: netzwelt)

>>weiter zu Testbericht und Video LG Hom-Bot 2.0

Testsieger: Vorwerk Kobold VR100

Die anfänglich erwähnten Kritikpunkte an Staubsauger-Robotern generell sind auch beim Kobold VR100 von Vorwerk vorhanden. Dennoch überzeugte das Modell im Test durch das präzise Ausfahren von Kanten und Ecken sowie durch die systematische Navigation. Preislich liegt das Gerät von Vorwerk zudem im guten Mittelfeld, was es zur Kaufempfehlung dieser Testreihe macht.

Der Vorwerk Kobold VR100 hat sich im Test gegen die Konkurrenz durchgesetzt.
Kommentare zu diesem Artikel

Dem geneigten Käufer steht eine Vielzahl von Staubsauger-Robotern zur Auswahl, die alle über unterschiedliche Reinigungskonzepte verfügen. Für welches Gerät Sie sich entscheiden sollten, erfahren Sie im Vergleichstest.

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  • L.Gerlach schrieb Uhr
    AW: Fünf Staubsauger-Roboter im Vergleichstest: Auf den Schmutz, fertig, los

    3. es geht um die Reinungsleistung und nicht ob die beim Kurvenfahren den Elchtest bestehen...
    Zitat: froestel
    Auf die Reinigungsleistung und Saugstärke und auch auf den Umgang mit dem "Sauggut" geht der Testbericht doch explizit ein, sofern diese erwähnenswert sind weil sie positiv oder negativ herausstechen. Ehrlich gesagt verstehe ich - gerade unter dieser Argumentation - nicht wieso der beschriebene Testbericht der die Laufwege der Roboter nachstellt deiner Meinung nach besser ist. Womit ich den Testbericht der Kollegen keineswegs kritisieren möchte, der Ansatz ist nur ein anderer als bei uns.
  • froestel schrieb Uhr
    AW: Fünf Staubsauger-Roboter im Vergleichstest: Auf den Schmutz, fertig, los

    Möbel wozu? 1. die meisten Geräte haben schon mit einem leeren Raum massive Probleme. 2. selbst mit nur einem Teppich gibt es Probleme 3. es geht um die Reinungsleistung und nicht ob die beim Kurvenfahren den Elchtest bestehen... Fazit ist (zumindest für mich) selbst bei einer normal möblierten Wohnug sind die Dinger eigentlich nicht brauchbar.
  • Arthur Spooner schrieb Uhr
    AW: Fünf Staubsauger-Roboter im Vergleichstest: Auf den Schmutz, fertig, los

    @froestel Ja wenn man in leeren Räumen ohne Möbel wohnt, dann kann der Test so aussehen (wie der von dir genannte), ist aber nicht sonderlich realitätsnah ;)
  • Max S schrieb Uhr
    AW: Fünf Staubsauger-Roboter im Vergleichstest: Auf den Schmutz, fertig, los

    Gutes Video.. aber die monoton gesprochenen Kommentare nerven!!
  • froestel schrieb Uhr
    AW: Fünf Staubsauger-Roboter im Vergleichstest: Auf den Schmutz, fertig, los

    So sollte ein Test aussehen... Da Links ja verboten sind mal bitte Google bemühen... Saubermänner: 24 Saugroboter von 200 bis 1150 Euro im Test

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Fünf Staubsauger-Roboter im Vergleichstest: Auf den Schmutz, fertig, los
Fünf Staubsauger-Roboter im Vergleichstest: Auf den Schmutz, fertig, los
Dem geneigten Käufer steht eine Vielzahl von Staubsauger-Robotern zur Auswahl, die alle über unterschiedliche Reinigungskonzepte verfügen. Für welches Gerät Sie sich entscheiden sollten, erfahren Sie im Vergleichstest..
http://www.netzwelt.de/news/90109-fuenf-staubsauger-roboter-vergleichstest-schmutz-fertig-los.html
2012-01-09 15:14:11
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Fünf Staubsauger-Roboter im Vergleichstest: Auf den Schmutz, fertig, los