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LG BD 660: Günstiger 3D-Blu-ray-Player im Test
Mit LAN und Gracenote-Unterstützung

von Florian Friedrich Uhr veröffentlicht

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Ob der LG BD 660 neben seinem günstigen Preis, dem Zugriff auf die Gracenote-Datenbank und der Möglichkeit der LAN-Verbindung auch in der 3D- und Blu-Ray-Darstellung punkten kann, zeigt der netzwelt-Praxis-Test.

Mit dem BD 660 bringt der südkoreanische Elektronikkonzern LG seinen mit 130 Euro Listenpreis günstigsten 3D-Player auf den Markt. Netzwelt hat ihn genau unter die Lupe genommen: Billigheimer oder Preis-Leistungs-Granate?

Mit 130 Euro Listenpreis LGs günstigster 3D-Player: der BD 660.

Ausstattung

Im Vergleich mit dem 70 Euro teureren Bruder BD 670 fehlt dem kleinen LG neben den analogen YUV-Ausgängen auch die WLAN-Technik, also der drahtlose Internet-Zugang. Dafür lässt sich der Player ebenfalls per Smartphone steuern - und 3D beherrscht er auch. Dadurch zählt der BD 660 zu den günstigsten 3D-Playern, die momentan erhältlich sind. Das Konvertieren von 2D zu 3D funktioniert damit allerdings nicht.

Hier macht sich der geringe Preis dann doch bemerkbar. Wer darüber hinwegsehen kann, freut sich über fünf Bildregler, die auch das 3D-Bild beeinflussen können. Weiterhin lässt sich noch der HDMI-Farbmodus manuell einstellen und auch in Sachen Multimedia ist einiges geboten. So befindet sich zum Beispiel eine komfortable CD-Ripping-Funktion an Bord, die sich über die Gracenote-Datenbank alle relevanten Infos holt.

Doch damit nicht genug: Über Gracenote zieht sich der Player auch noch alle Informationen über den gerade eingelegten Film. Wer Freunden seine Fotos per Diaschau zeigt, kann sie auf Wunsch mit jeder beliebigen Musik untermalen. Die Bildqualität bei Fotos bewegt sich auf einem sehr hohen Level, 3D-Bilder im MPO-Format akzeptiert der LG aber leider nicht.

Kommt ohne analoge YUV-Ausgänge, WLAN und Lüfter aus: der LG BD 660.

Ins Internet gelangt der Südkoreaner über LAN, wofür der Menüpunkt "NetCast" gedacht ist. Hier erhält der Nutzer Zugriff auf Portale wie YouTube, Maxdome oder Picasa, um nur ein paar wenige zu nennen. Der Zugriff auf Google Maps ist jedoch erst mit dem teureren Bruder möglich.

Handhabung 

Das Menü ist sehr liebevoll gestaltet und übersichtlich, hinzu kommt noch eine durchdachte Hilfe-Funktion, die das Lesen der auf CD-ROM ausgelagerten Bedienungsanleitung so gut wie überflüssig macht. Positiv fällt neben dem nicht vorhandenen Lüfter auch der geringe Stromverbrauch von gerade mal 9,3 Watt im Betrieb auf.

Sehr übersichtlich gestaltet: die Fernbedienung.

Auch die Ladezeiten von Discs können sich sehen lassen - maximal zehn Sekunden für DVDs, höchstens 30 Sekunden bei Blu-rays. Wer BD-Live-Bonusmaterial herunterladen möchte, sollte immer im Hinterkopf behalten, dass dazu ein USB-Stick auf der Vorderseite angeschlossen werden muss.

Klangqualität

Moderne AV-Receiver versorgt der LG mit Bitstream-Ton über HDMI. Aber auch Besitzer älterer Receiver müssen nicht in die Röhre schauen, da der BD 660 auch PCM-Mehrkanalton über HDMI liefern kann. Selbst die Versorgung mit neu encodiertem DTS-Ton über die altmodische S/PDIF-Schnittstelle ist möglich, was immer noch besser als der einfache Dolby-Kern klingt. Die analogen Stereo-Buchsen entpuppen sich zudem als überaus dynamisch und kraftvoll klingend.

Bildqualität

Da im RGB-Modus die Farben verfälscht auf dem Bildschirm landen, sollte als HDMI-Modus unbedingt YCbCr angewählt werden. Fehlerfrei gelingt hingegen das Hochskalieren von DVDs auf 1080p, hier erscheinen selbst feinste Details mit hoher Schärfe.

Im Benutzer-Modus sorgt der Schärferegler dafür, dass vertikale und horizontale Bildkanten angehoben werden, wobei - wenn überhaupt - nur feine Säume auftreten. In Sachen De-Interlacing braucht sich der LG auch nicht vor wesentlich teureren Konkurrenten verstecken, wie die besonders kritische Strandszene in "Sechs Tage, sieben Nächte" beweist: kein Flimmern weit und breit.

Auch Blu-rays sehen super aus, wobei der Rauschfilter gute Dienste leistet: Feinste Details lassen sich - je nach Geschmack - anheben. In die andere Richtung reduziert sich hingegen das Bildrauschen. So lässt sich - je nach Qualität der eingelegten Blu-ray - die Gewichtung zwischen extrascharfem und gefiltertem Bild verschieben.

Fazit

Im YCbCr-Modus liefert der LG BD 660 ein hervorragendes Bild bei DVDs und Blu-rays. Mit den effektiven Bildreglern lässt sich das Bild zudem an den persönlichen Geschmack anpassen. Auch die komfortable Bedienung und die Gracenote-Unterstützung überzeugen. Als größtes Manko stellte sich im Test der fehlerhafte RGB-Modus heraus, der sich aber schnell durch das Umschalten auf YCbCr umgehen lässt. Im Internet ist der 3D-Player bereits für 99 Euro erhältlich.

Kommentare zu diesem Artikel

Ob der LG BD 660 neben seinem günstigen Preis, dem Zugriff auf die Gracenote-Datenbank und der Möglichkeit der LAN-Verbindung auch in der 3D- und Blu-Ray-Darstellung punkten kann, zeigt der netzwelt-Praxis-Test.

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  • rdb schrieb Uhr
    AW: LG BD 660: Günstiger 3D-Blu-ray-Player im Test

    Gute Frage, hier die Antwort: MKV spielt er problemlos ab, ebenso DivX, auch DTS-Ton, mit externer Festplatte bis 1,5 TB getestet, kein Problem!
  • Dirk B. schrieb Uhr
    AW: LG BD 660: Günstiger 3D-Blu-ray-Player im Test

    Und was ist mit den MKV Fähigkeiten? Von Disk/USB/Netz? Geht DTS-HD bei MKVs? Hohe Bitraten? Sowas interessiert doch die Leser, die hier und nicht in der "Video" Zeitschrift gucken.

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LG BD 660: Günstiger 3D-Blu-ray-Player im Test
LG BD 660: Günstiger 3D-Blu-ray-Player im Test
Mit dem LG BD 660 erhalten Käufer einen kostengünstigen 3D-Blu-Ray-Player mit LAN- und Gracenote-Datenbank-Zugriff.
http://www.netzwelt.de/news/90103-lg-bd-660-guenstiger-3d-blu-ray-player-test.html
2012-01-03 16:19:31
http://img.netzwelt.de/dw120_dh90_sw0_sh0_sx0_sy0_sr4x3_nu0/article/2012/130-euro-listenpreis-lgs-guenstigster-3d-player-bd-660-bild-netzwelt10974.jpg
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