"Das Internet vergisst nie"

Facebook: Privacy-Knigge mit neuen Verhaltensregeln

Der deutsche Knigge-Rat hat sich erneut mit Sozialen Netzwerken beschäftigt und entsprechende Verhaltensregeln herausgegeben. Die Hüter des korrekten Benehmens legen diesmal jedoch weniger Wert auf ein höfliches Miteinander als vielmehr darauf, dass die Nutzer von Facebook und Co. nicht ihr "Recht auf informationelle Selbstbestimmung" aufgeben.

Die Mitglieder des Knigge-Rats sind jeweils für drei Jahre im Amt. (Bild: Knigge-Rat)
Die Mitglieder des Knigge-Rats sind jeweils für drei Jahre im Amt. (Bild: Knigge-Rat)
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Mitglied Rainer Wälde schlägt in seinen Ausführungen zum korrekten Verhalten in Sozialen Netzwerken dabei einen Bogen von der Französischen Revolution bis heute. Schon damals sei die Privatsphäre eines der wichtigsten Grundrechte des Menschen gewesen. Dieses würden nun jedoch viele Nutzer in Facebook, Xing oder auch Google+ "leichtfertig aufgeben".

Der Privacy-Knigge

Der sogenannte "Privacy-Knigge" empfiehlt Netiquette-bewussten Nutzern daher, nicht nur auf ihre Umgangsformen, sondern eben auch auf ihre Privatsphäre-Einstellungen zu achten. Zum guten Ton gehöre es, aktiv zu überprüfen, welche Daten über die eigene Person im Netz frei verfügbar seien. Außerdem sollten Freundeslisten beziehungsweise -kreise in den Sozialen Netzwerken genutzt werden, um den Informationsfluss besser kontrollieren zu können.

Vor dem Hochladen von privaten Bildern sollten sich Nutzer darüber Gedanken machen, ob sie wollen, dass das betreffende Bild auch noch in drei Jahren mit dem eigenen Namen in Verbindung gebracht wird. Wenn andere Personen mit auf dem Bild sind, gebietet es natürlich die Höflichkeit, diese vor der Veröffentlichung um Erlaubnis zu bitten.

"Das Internet vergisst nie"

Ergänzend empfiehlt der Privacy-Knigge, empfindliche Informationen wie die sexuelle Orientierung oder den Familienstand nicht zu veröffentlichen. Unerwünschte Kommentare und Einträge sind zudem zeitnah zu löschen, denn "das Internet vergisst nie".

Der Knigge-Rat orientiert sich in seinen Vorschlägen offenbar an der grundsätzlichen Kritik an Facebook und anderen Sozialen Netzwerken, die immer wieder von Datenschützern geäußert wird.

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