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Teufel System 10 THX Ultra 2: Surround-Set im Test
Neues aus der Referenzklasse

von Elmar Salmutter Uhr veröffentlicht

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Nutzer mit Spaß an exaktem Surround-Sound erhalten mit dem Teufel System 10 THX Ultra 2 Set eine interessante Surround-Anlage für das Heimkino-System.

Nur wenige Hersteller stehen für derart kompromisslosen Heimkinoton wie die Firma Teufel. Nun hat der Berliner Direktversender sein Flaggschiff-System 10 überarbeitet und auf den neuesten Stand gebracht.

Moderner Klassiker

Das Ensemble Teufel System 10 steht seit rund zehn Jahren für brachialen Kinosound, der jeden Nachbarn auf die Palme bringt. Nun befindet sich die dritte Auflage des Klassikers im Hörraum von netzwelt. Selbstverständlich ist das Ensemble THX-zertifiziert und entspricht somit den Vorgaben der Filmindustrie.

Mehr noch: Das Set entspricht sogar der besonders strengen THX-Ultra-2-Norm und befriedigt somit höchste Ansprüche. Auch die Optik befindet sich auf Höhe der Zeit: Klavierlack in Hochglanzschwarz und gebürstetes Aluminium. Die Verarbeitung kann sich ebenfalls sehen lassen und glänzt mit makellosen Oberflächen und geringen Spaltmaßen.

Technik

Die vom Bass entbundenen Frontboxen weisen je zwei 20er-Tief-Mittel-Töner auf, hinzu kommt noch ein 12er-Mitteltöner in ebenfalls flacher Bauweise und je eine Hochton-Kalotte. Ganz schön viel Membranfläche also, aber auch die Leistungsangaben des Herstellers beeindrucken mit PA-verdächtigen Werten: 540 Watt Dauerbelastbarkeit, maximaler Schalldruck von 117 Dezibel.

Bei den Surround-Lautsprechern wurden hingegen konventionelle Konustreiber verbaut. Auch hier lässt sich von einer üppigen Bestückung sprechen: je vier Tief/Mitteltöner plus Hochton-Kalotte. Die Abstrahlcharakteristik der hinteren Boxen kann mit einem Drehschalter verändert werden, indem zwischen Dipol, Bipol und Monopol gewählt wird.

Teufel System 10 THX Ultra 2

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Schon der Anblick lässt die Hosenbeine flattern: Teufels neue Version des legendären 10-THX-Ultra-Sets. (Bild: netzwelt)

Ein Hingucker ist auch der monströse Subwoofer, der mit Aktiv-Elektronik läuft. In seinem geschlossenen Gehäuse mit 240 Liter Innenvolumen sitzen zwei Langhubtreiber à 15 Zoll, die von einer 1.200-Watt-Endstufe zu Höchstleistungen getrieben werden. Im Lieferumfang befindet sich auch noch eine Fernbedienung für den Subwoofer, an der sich Phase und Lautstärke einstellen lassen. Wird die THX-Taste gedrückt, erfolgt die Einstellung der Lautstärke sogar automatisch.

Stereo-Hörtest

Aber nun zur klanglichen Einordnung, wobei die Redaktion zunächst die Stereo-Qualitäten der Teufel untersuchte. Dabei fiel zunächst auf, dass sich der Klang nicht mit der Lautstärke änderte - der Klangcharakter blieb stets gleich. Bei höheren Pegeln traten keinerlei Zerr- oder Kompressionsgeräusche auf, zudem präsentierten sich die Frontboxen und der Subwoofer als eingespieltes Team, das keinen Musikaspekt vernachlässigte oder überbetonte.

Besonders beeindruckt waren die Tester von der explosiven Dynamik des Gespanns, aber auch ruhigere Töne wie zum Beispiel Streicherklänge gelangen ganz hervorragend. Eine gewisse Monitorwirkung lässt sich jedoch nicht leugnen, wenngleich sie nicht mehr so stark auftritt wie beim Vorgänger-Ensemble.

Surround-Hörtest

Beim eigentlichen Haupteinsatzgebiet des Teufel-Sets, Mehrkanal-Kinoton, waren die Erwartungen besonders hoch. Die Berliner empfehlen, alle Lautsprecher bassentlastet zu betreiben, sie am AV-Receiver also auf "Small" zu stellen. Als Übergangsfrequenz empfehlen sie dabei 80 Hertz. Außerdem, so Teufel, sollte der Tiefpassfilter am Subwoofer auf Rechtsanschlag stehen, damit sich die Filterflanken von Receiver und Sub nicht gegenseitig negativ beeinflussen.

Schon beim Einschalten des Subwoofers fällt auf, dass dabei kein Knack- oder Brummgeräusch entsteht. Dieser positive Eindruck setzt sich im Hörtest fort, wo der Bassmeister schon ab 20 Hertz druckvoll abgeht, wobei die Oberbässe leicht betont werden.

Generell begeistert das Ensemble auf Anhieb mit einer perfekten Räumlichkeit. Bei einer 5.1-Version eines Theaterstücks bewegten sich die Stimmen der Akteure wie losgelöst durch den Raum, schon die kleinste Positionsänderung der Sprecher machte sich sofort im Hörraum bemerkbar. Beim Applaus des Publikums fühlten sich alle Redakteure mitten ins Geschehen versetzt.

Selbst höchste Pegel können dem diabolischen Sextett nichts anhaben, Dialoge bleiben in jeder Lebens- und Filmlage klar nachvollziehbar, selbst wenn der Nutzer seitlich versetzt sitzt. Doch es gibt auch einen Kritikpunkt zu vermelden: Mit zunehmender Lautstärke macht sich eine dezente Höhenbetonung breit, was beispielsweise bei splitterndem Glas arg aufdringlich klingen kann.

Dies ist aber der einzige Kritikpunkt an Teufels 10er-System. So geht zum Beispiel bei der monströsen Bassdarstellung schnell die Sonne auf, wenn Tiefbassfilme wie "Cloverfield" im Player rotieren. Dann bekommt der Zuschauer durchaus mal Angst um die Statik der Wände, so heftig kann es scheppern. Das macht der Subwoofer bis zu 116 Dezibel mit, was auch körperlich spürbar wird. Der Subwoofer bewahrt hingegen Ruhe und Übersicht, weil sein Gehäuse weder dröhnt noch klappert. Doch seien Sie gewarnt: All das verleitet leicht dazu, zu laut aufzudrehen und das Gehör zu schädigen.

Fazit

Auch mit der dritten Evolutionsstufe des 10er-Systems liefert Teufel ein Meisterwerk ab. Dem größten Set der Berliner gelingt der Spagat zwischen Direktheit bei Film und Luftigkeit bei Musik, auch bei allerhöchsten Lautstärken. Der riesige Subwoofer schafft es zwar nicht in den Infraschallbereich, kommt aber trotzdem tief herunter und bleibt stets auf der sauberen Seite. Wer genügend Geld und Platz hat, darf fortan ganze Stadtviertel unter Strom setzen.

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Kommentare zu diesem Artikel

Nutzer mit Spaß an exaktem Surround-Sound erhalten mit dem Teufel System 10 THX Ultra 2 Set eine interessante Surround-Anlage für das Heimkino-System.

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  • L.Gerlach schrieb Uhr
    AW: Teufel System 10 THX Ultra 2: Surround-Set im Test

    ... vibrierende fensterscheiben ... Ich wünsche Dir verständnisvolle Nachbarn, die Deinen Musik-Geschmack teilen ;)
  • kegelkassi schrieb Uhr
    AW: Teufel System 10 THX Ultra 2: Surround-Set im Test

    ich hab das vorgängermodell zu stehen und schon viel spaß mit gehabt. so zum beispiel vibrierende fensterscheiben, da kuckt jeder passant! oder wandernde sammeltassen in der anbauwand im anliegenden nachbarhaus (gemauertes altbauhaus) mit insgesamt 72cm mauerwerk. jedenfalls kommt mir nur noch teufel ins haus! ich hatte schon andere anbieter aber was teufel entwickelt und baut setzt maßstäbe. gruß.

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Teufel System 10 THX Ultra 2: Surround-Set im Test
Teufel System 10 THX Ultra 2: Surround-Set im Test
Mit dem Teufel System 10 THX Ultra 2 erhalten Käufer ein Surround-System, das der THX-Ultra-2-Norm entspricht.
http://www.netzwelt.de/news/90081-teufel-system-10-thx-ultra-2-surround-set-test.html
2012-01-03 16:53:26
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Teufel System 10 THX Ultra 2: Surround-Set im Test