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Pioneer BDP-140: 3D-Blu-ray-Player im Test
Pioneers günstigster Player

von Florian Friedrich Uhr veröffentlicht

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Mit dem Pioneer BDP-140 erhalten Käufer einen 3D-Blu-Ray-Player für einen vergleichsweise günstigen Preis. Ob und wie sich der Preis auf die Qualität der Darstellung auswirkt, zeigt der netzwelt-Testbericht.

Pioneer verzichtet beim BDP-140 auf eine ultraflache Bauweise und präsentiert den Blu-ray-Player lieber im klassischen HiFi-Look. Während das Design sicherlich Geschmackssache ist, hat netzwelt die harten Fakten untersucht und einen ausführlichen Hör- und Sehtest durchgeführt.

Im klassischen HiFi-Design gehalten: der Pioneer BDP-140.

Ausstattung und Design

Pioneer verändert sich ständig, auch bei seinen Blu-ray-Playern. Während der erste 3D-Player der Firma, der BDP-430, noch in Zusammenarbeit mit Sharp entstand, wird der BDP-140 komplett in China gefertigt. Was nicht heißen soll, dass es sich bei diesem Player um ein liebloses Produkt handelt, das sofort in der breiten Masse untergeht.

Im Gegenteil: Die SACD-Wiedergabe beherrschen zum Beispiel nur wenige Player. Auch Netzwerkfunktionen befinden sich an Bord, etwa DLNA-Streaming. Zudem kann der Player auch über iPad & Co. bedient werden, ein YouTube- und Picasa-Zugang befindet sich ebenfalls an Bord. Dass er auch die 3D-Wiedergabe beherrscht, muss bei modernen Spielern kaum mehr erwähnt werden - im Jahr 2011 zählt das bereits zu den Selbstverständlichkeiten.

Zu den Stärken von Pioneer-Playern zählt seit jeher der "Pure Cinema Progressive Scan", der das reibungslose Hochskalieren von DVDs auf 1080p ermöglicht. Hinzu gesellen sich noch Bildregler für Helligkeit, Kontrast, Sättigung, Farbton, Schärfe und Rauschverhalten, wobei sich diese Eingriffsmöglichkeiten nur im Stop-Modus steuern lassen, also nicht im laufenden Bild.

Der hintere USB-Anschluss kann für einen optional erhältlichen WLAN-Adapter genutzt werden.

Interesse weckte das Design des Players, das sich eher an klassischen HiFi-Komponenten orientiert und nicht dem Trend zu einer immer flacheren Bauweise folgt. Die Bauhöhe von knapp sechs Zentimetern bestätigt diese Beobachtung. Auf einen lauten Lüfter wurde zum Glück verzichtet.

Handhabung 

Die Quick-Start-Funktion hört sich zwar auf dem Papier gut an, enttäuscht aber in der Praxis: Sie wirkt nämlich nur bei Discs, die im Player zurückgelassen wurden. Neu eingelegte Scheiben profitieren nicht von ihr. Zudem verbraucht sie im Stand-by-Betrieb saftige neun Watt, weshalb sie generell deaktiviert werden sollte.

Edel, edel: gebürstete Aluminium-Oberfläche auf der Fernbedienung.

Die Ladezeiten von Discs bewegen sich zwischen 12 und 42 Sekunden für komplexe Blu-rays wie "Men In Black" mit BD-Java-Menü. BD-Live-Downloads lassen sich übrigens über die hinten angebrachte USB-Buchse speichern, alternativ lässt sich hier auch ein WLAN-Dongle anschließen. Letzteres kostet jedoch extra.

Klangqualität

Hier hat Pioneer im Vergleich mit den beiden teureren 3D-Modellen BDP-430 und BDP-440 deutlich abgespeckt, um Kosten zu sparen. So fiel die hauseigene PQLS-Technik, die für die Reduktion von Jitter sorgt, dem Rotstift zum Opfer. Im Test stellte sich heraus, dass der beste Klang entsteht, wenn Hochbitformate von Blu-ray-Disc als Bitstream übertragen werden, da diese Variante nicht so empfindlich auf Jitter reagiert.

Nutzer, die Mehrkanalton über SACD genießen möchten, sollten sich nicht von der "CD/SACD"-Taste täuschen lassen, da sie in diesem Fall nicht weiterhilft. Lieber die "HDMI"-Auflösungstaste drücken, das wirkt. Analoger CD-Ton klingt ordentlich, aber nicht überragend.

Bildqualität

Schade: Im RGB-Modus zeigt der BDP-140 verfälschte Farben. In anderen Farbmodi gelingen die Farben aber schön natürlich. Auch das Upscaling von DVDs klappt sehr gut und sauber. Einzige kleine Einschränkung: Manche Details erscheinen eine Spur zu weich. Hieran kann auch der dreistufige Schärferegler im Bildmenü nicht viel ändern. Im Bildmodus "Benutzerdefiniert" versteckt sich jedoch ein zweiter Schärferegler, der auf Stufe 1 die Kantenschärfe bei DVDs deutlich sichtbar anhebt.

Auch die Vollbildwandlung verdient Respekt, weil sie nahezu perfekt arbeitet. So meisterte der Pioneer die extrem schwierig darzustellende Strandszene auf der "Sechs Tage, sieben Nächte"-DVD flimmerfrei, was nur wenige Geräte schaffen. Auch die knifflige Lattenzaun-Szene in "Space Cowboys" gelingt flimmerfrei.

Lediglich bei der "Gladiator"-DVD tritt gelegentlich ein leichtes Flimmern auf, aber darüber kann großzügig hinweggesehen werdem. Ebenso überzeugend gelingt auch die Blu-ray-Wiedergabe, Kinofilme und Dokumentationen sehen super aus.

Fazit

Abgesehen von der Farbschwäche im RGB-Modus ist Pioneer mit dem BDP-140 ein guter Player mit einem sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnis gelungen. Sowohl DVDs wie auch Blu-rays sehen im YCbCr-Modus hervorragend aus. Bemerkenswert ist ferner, dass der Player auch SACDs abspielen kann. Im Internet ist er ab einem Preis von 175 Euro erhältlich

Kommentare zu diesem Artikel

Mit dem Pioneer BDP-140 erhalten Käufer einen 3D-Blu-Ray-Player für einen vergleichsweise günstigen Preis. Ob und wie sich der Preis auf die Qualität der Darstellung auswirkt, zeigt der netzwelt-Testbericht.

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  • Michael Knott schrieb Uhr
    AW: Pioneer BDP-140: 3D-Blu-ray-Player im Test

    Was ist denn analoger CD-Ton? Audiosignale werden in diesem Falle vom CD-Player nicht per optischem Kabel übertragen. Viele Grüße
  • Fragenmann schrieb Uhr
    AW: Pioneer BDP-140: 3D-Blu-ray-Player im Test

    Was ist denn analoger CD-Ton?

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Pioneer BDP-140: 3D-Blu-ray-Player im Test
Pioneer BDP-140: 3D-Blu-ray-Player im Test
Der Pioneer BDP-140 bietet auf den ersten Blick einen günstigen Preis und eine eher konventionelle Optik. Wie sich der 3D-Blu-Ray-Player in der Praxis schlägt, zeigt der Testbericht.
http://www.netzwelt.de/news/90080-pioneer-bdp-140-3d-blu-ray-player-test.html
2012-01-02 16:15:27
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Pioneer BDP-140: 3D-Blu-ray-Player im Test