Über 900.000 Datensätze frei zugänglich
Anonymous: Hacker veröffentlichen Stratfor-Kundendaten
Die Hackergruppe Anonymous hat die Kundendaten der Sicherheitsberatungs-Firma Stratfor veröffentlicht. Insgesamt stellten die Aktivisten über 900.000 Datensätze ins Netz. Sie enthalten zum Teil auch Kreditkartendaten.

Bei den veröffentlichten Daten handelt es sich zum einen um die Kundendaten des Unternehmens und zum anderen um Daten von Nutzern, die sich über die Stratfor-Webseite für kostenlose Dienste des Unternehmens registriert haben. 75.000 Datensätze enthalten neben Nutzernamen, E-Mail-Adresse und Passwort auch Adress- und Kreditkartendaten der Kunden. Stratfor bedauerte via Facebook die Veröffentlichung der Daten. Das Unternehmen betonte aber, dass es nicht erneut gehackt wurde. Die nun veröffentlichten Daten wurden bereits beim ersten Angriff auf das Unternehmen zu Weihnachten erbeutet.
Hack an Weihnachten
An Weihnachten waren Hacker in die Stratfor-Server eingedrungen und hatten dort Kundendaten entwendet. Stratfor-Kunden beklagten daraufhin, dass von ihren Konten Gelder an wohltätige Organisationen gespendet wurden. Stratfor bestätigte den Hacker-Angriff und bietet Kunden mittlerweile ein kostenloses Identitäts-Sicherungsprogramm an. Ob die Hackergruppe Anonymous wirklich hinter der Aktion steckt, ist derweilen aber unklar. Im Netz tauchten ähnlich wie beim geplanten Angriff auf Facebook neben Bekennerschreiben auch Dementis im Namen der Gruppe auf. Aufgrund der dezentralen Struktur von Anonymous könnte es sich bei den Tätern auch um eine Art Splittergruppe handeln.
Die private Sicherheitsberatungsfirma Stratfor versorgt Kunden mit strategischen Berichten zur weltpolitischen Lage. Das Unternehmen wurde von Kritikern auch als "Schatten-CIA" bezeichnet. Laut Anonymous-Mitteilung gehören zu den Kunden der Firma das Militär und Regierungsorganisationen.
