Diskussionen um Internetzensur-Gesetz

SOPA: Nintendo, Electronic Arts und Sony verzichten auf Unterstützung

Ende Januar wird der Rechtsausschuss des Abgeordnetenhauses erneut zusammenkommen, um über den Stop Online Piracy Act (SOPA) zu debattieren. Der Gesetzentwurf könnte den Kritikern zufolge eine Zensur des Internets bedeuten und ist aus diesem Grunde hart umkämpft. Nun entschlossen sich Nintendo, Electronic Arts und Sony Electronics dazu, SOPA nicht mehr zu unterstützen.

Ende Januar debattiert der Rechtsausschuss des Abgeordnetenhauses erneut über SOPA. (Bild: Screenshot/Avaaz)
Ende Januar debattiert der Rechtsausschuss des Abgeordnetenhauses erneut über SOPA. (Bild: Screenshot/Avaaz)
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Über die Entscheidung der drei Unternehmen berichtet das Online-Magazin Business Insider und bezieht sich dabei auf eine aktualisierte Liste der Gesetzesunterstützer, erstellt durch das US-amerikanische Global Intellectual Property Center. Diese wurde zum ersten Mal vom Blog Joystiq im September veröffentlicht.

Im Gegensatz zur ersten Version sind nun unter anderem der japanische Spielehersteller Nintendo und Sony Electronics nicht mehr aufgeführt. Auch der Publisher Electronic Arts, der in naher Vergangenheit häufig aufgrund neuer Anti-Raubkopiermaßnahmen in die Kritik geriet, hat seine Unterstützung offenbar eingestellt. Möglicherweise reagieren die Firmen damit auf die Protestwellen aus der Internetbranche.

Protest aus der Internetbranche

Bereits seit einiger Zeit engagieren sich Branchenriesen wie Google, Facebook, Mozilla, eBay und Wikipedia gegen den Gesetzentwurf, der Urheberrechtlern weitreichende Rechte einräumen könnte gegen Webseiten vorzugehen, die mutmaßlich ihre Rechte verletzen oder lediglich Links auf entsprechende Seiten beinhalten.

Dennoch sind auch weiterhin prominente Namen auf Seiten der Unterstützer zu finden. Zu den bekanntesten gehören Fernseh- und Hörfunk-Netzwerke wie ABC und CBS genauso wie die Plattenfirmen Sony Music Entertainment und Universal Music, aber auch Kosmetik- und Pharmaunternehmen wie L'Oreal und Pfizer.

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