Kampf gegen die Botschaft

Im Kurztest: Iron Brigade

Egal, ob wüste Heavy-Metal-Revolution ("Brütal Legend"), intelligent verschachteltes Rätselstück mit Matroschka-Puppen ("Stacking") oder schauriger Kostümwechsel an Halloween ("Costume Quest") - keiner erfindet schrägere virtuelle Welten als der Design-Exzentriker Tim Schafer. Das neueste Werk seiner Double Fine Studios fällt da etwas aus der Rolle: "Iron Brigade" für die Xbox 360 ist laut Schafer ein "extrem männlicher" Vertreter des sogenannten Tower-Defense-Genres, in dem man durch das geschickte Platzieren von Verteidigungsstellungen gegnerische Angriffe abwehren muss. Männlich wohl deshalb, weil hier Offiziere in der eisernen Lunge weiter Zigarre rauchen und der Spieler mit selbst zusammengebastelten Diesel-Robotern ins Geschehen eingreifen darf...

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Im Kurztest: Iron Brigade - Das Xbox-360-Download-Game "Iron Brigade" vermengt Taktik und Action. (Bild: Double Fine Studios)
Das Xbox-360-Download-Game "Iron Brigade" vermengt Taktik und Action. (Bild: Double Fine Studios)

In "Iron Brigade" bekriegen sich zwei Wissenschaftler - einer gut, einer böse, beide genial. Ihre Mittel: Roboter. Die lassen sich zum Glück ganz leicht unterscheiden: Wenn das Ding aus einem Tunnel gekrochen kommt, nach Insekt aussieht, grell leuchtet, mehr Bildschirme besitzt als ein gut sortierter Mediamarkt und viele Freunde mitbringt, gehört's dem bösen Wissenschaftler, der eine ominöse "Botschaft" verbreiten will. Der gute setzt eher auf Klasse statt Masse: Er stellt dem Spieler klobige Kampfläufer zur Verfügung, die sich - entsprechendes Kleingeld vorausgesetzt - nach Herzenslust auf- und umrüsten lassen. Bei der Verteidigung des heimatlichen Flugzeugträgers auf Beinen (!) darf man zudem die unterschiedlichsten Geschütztürme, Störsender und Minenfelder platzieren, um die sogenannte Monovision-Armee aufzuhalten.

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