Tauchen mit Nemo, fliegen mit Peter Pan, High Five mit Goofy
Im Kurztest: Kinect Disneyland Adventures
Ein Flug nach L.A., eine Zugfahrt nach Paris, Übernachtungen im Hotel, Eintritt, überteuerte Getränke und Snacks - die Reise ins Disneyland kann zur kostspieligen Angelegenheit werden. Es geht aber auch günstiger, sofern man eine Xbox 360 besitzt: Mit "Kinect Disneyland Adventures" öffnet die Mutter aller Vergnügungsparks nun im Wohnzimmer die virtuellen Tore. Die Kleinsten dürfen darin Micky Mouse umarmen, Goofy um ein Autogramm bitten und mit Peter Pan um die Wette fliegen. Aber kann der Besuch auch spielerisch bewegen?
Das erste Kinect-Abenteuer aus der Spielesparte des Mäusereichs entführt in einen virtuellen Nachbau des kleineren, aber älteren Disneylands. Das wurde von Firmengründer Walt Disney 1955 als erster Freizeitpark der Welt präsentiert, der nicht wie eine Kirmes nur saisonal, sondern 365 Tage im Jahr geöffnet hat.
Was auf den ersten Blick wie ein interaktives Disneyland-Werbevideo wirkt, erweist sich für jüngere Spieler als kunterbunte Entdeckungsreise durch die unterschiedlichen Gebiete des Themenparks. Dabei können sie mit einem Fotoapparat Erinnerungsfotos schießen, für über 40 Trickfilm-Promis wie Micky, Donald oder Buzz Lightyear Dutzende kleinere Aufgaben erledigen oder allerlei Attraktionen und Fahrgeschäfte besuchen. Mal düst man an Bord eines Minenkarren über verzwirbelte Achterbahn-Parcours, dann wiederum weicht man an der Seite von Peter Pan dem Beschuss durch Hooks vertrottelte Piraten aus, indem man mit den Armen rudert und sich nach links und rechts neigt. Wer will, kann im Fastpass-Modus auch direkt die Minispiele und Attraktionen auswählen.
Die bonbonfarbene Inszenierung des künstlichen Wunderlands mag Geschmackssache sein, die technische Umsetzung hätte jedoch noch etwas Feinschliff benötigt. Weil nicht nur die Bewegungen des kindlichen Konterfeis, sondern auch alle anderen Interaktionen und Menü-Befehle mit Kinect gesteuert werden, kollidieren viele Eingaben miteinander oder werden von der Software schlicht falsch interpretiert. So kann es leicht vorkommen, dass der schlaksige Goofy die Bitte nach einem High-Five zunächst mit einer Tanzeinlage quittiert, um den Spieler kurz darauf in einer Autogramm-Endlosschleife gefangen zu nehmen.
Auch die Begrüßung der Disney-Figuren ist längst nicht so einfach wie propagiert: Weil man mit der rechten Hand die Figur durch den Park lotst, zugleich aber auch die Kommunikation mit Micky, Donald & Co. durch das bekannte Kinect-Winken einleitet, kannibalisieren sich beide Befehle, sodass die eigene Figur am Ende gar nicht mehr weiß, was sie tun soll.
Im Kurztest: Kinect Disneyland Adventures
"Kinect Disneyland Adventures" verfrachtet junge Xbox-360-Spieler in einen virtuellen Nachbau des weltberühmten Vergnügungsparks. (Bild: Microsoft)
Mit entsprechenden Gesten lassen sich Disney-Promis wie Micky, Goofy oder Schneewittchen auch umarmen. (Bild: Microsoft)
"Kinect Disneyland Adventures" bietet zahlreiche Attraktionen und über 40 Minispiele. (Bild: Microsoft)
Der Besuch im virtuellen Disneyland kann deshalb für Kinder schnell zum Frusterlebnis werden, was angesichts der liebevoll nachgebauten Kulissen und der zahlreichen Minispiele ziemlich schade ist.
Datenblatt
| Kinect Disneyland Adventures | |
| Spielname | Kinect Disneyland Adventures |
| Hersteller | Frontier |
| Vertrieb | Microsoft |
| Genre | Geschicklichkeit |
| Erhältlich ab | 02.12.2011 |
| Preis | ca. 50 Euro |
| EAN Code | 0885370317220 |
| Schwierigkeit | Für Einsteiger |
| Alter | ab 6 Jahren |
| Multiplayer | 1-2 |
| Sonstiges | |
| Bewertung Grafik | gut |
| Bewertung Steuerung | ausreichend |
| Bewertung Sound | gut |
| Bewertung Spielspass | ausreichend |
| Bewertung Gesamt | befriedigend |
| System | Xbox 360 |
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Kann den Kurztest nur bestätigen, meine vier Jungs von 5-8 haben schon nach kurzer Zeit, keine Lust mehr gehabt. Steuerung ungenügend, das Lobe ich mir Adventures, das Spielen Sie heute noch gerne.