Mario, der Turbokapitalist
Im Kurztest: Straßen des Glücks
Turbokapitalismus à la Nintendo: In der nur oberflächlich niedlichen Wii-rtschaftssimulation "Straßen des Glücks" jagen die Mitglieder der Mario-Clique und ein paar Gaststars aus Square-Enix "Dragon Quest"-Saga über riesige, vielfach verzweigte Spielfelder - und haben doch nur ein Ziel: So schnell wie möglich reich werden! Die Mittel dazu gleichen denen moderner Banker: Immobilienkäufe, Investitionen, Mieterhöhungen, spekulative Aktiengeschäfte, Dividendenausschüttungen und ein bisschen Würfelglück.
"Straßen des Glücks" ist der erste Ableger der in Japan äußerst populären "Itadaki Street"-Reihe, der es in den europäischen Handel geschafft hat. Der Vergleich mit dem Klassiker "Monopoly" liegt nahe. Allerdings ist das Geschehen deutlich komplexer - sofern man sich anfangs gegen das einfachere Regelwerk entschieden hat.
Das vorweg: Der Weg zum virtuellen Vermögen ist lang und führt über zahlreiche Spielbretter, die sich optisch an beliebten "Super Mario"- und "Dragon Quest"-Szenarien orientieren. Bis zu vier Teilnehmer ziehen los, kaufen mit ihrem Startkapital erste Läden und sammeln bunte Symbole ein, die sich in der Bank gegen eine Finanzspritze eintauschen lassen. So weit, so "Monopoly". Das Geld kann jedoch nicht nur in den Ausbau der eigenen Geschäfte gesteckt werden, um den unfreiwilligen Besuch eines anderen Mitspielers zum teuren Vergnügen werden zu lassen. Auch der Handel mit Aktien von einzelnen Bezirken lohnt sich. Je mehr in die Läden eines Viertels investiert wird, desto attraktiver wird die Gegend. Damit steigt wiederum der Wert der Papiere. Und auch von der regelmäßig ausgeschütteten Dividende lässt es sich gut leben. Im Gegenzug korrigieren Aktienverkäufe den Kurs wieder nach unten.
Die Möglichkeiten und Taktiken, die sich daraus ergeben, sind beachtlich - und werden durch zahlreiche Sonderfelder und Zufallsereignisse weiter angereichert. Sobald man ein vorgegebenes Kapital angehäuft hat, sollte man schleunigst zurück zur Bank. Geht zuvor jemand pleite, gewinnt derjenige mit den meisten Vermögenswerten.
Video: Straßen des Glücks
Grafisch sollte man jedoch nicht allzu viel erwarten: "Straßen des Glücks" besitzt den Charme einer kunterbunten Excel-Tabelle und ist mitunter grob pixelig. Und weil sich manche Abläufe nicht beschleunigen lassen, wird das Ganze zum Geduldsspiel - vor allem im Online-Mehrspielermodus.
Im Kurztest: Straßen des Glücks
Das Ziel von "Straßen des Glücks" ist klar: "Sacke so viel Kohle wie möglich ein!" (Bild: Nintendo)
Zu den üblichen Nintendo-Verdächtigen gesellen sich auch noch ein paar Figuren aus Square-Enix' "Dragon Quest"-Reihe. (Bild: Nintendo)
Läden kaufen, investieren, mit Aktien handeln - hinter der bunten Fassade von "Straßen des Glücks" verbirgt sich eine Art "Monopoly" für Fortgeschrittene. (Bild: Nintendo)
Die Spielbretter in "Straßen des Glücks" orientieren sich an populären Szenarien aus "Mario"- und "Dragon Quest"-Ablegern. (Bild: Nintendo)
Fazit: Wer "Monopoly" mag, findet in "Straßen des Glücks" eine echte virtuelle Alternative mit mehr Tiefgang. Ein echtes Partyspiel mit Gute-Laune-Garantie ist das ständige Immobilien- und Aktiengeschachere jedoch nicht.
Datenblatt
| Straßen des Glücks | |
| Spielname | Straßen des Glücks |
| Hersteller | Armor Project |
| Vertrieb | Nintendo |
| Genre | Management |
| Erhältlich ab | 23.12.2011 |
| Preis | ca. 50 Euro |
| EAN Code | 0045496401016 |
| Schwierigkeit | Für Einsteiger und Fortgeschrittene |
| Alter | ab 0 Jahren |
| Multiplayer | 2-4 |
| Sonstiges | |
| Bewertung Grafik | befriedigend |
| Bewertung Steuerung | gut |
| Bewertung Sound | befriedigend |
| Bewertung Spielspass | befriedigend |
| Bewertung Gesamt | befriedigend |
| System | Wii |
Nachricht bereitgestellt von teleschau - der mediendienst
