Surfsticks: Probleme und Lösungen für Mac OS X 10.7
Branchengrößen schweigen
O2 gibt sich zugeknöpft, was eine Aktualisierung der Software betrifft. Bei der Konkurrenz sieht es aber auch nicht besser aus: Das Programm E-Plus Online Connect ist zwar schon für Windows 7 erhältlich, unterstützt offiziell aber noch nicht einmal Mac OS X 10.6, geschweige denn Lion. Im Test quittierte der Setup-Assistent die Installation mit einer Fehlermeldung. Selbst die beiden Branchengrößen Telekom und Vodafone kommen noch nicht perfekt mit Lion zurecht: Das aktuelle Vodafone Mobile Connect Dashboard für Mac OS X (Version R4.07.00.00) konnte zwar installiert werden, die Verbindung brach mit mehreren Surfsticks aber häufiger als üblich ab. Auf einem Testsystem mit Mac OS X Snow Leopard sorgte das Dashboard außerdem für ein nicht mehr bootendes System. Die Telekom unterstützt Lion noch auf keinem ihrer Surfsticks offiziell.
Lösung durch Treiber
Grundsätzlich gilt, dass Nutzer davon Abstand nehmen sollten, eine auf dem Stick mitgelieferte Anwendung zu installieren, wenn diese nicht offiziell für Mac OS X Lion ausgewiesen wurde - in der Regel findet sich ein entsprechender Hinweis auf der Verpackung. Sollte das nicht der Fall sein, bringt vielleicht die manuelle Installation der Mac-Treiber die Lösung: Zwar bietet ZTE auf seiner offiziellen Website keinen Download-Bereich mit entsprechendem Inhalt an, wohl aber Huawei. Der chinesische Hersteller stellt ein Treiberpaket bereit, das für Mac OS X 10.6 entwickelt wurde und offiziell auch auf Lion läuft. Damit wurde ein Huawei E173-Stick auf einem Lion-System problemlos erkannt und als neuer Netzwerk-Anschluss hinzugefügt. Die Einwahl ins Internet kann dann ohne Zugangssoftware mit der entsprechenden APN des Netzbetreiber erfolgen.
Launch2Net einsetzen
Wer unbedingt eine Zugangssoftware einsetzen möchte, kann "Mobile Partner" von Huawei verwenden: Das Programm ist kostenlos, besitzt alle wichtigen Funktionen, auch für SMS-Versand, und unterstützt offiziell Mac OS X 10.7. Allerdings steht es derzeit nur auf Englisch zur Verfügung. Wer unbedingt eine deutschsprachige Software verwenden möchte, sollte einen Blick auf das Programm "Launch2Net" von Nova Media werden: Es dient unter anderem Telekom und Vodafone als Grundlage für ihre eigenen Anwendungen und unterstützt schon seit Juli 2011 Lion. Launch2Net kommt nicht nur mit Huawei-Surfsticks zurecht, sondern auch mit Geräten von ZTE, Option und anderen Herstellern. Dafür ist Launch2Net kostenpflichtig.

Weitere Alternativen
Ausländische Netzbetreiber haben erkannt, dass auch Mac-Anwender eine wichtige Zielgruppe sind und auf das neue Betriebssystem Lion schneller reagiert. Teilweise gibt es die Möglichkeit, zum Beispiel die Software der US-Netzbetreiber zu verwenden, wenn ein Surfstick dauerhaft Probleme machen sollte. Ansonsten sind die Geräte mittlerweile so billig, dass man für unter 50 Euro seinen alten Stick durch ein neues Modell problemlos ersetzen kann, das dann unter Umständen etwas besser mit Mac OS X 10.7 harmoniert.
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Wie geht's weiter? Zu diesem Thema haben wir eine redaktionelle Übersicht erstellt. Sie finden das Special zu Mac OS X hier.
