Einigung mit YouTube?

GEMA: Neuer Tarif für kostenlose Streamingdienste (Update)

Die Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Verfielfältigungsrechte (GEMA) hat einen neuen Music-On-Demand-Tarif veröffentlicht. Diese Regelung soll die Vergütung der Musiknutzung bei kostenlosen Streamingdiensten klären. Noch ist unklar, ob auch YouTube von dem Tarif betroffen ist. Update: GEMA nimmt Stellung zum Fall YouTube.

Die GEMA hat einen neuen Tarif für kostenlose Streamingdienste veröffentlicht. (Bild: Screenshot/GEMA)
Die GEMA hat einen neuen Tarif für kostenlose Streamingdienste veröffentlicht. (Bild: Screenshot/GEMA)

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Abgestuftes Tarifmodell
  2. 2Einigung mit YouTube?
  3. 3Update von 12 Uhr: Einigung mit YouTube steht noch aus

Das Update von 12 Uhr finden Sie am Ende des Artikels.

In der offiziellen Pressemitteilung der GEMA ist zu lesen, dass der Tarif sich an Anbieter von rein werbefinanzierten und für den Endnutzer kostenlose Music-on-Demand-Plattformen richtet. Entsprechende Anbieter sollen 10,25 Prozent der Einnahmen durch die Musiknutzung an die GEMA abtreten, damit diese die Gelder auf die entsprechenden Rechteinhaber verteilen kann.

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Abgestuftes Tarifmodell

Im Tarifmodell ist zusätzlich eine abgestufte Mindestvergütung enthalten von 0,6 Cent pro Stream bei Angeboten, die viele Interaktionsmöglihckeiten bereitstellen, sowie 0,31 und 0,025 Cent pro Stream wenn der Stream nur einen Funktionsumfang von Play und Pause besitzt. 

Die Verwertungsgesellschaft wertet das Angebot als "großen Schritt auf die Anbieter von unentgeltlich angebotenen Streamingdiensten". Im Gegensatz zum erst kürzlich veröffentlichten Tarif für kostenpflichtige Streamingdienste - wodurch Apples iTunes Match auch in Deutschland möglich wurde - bezog die GEMA den Branchenverband BITKOM diesmal nicht in die Verhandlungen mit ein.

Einigung mit YouTube?

Die neuen Tarife orientieren sich den Angaben der GEMA zufolge allerdings an der Einigung mit dem Verband. Die Verwertungsgesellschaft soll bereits mit einigen Online-Anbietern in Verhandlung über Einzelvertragsabschlüsse stehen. Erste Ergebnisse erwartet die Verwertungsgesellschaft im Januar 2012. Ob auch mit Googles Videoportal YouTube, mit dem die GEMA bereits seit langer Zeit Verhandlungen führt, eine Einigung erzielt wurde ist derzeit unklar.

Update von 12 Uhr: Einigung mit YouTube steht noch aus

Auf Anfrage von netzwelt gab die GEMA an, dass auch Googles Videoportal YouTube von dem neuen Tarif betroffen ist. Die Verhandlungen zwischen den beiden Parteien liegen jedoch weiterhin auf Eis, wie GEMA-Sprecher Franco Wather bestätigte. Ein Verhandlungstermin vor dem Landgericht Hamburg wurde von seiten YouTubes vom 22. Dezember diesen Jahres auf den 16. Februar 2012 verschoben. 

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Hoffentlich wird es langsam klar, dass Youtube über die Jahre hinweg blockiert, Verhandlungen behindert und falsche Propaganda zu Lasten der Urheber betrieben hat.

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