Erste Hilfe für junge Familien

"Unser Baby": Neue App aus dem Familienministerium

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) informiert Bürger ab sofort nicht mehr über Online-Portale, sondern auch in Form spezieller Apps. "Erste Schritte - Unser Baby" ist zwar derzeit nur für Apples iOS verfügbar, dafür aber durchdacht, optisch ansprechend und leicht zu bedienen.

Das BMFSFJ bietet erstmals eine App für mobile Endgeräte an. (Bild: iTunes)
Das BMFSFJ bietet erstmals eine App für mobile Endgeräte an. (Bild: iTunes)

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Nicht für Android
  2. 2Schritt für Schritt
  3. 3Fazit
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Kristina Schröder ist seit Herbst 2009 Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend - und gilt als besonders IT-affin, was nicht auf alle ihre Kollegen zutrifft. So twittert die Ministerin zum Beispiel fleißig und hat die Internetpräsenz ihres Ministeriums nach dem Amtswechsel erneuern und ausbauen lassen.

Nicht für Android

So finden sich dort für jede Altersgruppe interessante Informationen - und offenbar liegen der jungen Ministerin besonders Familien am Herzen: Ihre Behörde hat die etwas verstreuten Informationen für werdende Eltern in einer neuen App gebündelt, die auf den sperrigen Namen "Erste Schritte - Unser Baby" hört und prominent auf der Startseite des Ministeriums beworben wird. Die App präsentiert sich als "mobiler Ratgeber für Väter und Mütter", steht allerdings nicht jedem Nutzer offen: Derzeit gibt es das Programm nur für Apple iOS, Android und andere wichtige Plattformen gehen leer aus. Auch auf Anfrage wollte sich das BMFSFJ nicht dazu äußern, warum gerade iOS als Zielplattform gewählt wurde und wann weitere Apps erscheinen. Entwickelt wurde die App nicht vom Ministerium selbst, sondern von einer Wiesbadener Kommunikationsagentur.

Schritt für Schritt

Immerhin gibt es an der App selbst nur wenig auszusetzen: Sie ist mit knapp über 20 Megabyte zwar größer als das Download-Limit für mobile Netzwerke, kann aber trotzdem noch relativ schnell geladen werden. Ferner wurde die App in eine iPhone- und iPad-Version unterteilt, sodass die sogenannte HD-Fassung den größeren Bildschirm des Apple-Tablet optimal ausnutzen kann, ohne die Handy-Version zu überfrachten. Eltern können in der App nicht nur Name, Geschlecht und das Geburtsdatum ihres Kindes erfassen, sondern auch Schritt für Schritt durch die wichtigsten Themen hangeln, die es bei der Vorbereitung auf die Geburt zu beachten gilt. Ein Stichwortverzeichnis sorgt dafür, dass Eltern zum Beispiel gezielt Informationen zum Thema Zahnen finden können. Im Notfall hilft die Ersthelfer-Funktion der App, zum Beispiel den Giftnotruf zu erreichen.

Das BMFSFJ hat die App sowohl auf iPhone als auch das iPad optimiert. (Bild: iTunes)
Das BMFSFJ hat die App sowohl auf iPhone als auch das iPad optimiert. (Bild: iTunes)

Fazit

Die Idee, mit Hilfe einer App Eltern schnell und umfassend zu informieren, ist löblich - allerdings gibt es im App Store bereits vergleichbare Angebote, denen das Ministerium mit seiner kostenlosen App direkt Konkurrenz macht. Außerdem ist es schade, dass die App bisher nur für Apples iOS erhältlich ist.

Weitere Informationen

Wie geht's weiter? Zu diesem Thema haben wir folgende redaktionelle Übersichten erstellt: App und Apple iOS.

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Beiträgeinsgesamt 1 Beitrag

In Frau Schröders Kreisen geht man sicher davon aus, dass man sich vor der Anschaffung eines Kindes zuerst ein iPhone beschafft, damit man solche interaktiven Werbebroschüren lesen kann. Oder wie sonst ist das zu...

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