Der virtuelle Winter wird trübe

Im Kurztest: Winter Sports 2012 - Feel The Spirit

Zweiklassengesellschaft im virtuellen Winter: Konsolenbesitzer vergnügen sich seit Kurzem mit den "Eurosport Winter Stars", versuchen sich an elf abwechslungsreichen Disziplinen und einer echten Karriere - und das auf Wunsch auch unter Zurhilfenahme der Bewegungssteuerungen Move (PS3) und Kinect (Xbox 360). PC-Spieler müssen dagegen aufgrund mangelnder Alternativen mit dem geist- und lieblos zusammengeschusterten "Winter Sports 2012 - Feel The Spirit" vorliebnehmen.

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Winter Sports 2012 ? Feel the Spirit - Release Trailer: Mit Winter Sports 2012 erhalten Spieler mit Nintendo Wii oder 3DS einen Winter-Sport-Titel für ihre jeweilige Konsole. Veröffentlicht wurde der Trailer zum Release von Winter Sports 2012 - Feel the Spirit. Zum Video: Winter Sports 2012 ? Feel the Spirit - Release Trailer

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"Winter Sports 2012" trägt zwar wie seine Vorgänger das Label "RTL Games" auf dem Cover, stammt aber vom Entwickler Independent Arts, der bislang allenfalls durch Merchandising-Machwerke wie "Germany's next Topmodel 2011" auf sich aufmerksam machte. Das "Winter Sports"-Stammteam 49Games arbeitete dagegen an "Eurosport Winter Stars" - und der Qualitätsunterschied ist deutlich spürbar.

Zehn Disziplinen bietet "Winter Sports 2012" - eigentlich genug möchte man meinen. Doch Ski Alpin Abfahrt, Super-G und Riesenslalom unterscheiden sich nur beim Abstand der Tore. Hinzu kommt der Wettbewerbsneuling Ski Cross, bei dem man zusammen mit drei Konkurrenten eine mit Sprüngen gespickte Piste hinabjagt - und dabei Zeuge klobiger Animationen und eines sehr seltsamen Kollisionsverhaltens wird. Letzteres kommt auch in der Exotendisziplin Ice Speedway zum Tragen. Wer mit seinem Motorrad auch nur in die Nähe der Bande oder eines Konkurrenten kommt, stürzt - und sieht das restliche Teilnehmerfeld vorbeiziehen. Beim Short Track Eisschnelllaufen zeigen Rempeleien und Bandenkontakt deutlich weniger Auswirkungen. Der Trickwettbewerb Snowboard Freestyle sowie die Klassiker Curling und Skispringen bringen zumindest ein wenig Abwechslung in den lieblos gestalteten Wettkampfalltag, wurden mitunter aber seltsam umgesetzt. So landet man beim Skispringen regelmäßig und ohne großes Zutun jenseits des kritischen Punkts im Flachen.

Allen Disziplinen gemein ist die einerseits unterkühlte Präsentation, anderseits die ebenso simple wie grandios umständliche Tastatursteuerung. Die klassischen Pfeiltasten kommen nicht zum Einsatz. Stattdessen wird mit A und D die Richtung vorgegeben, mit H beschleunigt, mit J der Turbo gezündet und mit G gebremst oder in die Kurve gelegt. Feinfühlige Manöver? Echte Kontrolle? Nicht in "Winter Sports 2012".

Hat man trotz aller Widrigkeiten die wenigen Cups alleine oder mit drei Kumpels an einem PC gemeistert, warten noch 30 besondere Herausforderungen auf leidensfähige Wintersportler. Dabei müssen fehlerfreie Abfahrtsläufe oder punktgenaue Landungen beim Skispringen gemeistert werden, um ein paar neue Outfits für den Charaktereditor freizuschalten.

Im Kurztest: Winter Sports 2012 - Feel The Spirit

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Fazit: Konsolensportler kommen wesentlich besser durch den virtuellen Winter. "Eurosport Winter Stars" ist "Winter Sports 2012 - Feel The Spirit" in nahezu allen Belangen überlegen - ist am Ende aber auch nur besserer Durchschnitt. Der virtuelle Winter wird trübe ...

Datenblatt

Winter Sports 2012 - Feel The Spirit
SpielnameWinter Sports 2012 - Feel The Spirit
HerstellerIndependent Arts
Vertriebdtp
GenreSport
Erhältlich ab06.12.2011
Preisca. 30 Euro
EAN Code4017244028581
SchwierigkeitFür Einsteiger und Fortgeschrittene
Alterab 0 Jahren
Multiplayer2-4
Sonstiges 
Bewertung Grafikbefriedigend
Bewertung Steuerungausreichend
Bewertung Soundbefriedigend
Bewertung Spielspassausreichend
Bewertung Gesamtausreichend
SystemPC
System3DS
SystemWii

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