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Einführung: Das persönliche Facebook mit Yammer erstellen
Yammer für kleine Arbeitsgruppen

von Markus Franz Uhr veröffentlicht

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Facebook, Twitter und Co. sind für private Inhalte kein guter Platz. Wer sein eigenes kleines Netzwerk erstellen will, um zum Beispiel eine Arbeitsgruppe zu unterstützen, sollte sich stattdessen bei Yammer anmelden.

Yammer bietet ein kostenloses Soziales Netzwerk, das vollkommen privat sein kann. (Quelle: Screenshot)

Facebook und Twitter dominieren das Internet immer mehr - und doch sind beide Sozialen Netzwerke nicht dafür geeignet, an sensiblen Projekten zu arbeiten, die nicht öffentlich besprochen werden sollen. Genau um diese Aufgabe kümmert sich stattdessen Yammer, mit dem jeder sein eigenes Netzwerk aufbauen kann.

Nachdem ein großer Teil der Netzgemeinde sich längst mit Sozialen Netzwerke angefreundet hat, halten sie auch in immer mehr Unternehmen Einzug. Selbst kleinen Firmen bieten sich interessante Möglichkeiten, um mit Hilfe von Profilen, Gruppen und Co. viel schneller zu kommunizieren und produktiver zu arbeiten.

Soziales Netzwerk

Allerdings sind Facebook, Twitter und Co. dazu nicht die richtige Plattformen: Zwar lassen sich auch hier private Inhalte teilen, jedoch ist der Schutz privater Daten mit einem relativ großen Aufwand verbunden. Aufgrund dieser Tatsache wurde Yammer entwickelt, das sich selbst als "Enterprise Social Network" bezeichnet - aber längst nicht nur für Unternehmen, sondern zum Beispiel auch für Arbeitsgruppen aus Studenten oder einfach die Familie geeignet ist. Denkbar sind viele Szenarien - und deshalb ist es sehr erfreulich, dass Yammer zumindest in der Basis-Variante kostenlos ist. Das Business-Paket für fünf US-Dollar monatlich je Benutzer ist nur dann sinnvoll, wenn ausgefeilte Sicherheits- und Verwaltungsfunktionen benötigt werden sollten.

Neues Basiskonto

Nutzer aus Deutschland, die Yammer testen wollen, müssen sich vorerst noch mit einer englischsprachigen Oberfläche zufrieden geben: Zwar hat der Betreiber angekündigt, das Netzwerk in mehr Sprachen zu übersetzen, bisher aber noch keine Ergebnisse geliefert. Immerhin macht Yammer neuen Nutzern die Erstellung eines neuen Basiskontos ganz einfach: Sie müssen lediglich auf der Startseite ihre E-Mail-Adresse eingeben und den zugesendeten Link anklicken. (Yammer verknüpft das neu erstelle private Netzwerk automatisch mit der Domain, unter der die E-Mail-Adresse geführt wird - daher ist es ideal, wenn Nutzer eine eigene Domain besitzen.) Im Zuge der Anwendung werden Nutzer noch nach ihren eigenen Profildaten gefragt.

Die Anmeldung bei Yammer ist direkt über die Startseite möglich. (Quelle: Screenshot)

Einladung senden

Im zweiten Schritt der Anmeldung erweist sich Yammer als unflexibel: Nutzer können zwar Personen direkt in ihr privates Netzwerk einladen, indem sie deren E-Mail-Adresse eingeben - allerdings müssen diese unter der gleichen Domain geführt werden, wie der Besitzer des Netzwerks. Diese Beschränkung kann auch später nicht umgangen werden, so dass allen Anwendern ohne eigene Domain nur die Nutzung eines einzigen Freemail-Anbieters übrig bleibt. Immerhin kann Yammer neue Nutzer später auch an Hand des Adressbuchs einladen: Entweder wird dazu eine Datei mit Visitenkarten hochgeladen oder es erfolgt der direkte Zugriff auf Hotmail, Google Mail, Yahoo Mail oder Plaxo - dazu müssen Nutzer allerdings ihr Passwort preisgeben.

Funktionsumfang

Sehr praktisch ist dafür die Gruppenfunktion: Yammer ermöglicht es, dass sich die Mitglieder privater Netzwerke in Gruppen austauschen, die einer bestimmten Abteilung oder Thema zugeordnet sind. Mit dieser Art der Kommunikation sind die meisten Nutzer sicher schon von Facebook und Co. vertraut - und auch die restlichen Funktionen ähneln dem großen Vorbild sehr: So bietet Yammer eine Oberfläche, die genauso gegliedert ist, wie die blauen Seiten. Nutzer besitzen ein Profil, in dem sie nicht nur Text, sondern auch Bilder und andere multimediale Inhalte posten können, die andere Mitglieder dann wiederum kommentieren. Um Twitter zu ersetzen, ist sogar eine Microblog-Funktion integriert, die jeden Instant Messenger ersetzen kann.

Desktop und Apps

Soziale Netzwerke leben davon, dass sie nicht nur über den Browser erreichbar sind, sondern fast mit jedem Endgerät flexibel genutzt werden können. Natürlich möchte auch Yammer nicht hinter den Handy- und Desktop-Apps zurückstehen, die Facebook und Twitter anbieten: So bietet der Betreiber eine Anwendung an, die auf der Adobe AIR-Technologie basiert und so auf allen großen Betriebssystemen weitgehend identisch aussieht. Auch für Android, iOS, BlackBerry und selbst Windows Phone existieren Yammer-Apps. Außerdem gibt es die Möglichkeit, Yammer in Verbindung mit Microsoft SharePoint, Salesforce, Google Reader und zahlreichen anderen Diensten zu nutzen. Yammer selbst kann auch als Plattform für Anwendungen dienen.

Yammer kann auch mit einer Desktop- und Handy-App genutzt werden. (Quelle: iTunes)

Fazit

Nutzer, die mit einem begrenzten Personenkreis an einem Projekt arbeiten möchten, sollten sich Yammer in jedem Fall ansehen: Die kostenlose Variante genügt für die meisten Nutzer, sodass sie sich keine Gedanken um ausufernde Gebühren machen müssen. Trotzdem stehen selbst in der Basis-Variante alle Funktionen zur Verfügung, die für effizientes Arbeiten nötig sind. Nur die Einschränkung auf eine Domain ist störend.

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Einführung: Das persönliche Facebook mit Yammer erstellen
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Yammer-Anleitung
http://www.netzwelt.de/news/89981-einfuehrung-persoenliche-facebook-yammer-erstellen.html
2011-12-19 16:34:16
http://img.netzwelt.de/dw120_dh90_sw0_sh0_sx0_sy0_sr4x3_nu0/article/2011/yammer-bietet-kostenloses-soziales-netzwerk-vollkommen-privat--bild-screenshot10654.jpg
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