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Citavi Free: Literatur und Quellen im Browser sammeln
Quellenverwaltung mit Browser-Integration

von Markus Franz Uhr veröffentlicht

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Wer eine wissenschaftliche Arbeit für Schule oder Studium anfertigen muss, sollte seine Quellen präzise sortieren und verwalten. Das Programm Citavi ist dafür ideal, zumal es für kleine Projekte sogar kostenlos ist.

Citavi ist perfekt für die Quellenverwaltung geeignet. (Quelle: Citavi-Website)

Dieses Programm hätte sogar Freiherr zu Guttenberg geholfen: Citavi ist eine praktische Literatur- und Quellen-Verwaltung, die für korrektes wissenschaftliches Arbeiten entwickelt wurde. Die Anwendung integriert sich in den Browser, arbeitet problemlos mit Microsoft Word zusammen - und Citavi Free ist sogar kostenlos.

Das Jahr 2011 wird wohl auch deshalb in Erinnerung bleiben, weil neben Freiherr zu Guttenberg auch andere Politiker über ihre Doktorarbeit gestolpert sind. An der Misere war meistens der fehlerhafte Umgang mit Quellen Schuld - dabei ist das so einfach, sofern man sich bei der Arbeit vom PC unterstützten lässt.

Citavi-Produkte

Es gibt dutzende Programme, mit deren Unterstützung Anwender selbst hunderte Quellen effizient verwalten können: Neben EndNote ist Citavi eine der besten Lösungen für diese Aufgabe, das seinen Ursprung an der Universität Düsseldorf hat und mittlerweile von einer Schweizer Firma weiterentwickelt wird. Das Programm ist in mehreren Versionen erhältlich: Das Spitzenprodukt nennt sich Citavi Team, kostet knapp 120 Euro und ermöglicht die Zusammenarbeit mehrerer Nutzer. Die Pro-Version ist ähnlich ausgerichtet, aber nicht so stark bei der Verwendung in Gruppen. Für die meisten Nutzer genügt ohnehin Citavi Free, das komplett kostenlos ist und bis zu 100 Titel je Projekt verwalten kann. Es unterstützt Windows XP, Vista sowie Windows 7.

Citavi kann mit allen wichtigen Dateitypen umgehen, u.a. auch dem EndNote-Format. (Quelle: Screenshot)

Projekt erstellen

Die aktuelle Version 3.1 ist mit über 60 Megabyte kein Leichtgewicht, bietet aber einen enormen Vorteil: Sollte nach der Installation von Citavi Free eine Funktion der kostenpflichtigen Versionen benötigt werden, kann der Nutzer diese direkt in Citavi Free mit seiner Lizenznummer freischalten. Damit sparen sich Nutzer die erneute Installation der Anwendung. Beim ersten Start überrascht Citavi mit einer Projektverwaltung, die andere kostenlose Quellenverwaltungen nicht bieten - aber sich als überaus praktisch erweist, wenn Studenten zum Beispiel mehrere Seminararbeiten gleichzeitig schreiben müssen. Der Anwender sollte für jedes Team- und Einzelprojekt einen möglichst eindeutigen Namen vergeben, um es schnell wieder zu erkennen.

Citavi Free 3 legt neue Projekte normalerweise im Standard-Verzeichnis ab, sie können aber auch auf einem USB-Stick gespeichert werden. Außerdem kann Citavi bestehende Projekte anderer Anwendungen importieren: Neben EndNote unterstützt die Software auch das BibTeX-, OVID- und RIS-Format. Damit ist sichergestellt, dass selbst umfangreiche Literatur- und Quellen-Sammlungen nicht neu erfasst werden müssen, wenn der Nutzer auf Citavi umsteigen. (Der Export eines Citavi-Projekts in ein anderes Format bleibt allerdings der Pro- und Team-Version vorbehalten.) Enorm praktisch ist die Funktion zum automatischen Speichern: Citavi sichert jede Änderung an einem Projekt automatisch, ohne dass der Nutzer manuell eingreifen muss.

Literatur und Links

Damit ist sichergestellt, dass Quellen selbst dann nicht verloren gehen, wenn der PC abstürzen sollte. Apropos Quellen: Nach dem Öffnen eines Projekts kann der Nutzer sofort damit beginnen, Literatur zu sammeln. Dies geschieht im entsprechenden Programmteil durch Klicken des grünen Plus-Symbols, woraufhin der Typ des neuen Objekts abgefragt wird: Hochschulschriften, Tagungsbänder, geographische Karten, Zeitungsartikel, Manuskripte, Radio- und TV-Sendungen und dutzende andere Inhalte lassen sich mit Hilfe der Vorlagen einpflegen. Falls der Nutzer die ISBN eines Werks kennt und eine aktive Internetverbindung besitzt, kann er die nötigen Daten automatisch eintragen lassen. DOI- und PubMed-Adressen funktionieren genauso.

Auf Wunsch lädt Citavi automatisch Daten über ein Werk an Hand seiner ISBN. (Quelle: Screenshot)

Bei der Recherche im Netz erweist sich der Citavi Picker als nützliches Hilfsmittel, da er sich direkt in Mozilla Firefox und Internet Explorer einbindet. Nutzer können eine beliebige Webseite mit einem Klick in Citavi aufnehmen - und automatisch eine Kopie als PDF-Datei anhängen, falls die gewählte Seite wieder offline gehen sollte. Auf Wunsch kann sogar ein Screenshot der Webseite als Covergrafik genutzt werden. Neben Literatur kann Citavi Free auch Aufgaben und Wissen verwalten: Letzterer Programmteil gibt Nutzern Platz, um Ideen und Gedanken zu ihrem Projektthema oder einer bestimmten Quelle festzuhalten. Ähnlich funktionieren Aufgaben, mit denen sich zum Beispiel sichern lässt, dass irgendein Werk noch gelesen werden muss.

Fazit

Sofern Nutzer zu jeder Quelle eine Kategorie definieren, kann das Programm sogar bei der Gliederung einer wissenschaftlichen Arbeit helfen. Citavi erweist sich selbst in der kostenlosen Version als hilfreiches Werkzeug, das kommerziellen Programmen das Wasser reichen kann. Besonders der Citavi Picker gefällt.

Auch interessant: E-Learning: Nützliche Tools für Schule, Arbeit und Universität.

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Wer eine wissenschaftliche Arbeit für Schule oder Studium anfertigen muss, sollte seine Quellen präzise sortieren und verwalten. Das Programm Citavi ist dafür ideal, zumal es für kleine Projekte sogar kostenlos ist.

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Citavi Free: Literatur und Quellen im Browser sammeln
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Wer eine wissenschaftliche Arbeit für Schule oder Studium anfertigen muss, sollte seine Quellen präzise sortieren und verwalten. Das Programm Citavi ist dafür ideal, zumal es für kleine Projekte sogar kostenlos ist.
http://www.netzwelt.de/news/89979-citavi-free-literatur-quellen-browser-sammeln.html
2011-12-19 11:25:31
http://img.netzwelt.de/dw120_dh90_sw0_sh0_sx0_sy0_sr4x3_nu0/article/2011/citavi-perfekt-quellenverwaltung-geeignet-bild-citavi-website10644.jpg
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