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Russische Marsmond-Mission: Neuer Zeitraum für den Absturz der Sonde Informationen von Roskosmos

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Die russische Raumfahrtagentur Roskosmos gibt neue Berechnungen und weitere Details zum Absturz der Sonde Phobos Grunt bekannt. Sie wird demnach Mitte Januar auf die Erde stürzen.

Die russische Raumfahrtagentur Roskosmos gibt einen neuen Zeitraum zum Absturz der Raumsonde Phobos Grunt bekannt. Neuen Berechnungen zufolge stürzt die kaputte Sonde, die eigentlich zum Marsmond Phobos fliegen sollte, Mitte Januar auf die Erde.

Die russische Raumsonde Phobos Grunt wird im Januar auf die Erde stürzen. (Quelle: Lavochkin Association/ESA)

Laut Roskosmos stürzt die Sonde Phobos Grunt zwischen dem 6. und dem 19. Januar 2012 auf die Erde. Genauere Angaben zum Absturzort oder dem Termin sind laut der Meldung der russischen Raumfahrtbehörde erst wenige Tage vorher möglich. Eine Task Force beobachtet die Sonde und es werden täglich die orbitalen Parameter berechnet.

Keine Gefahr durch giftige Stoffe

Roskosmos gibt an, dass rund 20-30 Trümmerteile der Sonde den Wiedereintritt in die Erdatmosphäre überstehen und die Erdoberfläche erreichen. Das Gesamtgewicht dieser Trümmer soll weniger als 200 Kilogramm betragen. Die giftigen Stoffe im Tank von Phobos Grunt verbrennen der Raumfahrtagentur zufolge in der Erdatmosphäre.

An Bord der Sonde befindet sich in einem wissenschaftlichen Experiment eingesetztes, radioaktives Kobalt. Dies liegt laut Roskosmos allerdings in sehr geringen Mengen vor und besitzt eine geringe Halbwertszeit. Von dem Material gehe demnach keine Gefahr einer radioaktiven Verseuchung aus.

Probleme nach dem Start

Aktuell befindet sich die Sonde in einem Parkorbit und umkreist die Erde. Alle Versuche, Phobos Grunt doch noch auf die richtige Bahn zu lenken, sind gescheitert. Die Sonde startete am 8. November von Baikonur aus, die Marschtriebwerke zündeten dann allerdings nicht richtig und sie konnte ihre Reise zum Marsmond nicht antreten.

Die Sonde sollte im Febraur 2013 auf Phobos landen, um dort Bodenproben zu sammeln, die zurück zur Erde geschickt werde sollten. Darüber hinaus sollte das Landemodul mit den wissenschaftlichen Geräten ein Jahr lang die Oberfläche untersuchen.

Die NASA dagegen konnte erfolgreich eine Mars-Mission starten. Der Marsrover Curiosity soll im August 2012 auf dem Roten Planeten landen.

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Lisa Bruness
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