Überwachung im Büro

Kommentar: Der gläserne Mitarbeiter

Kommentar: Der gläserne Mitarbeiter Einer der nettesten Menschen, die ich kenne, heißt Paul. Er arbeitet in einem Architekturbüro mit 20 Mitarbeitern. Paul ist in der Firma so eine Art Faktotum, ein Mädchen für alles. Er sortiert Broschüren, setzt sich an den Empfang oder beseitigt den Papierstau im Abteilungsdrucker - falls er gerade Lust hat.

Inhaltsverzeichnis

  1. 1E-Mail-Kontrolle ist erst der Anfang
  2. 2Gute Gründe für die Leistungskontrolle
  3. 3Auswertung liefert nur grobe Hinweise
  4. 4Der entscheidende Schwachpunkt
  5. 5Mit anderen Worten: Es lohnt sich nicht

Wenn Geschäftspartner kommen und der Chef gerade noch telefoniert, dann unterhält er die Gäste mit Small Talk. Kollegen im Abgabestress springt er schon mal hilfreich zur Seite. Ein richtiger Leistungsträger ist Paul aber nicht. Böse Zungen würden sagen, er sei faul. Die Wahrheit ist, dass Paul nicht für die moderne Arbeitswelt geschaffen ist. Manchmal sitzt er nur da und liest Zeitung. Herumkommandieren lässt er sich nicht gerne.

Paul ist nie schlechter Laune. Alle mögen ihn. Er ist so was wie ein Engel der Arbeit.

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Vermutlich gibt es nicht mehr allzu viele Betriebe, die sich so einen Paul leisten. Und die wenigen verbliebenen dürfte demnächst ein mächtiger Trend aus den Büros und Fabrikhallen um die Ohren wehen. Ich meine den Trend zur Überwachung und Leistungskontrolle durch Digitaltechnik.

E-Mail-Kontrolle ist erst der Anfang

Das Marktforschungsunternehmen TNS Global hat im Auftrag von Dell und Intel gerade eine Studie zu den IT-Trends der Zukunft vorgelegt. Einer davon ist die zunehmende Überwachung im Büro. Heute schon werden im globalen Durchschnitt 28 Prozent aller E-Mails überwacht. In großen Unternehmen müssen es sich 38 Prozent der Mitarbeiter gefallen lassen, dass ihre elektronische Nachrichten kontrolliert werden.

Doch E-Mail ist nur der Anfang. Die technischen Möglichkeiten reichen von der Aufzeichnung aller Mausbewegungen und Tastatureingaben bis zur Videoüberwachung. Technisch leicht zu realisieren ist heute schon, was in Zukunft kommen könnte. Viele Mitarbeiter, besonders in Hightech-Unternehmen, tragen ID-Karten (Badges).

Damit erhalten sie Einlass ins Gebäude oder in bestimmte geschützte Räume wie etwa Serverräume oder Labore. Ausgestattet mit einem RFID-Chip und im Gebäude verteilten Funkempfängern ist eine ziemlich lückenlose Überwachung möglich. Es lässt sich dann feststellen, welche Wege ein Mitarbeiter in der Firma geht, bei welchen Kollegen er besonders lange ein Schwätzchen hält, wie lange er in der Kaffeeküche steht und so weiter.

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Die Welt braucht diesen Paul,Hermann,Walter oder wie sie auch heißen mögen! Sie sind eine unverzichtbare Bereicherung in der Arbeitswelt - überall !

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