Musiksammlung in der iCloud speichern

iTunes Match: Apples Musikdienst jetzt auch in Deutschland verfügbar (Update)

Nutzer, die den iTunes Store besuchen, werden in der rechten Seitennavigation auf zwei Neuigkeiten hingewiesen. In Deutschland ist ab sofort jetzt auch Apples Musikdienst iTunes Match verfügbar sowie der Punkt "Gekaufte Artikel", wohinter sich iTunes in der Cloud verbirgt. Update: Apple und die GEMA haben einen Vertrag geschlossen.

Auch deutsche Nutzer können ab sofort iTunes Match kaufen. (Bild: Screenshot)
Auch deutsche Nutzer können ab sofort iTunes Match kaufen. (Bild: Screenshot)
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Das Update von 14 Uhr finden Sie am Ende des Artikels.

In der Nacht auf heute, 16. Dezember, schaltete Apple iTunes in der Cloud für deutsche Nutzer frei. Ab sofort können also auch alle über iTunes getätigten Käufe, wie zum Beispiel Musik, erneut heruntergeladen und über die Apple-Geräte des Nutzers hinweg synchronisiert werden. Der Musikdienst iTunes Match war zu Beginn noch nicht durchgängig verfügbar, jetzt wird im iTunes Store allerdings explizit darauf hingewiesen.

24,99 Euro pro Jahr

Apple stellte iTunes Match im Rahmen der WWDC erstmals vor und Anfang November startete der Dienst in den USA. Jetzt ist er in Deutschland und auch einigen anderen Ländern wie Großbritannien und Kanada verfügbar. Mit iTunes Match ermöglicht Apple es, die gesamte Musiksammlung des Nutzers in der iCloud zu speichern, sodass dieser von bis zu zehn unterschiedlichen Geräten darauf zugreifen kann.

Für den Dienst fällt eine Jahresgebühr von 24,99 Euro an. Die Titel aus der eigenen Musiksammlung werden bei iTunes Match in einem ersten Schritt mit der Musikdatenbank von Apple abgeglichen. All die Lieder, die über iTunes verfügbar sind - auch wenn diese nicht dort gekauft wurden - werden automatisch in der iCloud hinterlegt. Alle anderen Titel werden über iTunes hochgeladen. Die Lieder liegen dann ohne DRM-Schutz vor und werden mit einer Bitrate von 256 Kilobit pro Sekunde abgespielt. Insgesamt 25.000 Titel können bei iTunes Match hinterlegt werden, bei iTunes gekaufte Songs zählen hier nicht dazu.

Der frühe Marktstart in Deutschland kommt ein wenig überraschend. So gab es vor einiger Zeit noch Probleme mit der GEMA.

Update 14 Uhr: Vertrag zwischen Apple und GEMA

Auf Anfrage von netzwelt bestätigte Peter Hempel, ein Pressesprecher der GEMA, dass für den Start von iTunes Match ein Vertrag mit Apple geschlossen wurde. Es geht um eine Einigung, die gesondert zur Vereinbarung zwischen der GEMA und BITKOM getroffen wurde. Der Vertrag  wurde sehr kurzfristig getroffen, so sind laut Hempel nicht einmal 24 Stunden zwischen der Einigung und dem Freischalten von iTunes Match vergangen. Vor 48 Stunden kommunizierte Apple noch gar nicht mit der GEMA bezüglich des Musik-Dienstes.

Der Vertrag ist zunächst auf ein Jahr befristet, sodass beide Seiten gegebenenfalls Anpassungen vornehmen können. Dies ist nötig, da es noch kein vergleichbares Angebot zu iTunes Match gibt und man somit noch keine Erfahrungswerte hat. Apple bezahlt dabei eine Pauschale pro iTunes-Match-Nutzer an die Verwertungsgesellschaft. Wie hoch die Lizenzgebühren sind, gibt die GEMA nicht bekannt.

Weitere Informationen

Wie geht's weiter? Zu diesem Thema haben wir folgende redaktionelle Übersichten erstellt: Apple iTunes und Apple iTunes Match.

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