Im Streit mit Electronic Arts

Basti von The Origin.de: Der Gamer, der zum Aktivisten wurde im Video-Portrait

Der Fall Origin und Electronic Arts beschäftigt die Gamer Community bereits seit Ende Oktober. Noch immer ist viel Wut auf Seiten der Spieler vorhanden und wenig Bewegung auf Seiten EAs zu erkennen. Im Zentrum des Protests steht Sebastian Radtke. Er hat den Blog The Origin ins Leben gerufen und steht nun mehr durch Zufall als gewollt an der Spitze der virtuellen Protestbewegung. Ein Video-Portrait.

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Sebastian Radtke und The Origin.de: Basti, der 32-jährige Systemadministrator aus Kassel, hat sich bisher noch nie politisch engagiert, aber im Konflikt um das Online-Portal Origin des Publisher Electronic Arts ist er mit seinem Blog The Origin.de zum Meinungsführer geworden. Zum Video: Sebastian Radtke und The Origin.de

Schon zu Beginn der Protestwelle, als Rechtsanwalt Thomas Schwencke die Spyware-Klausel im Endbenutzer-Lizenzvertrag (End-user License Agreement, EULA) von Origin entdeckt, schreibt Sebastian Radtke alias Basti einen seitenlangen Brief an den Datenschutzbeauftragten von Nordrhein-Westfalen, in dem er seinem Ärger über das Verhalten von Electronic Arts (EA) Luft macht.

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Anschließend stellt er seinen Brief online. Es dauert nicht lange und die Kommentare aus der Gamer-Community nehmen ein solches Ausmaß an, dass er den Brief auf seinen privaten Blog The Origin verschieben muss, um dem Ansturm administrativ begegnen zu können.

Vom Gamer zum Aktivisten

Der 32-jährige Systemadministrator hat sich zwar zuvor noch nie politisch engagiert, aber jetzt ist für ihn das Maß voll. Er ist wütend, auf Origin, auf EA und auf eine Industrie, die sein Lieblingshobby - das Gaming - zunnehmend kommerzialisiert. Und mit diesen Gefühlen ist er nicht allein.

In den kommenden Tagen, Wochen und Monaten verzeichnet seine Webseite hunderttausende Besucher. The Origin wird zum Sprachrohr der Community, sodass schließlich auch Electronic Arts auf Basti und das inzwischen auf fünf Personen angewachsene Team des Blogs reagieren muss. Der Publisher streitet zwar alle Vorwürfe ab, widerspricht sich dabei jedoch auch immer wieder selbst.

An einem runden Tisch in der Firmenzentrale von EA trägt Basti die Forderungen der Community vor und wartet nun darauf, dass der Publisher seinen Worten Taten folgen lässt. Für den gebürtigen Dresdner ist klar: Er wird weiterkämpfen, bis die Industrie aufhört sein Hobby zu zerstören.

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