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Videos, E-Cards, Fotopostkarten: Weihnachtsgrüße übers Web verschicken
Internet- und Smartphone-Dienste

von Alexander Zollondz Uhr veröffentlicht

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Die Postkarte stirbt nicht aus, vor allem nicht zu Weihnachten. Elektronisch kommen aber vor allem E-Cards zum Versand von Grußbotschaften zum Einsatz. Aber es gibt auch noch andere Medien für Weihnachtsgrüße.

Wer zum Fest nicht bei seiner Familie, Freunden oder Bekannten sein kann, überbringt seine Grußbotschaft mit anderen Mitteln. Ob per Postkarte, E-Card oder MP3 - im Internet stehen originelle Möglichkeiten zur Verfügung. Selbst in Bewegtbildform lassen sich Grüße einfach und schnell versenden.

Beliebt: Grußbotschaften per E-Card

Die fast schon traditionelle Form, Grüße elektronisch zu übermitteln, bieten sogenannte E-Cards. Dazu wählt man auf den Anbieterseiten einfach ein Kartenmotiv aus, gibt die Adresse des Empfängers und eine Grußbotschaft ein.

Den elektronischen Versand übernimmt der Anbieter. Die Nutzung der E-Card-Dienste ist kostenlos. Ein weiterer Vorteil: Bei einigen Services übergibt man ein eigenes Versanddatum. Dann lässt sich der Weihnachtsgruß schon jetzt erstellen - automatisch verschickt wird die Karte aber erst pünktlich zum Fest.

Originelle Motive: Edgar-Karten

Einer der bekanntesten Dienstleister zum Versand von E-Cards ist Edgar. Die hinter dem Service stehende United Ambient Media AG mit Sitz in Hamburg bietet zahlreiche Postkartenmotive für den Versand übers Netz an - klassische Bilder mit dem Weihnachtsmann und einem einfachen "Merry Christmas", aber überwiegend originellere, lustige, häufig im Comicstil gestaltete Ideen.

Bei Edgar gibt es recht originelle E-Card-Motive. (Quelle: Screenshot)

Zum Versand der E-Cards wählt man eine Vorlage aus und beschriftet diese entsprechend mit der Empfänger-Adresse. Alternativ kann man seine E-Card auch mit einem persönlichen Foto erstellen.  Als Hintergrundmotiv dient entweder ein Archivfoto aus der Edgar-Bibliothek, ein selbst hochgeladenes Bild oder eine Webcam-Aufnahme.

Der sogenannte Postamt-Service von Edgar bietet zusätzlichen Mehrwert: Nach kostenloser Anmeldung ist die Weiterleitung von E-Cards an bis zu zehn Empfänger gleichzeitig möglich. Auch das Abspeichern von favorisierten Grußkarten wird angeboten. Eigene Fotos, Videos oder Flash-Filme lädt man im Postamt bei Bedarf hoch und schickt diese an Kollegen, Bekannte, Freunde oder Familienmitglieder.

Sheepworld: süße Schäfchenmotive

Die süßen Postkartenmotive mit den schwarz-weißen Schafen gibt es nicht nur in der realen Welt, sondern auch im Internet unter sheepworld.de. Zur Verfügung stehen auf der Seite E-Cards für Anlässe wie Valentinstag, Urlaub, Geburtstag und natürlich auch Weihnachten.

Aiuf sheepworld.de lassen sich Versandzeiten für E-Cards angeben. (Quelle: Screenshot)

Netter Vorteil: Die elektronischen Grukarten kann man mit einem Versanddatum versehen - und auf diese Weise schon jetzt ausfüllen. Außerdem ist die Angabe von bis zu zehn Empfängern möglich, ohne sich auf sheepworld.de registrieren zu müssen. Einige Motive sind aber der Community vorbehalten: Nach dortiger Anmeldung kann man auch diese Karten zum Fest verschicken und profitiert zudem von einer Speicherfunktion für E-Cards.

Grusskartenfreunde: E-Cards-Versand an bis zu 20 Empfänger

Weihnachtsgrüße als E-Card lassen sich auch auf der Seite Grusskartenfreunde.de verschicken, ein Großteil davon sind animiert. Standardmäßig fügt man der Karte eine editierbare Botschaft hinzu und schickt die elektronischen Karte gleichzeitig an bis zu 20 Empfänger. Bei Bedarf hängt man der E-Card auch eine Melodie zur Unterstützung der frohen Botschaft an.

Grusskartenfreunde.de ermöglicht den gleichzeitigen Versand einer E-Card an bis zu 20 Empfänger. (Quelle: Screenshot)

Wer sich registriert, kann die E-Card auch mit eigenen Fotos gestalten. Auch das Anlegen eines eigenen Adressbuches ist möglich, ein Archiv dient zudem der Übersicht über bereits versandte Grußkarten. Wer statt elektronischer Grüße per E-Mail lieber eine echte Postkarte verwendet, zahlt zwischen rund 1,10 und 2,49 Euro für den Versand des Motivs beim Anbieter.  Zu berücksichtigen ist, dass zwei bis drei Werktage vergehen, bis die Karte beim Empfänger ankommt.

E-Cards per App

Wer seine Grußliste statt per Webbrowser lieber per Smartphone-App verschickt, findet eine große Anzahl an Diensten in Apples App Store oder im Android Market. Für den überwiegenden Teil der Miniprogramme wird aber eine geringe Gebühr fällig - Edgar etwa verlangt für seine E-Card-App rund 80 Cent.

Mit der App PixyMini übermittelt man E-Cards kostenlos. Die Auswahl an Vorlagen ist aber begrenzt. (Quelle: Screenshot)

In den mobilen Einkaufsläden stehen auch Gratis-Programme zum Versand von E-Cards zur Verfügung. Die Auswahl an Vorlagen ist in der Regel eingeschränkt im Vergleich zur Premium-Version und nicht alle Anbieter bieten Weihnachtsmotive an. Oft ist aber die Nutzung der Smartphone-eigenen Kamera möglich, so dass man den Empfänger mit einem netten Motiv zum Fest beglücken kann.

Apple Cards: Postkarte als Alternative zu E-Cards

Im elektronischen Zeitalter greift man zwar schnell zur E-Card - es mag aber Empfänger geben, die kaum oder gar nicht digital kommunizieren und deshalb die elektronische Grußbotschaft einfach übersehen oder gar nicht empfangen können. Eine Alternative stellt der Versand einer Postkarte zum Fest dar, der sich nicht nur analog, sondern auch digital bewerkstelligen lässt.

Eigene Grußpostkarten verschicken: die App Cards von Apple. (Quelle: Screenshot)

Apple beispielsweise hat zum Start von iOS 5 auch das Miniprogramm Cards veröffentlicht, mit dem sich für 4,49 Euro pro Postkarte weltweit Weihnachtsgrüße überbringen lassen. Die bereitgestellten Vorlagen zur Übermittlung festlicher Grüße sind begrenzt, ohnehin muss man diese aber mit einem eigenen Foto ergänzen. Wer Apple Cards nutzen möchte, sollte seinen Weihnachtsgruß möglichst rasch abschicken, damit er rechtzeitig zum Fest ankommt: Für den internationalen Versand vergehen neun bis 16 Tage.

Alternative zu Cards: Fotoapp Postkarte 

Günstiger als der Versand per Apple-App ist die Anwendung Postkarte von fotopost 24, die es für iOS-Geräte aber auch für Android-Smartphones gibt. Statt mit Vorlagen arbeitet das Programm ausschließlich mit selbst gemachten Fotos, die der Anbieter ausdruckt und an Empfänger weitersendet. Ideal also, um Freunde und Bekannte mit einem Urlaubsfoto zu Weihnachten überraschen.

Mit Hilfe der App Postkarte lassen sich eigene Fotos als Postkarte inklusive Text versenden. (Quelle: Screenshot)

Das Foto kann wie auf einer herkömmlichen Postkarte mit Text ergänzt werden. Der Anbieter versendet übrigens weltweit. National soll die Zustellung innerhalb von 24 Stunden nach Abschluss des Auftrages erfolgen, international dauert es natürlich länger. Per PayPal oder Bankeinzug zahlt man für den Versand 1,49 Euro, per Kreditkarte 2,50 Euro.

Fotos im Webbrowser gestalten: pokamax.de

Auch mit der App des Anbieters pokamax fürs iPhone kann man weltweit Postkarten versenden. Komfortabler als mit dem Miniprogramm gestaltet man seine weihnachtliche Grußbotschaft aber per Webbrowser auf dem Portal. Zur Verfügung stehen Galeriebilder, aber auch eigene Fotos können verwendet werden.

Pokamax ermöglicht die webbasierte Erstellung von Postkarten - den Versand übernimmt der Anbieter. (Quelle: Screenshot)

Eine Postkarte mit einem persönlichen Motiv oder mit einer Vorlage kostet rund zwei Euro. Für die breite Panorama-Postkarte und die Jumbo-Postkarte werden jeweils 2,90 Euro fällig.

Deutsche Post: Eigene Briefmarken und Grußkarten

Die Deutsche Post ermöglicht schon seit längerem die persönliche Gestaltung einzelner Dienstleistungen. Zur Auswahl steht die Erstellung eigener Briefmarken auf Breifmarkenbogen, für Klappkarten, Briefumschläge und Postkarten. Die Mindestbestellmenge beginnt jeweils bei 20 Stück, die Preise hängen vom Format ab, starten aber bei rund 30 Euro für eine einfache Postkarte mit persönlicher Briefmarke.

Bei der Deutschen Post kann man verschiedene Formate mi einer eigenen Briefmarke gestalten. (Quelle: Screenshot)

Außerdem bietet die Deutsche Post auch einen Grußkartenservice an. Zur Auswahl stehen 48 Vorlagen für Klappkarten, die in unterschiedlichen Formaten zu haben sind und zwischen 2,80 und 6,20 Euro ohne Registrierung beim Anbieter kosten. Hinzu kommen Portokosten. Die ausgewählte Karte lässt sich auch mit eigenem Text dekorieren, zudem lässt sich das gewünschte Versanddatum auswählen.

MyVideo und Wonderlandmovies: Eigener Weihnachtsclip zum Fest

Eine etwas andere Form, Grüße zum Fest zu übermitteln, bietet MyVideo.de, die Bewegtbild-Community von ProSiebenSat.1 in Kooperation mit dem Videoportal Wonderlandmovies. Die Idee: Nutzer können unter www.myvideo.de/xmas kostenlos einen Karaoke-Weihnachtsclip per Webcam erstellen und diesen dann per E-Mail an Freunde und Bekannte weiterleiten und auch auf Facebook zur Verfügung stellen.

Myvideo.de und Wonderlandmovies bieten eine Möglichkeit an, einen eigenen Karaoke-Song als Weihnachtsgruß-Video aufzunehmen. (Quelle: Screenshot)

In Kooperation mit der "Aktion Deutschland hilft" wird dazu aufgerufen, nach der Aufnahme eine Spende abzugeben. "Sei der Star im eigenen X-Mas-Video und unterstütze damit den Kampf gegen die Hungersnot in Ostafrika!", heißt es dazu auf der Videoseite.

Videogrußkarten verschicken

Fotoanbieter wie fotopost 24 bieten mittlerweile auch die Eigenaufnahme von Clips mit sogenannten Videokarten an. Das sind nahezu quadratische, aufklappbare Karten, kaum größer als eine Postkarte, die mit Lautsprecher, USB-Anschluss, Speicherplatz, Mikrofon, Kamera und Display ausgestattet sind.

Fotopost 24 verkauft Videokarten zum Versand von Grüßen im Bewegtbildformat. (Quelle: Screenshot)

Bei Fotopost stehen zwei Varianten der Videocard zur Verfügung: Die Classic-Version für 24,95 Euro mit Upload-Funktion kleiner Videos per USB-Schnittstelle oder die Videocard Pro für 29,95 Euro mit eingebauter Kamera und Mikrofon, so dass eine Aufnahme direkt mit der Karte möglich ist. Beide Karten sind wiederverwendbar, können vom Beschenkten also selbst zum nächsten Fest mit einer Grußbotschaft versehen werden.

Sheepworld: Weihnachtsgrüße per MP3

Als Medium zur Übermittlung der Weihnachtsgrüße muss keine Postkarte oder Video dienen  - auch ein Song kann Freunde und Bekannte überraschen. Sheepworld bietet unter "Send-a-Song" etwa den kostenlosen Versand von Weihnachts-MP3s an definierte Empfänger an.

Auf sheepworld.de verschickt man bei Bedarf auch einen MP3-Song als Weihnachtsgruß. Das Resultat ist aber gewöhnungsbedürftig. (Quelle: Screenshot)

Die Eingriffsmöglichkeiten der Nutzer sind aber begrenzt: Der Absender wählt den Empfängernamen aus einer Liste und stellt sich den Text über vorgegebene Liedzeilen zusammen. Eine Vorschau dient anschließend zur Kontrolle des Ergebnisses. Das ist auch gut so, denn für einige Versender und Empfänger dürfte das kitschige Schäfchenlied einfach zu peinlich sein.

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Die Postkarte stirbt nicht aus, vor allem nicht zu Weihnachten. Elektronisch kommen aber vor allem E-Cards zum Versand von Grußbotschaften zum Einsatz. Aber es gibt auch noch andere Medien für Weihnachtsgrüße.

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Ideal, wenn man zum Fest im Urlaub ist: Netzwelt stellt Möglichkeiten zur Übermittlung von Grußbotschaften übers Internet vor.
http://www.netzwelt.de/news/89925-videos-e-cards-fotopostkarten-weihnachtsgruesse-uebers-web-verschicken.html
2011-12-18 12:07:03
http://img.netzwelt.de/dw120_dh90_sw0_sh0_sx0_sy0_sr4x3_nu0/article/2011/edgar-gibt-recht-originelle-e-card-motive-bild-screenshot10565.png
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