Einführung in die integrierte Verschlüsselung
Festplatte: Perfekte Sicherheit mit Hardware-Verschlüsselung
Ohne Verschlüsselung der Festplatte kann jede Person auf den Inhalt eines Notebooks zugreifen, wenn man es irgendwo vergisst oder das Gerät sogar gestohlen wird - daher sollte sie auf jedem PC aktiv sein. Einige Festplatten bieten sogar eine Verschlüsselung auf Hardware-Ebene an, was ganz erhebliche Vorteile hat.
Inhaltsverzeichnis
- 1Hardware-Verschlüsselung
- 2Interne und externe Medien
- 3Fazit
Das Notebook gräbt dem klassischen PC immer mehr das Wasser ab. Ein tragbarer Rechner birgt aber auch neue Gefahren, die der Nutzer im Blick behalten muss: Sollte das Gerät in fremde Hände gelangen, sind alle privaten Dokumente auf dem Laufwerk auslesbar, sofern der Besitzer keine Verschlüsselung aktiviert hat.
Hardware-Verschlüsselung
In den meisten Fällen erfolgt die Verschlüsselung der Festplatte durch ein spezielles Programm, das in das Betriebssystem integriert wurde. Microsoft liefert Windows seit Vista mit der hauseigenen Lösung BitLocker aus, Apple setzt seit geraumer Zeit FileVault am Macintosh ein. Möchten Nutzer nicht auf das Programm des Betriebssystems zurückgreifen, können sie auch dritte Anwendungen wie zum Beispiel TrueCrypt einsetzen. Alle diese Lösungen haben aber einen gravierenden Nachteil: Sie arbeiten nicht immer zuverlässig und sind nicht standardmäßig aktiv, sondern müssen nach der Installation nachträglich manuell eingeschaltet werden, was recht aufwändig sein kann. So benötigt FileVault für die Einrichtung schnell mehr als zehn Minuten.
Die meisten Unzulänglichkeiten der Software-Verschlüsselung lassen sich auf einfache Weise lösen: Mit Hilfe der Hardware. Alle bedeutenden Hersteller bieten Festplatten an, die unabhängig vom Betriebssystem Daten verschlüsselt speichern können. Derartige Laufwerke bieten eine maximale Sicherheit gleich von Beginn an - und das bei einer erheblich geringeren Belastung des Systems. Grund dafür ist, dass BitLocker und Co. die Codierung von Daten mit dem Prozessor durchführt, während Festplatten dazu einen speziellen Kryptographie-Chip nutzen.
Interne und externe Medien
Die meisten Hersteller konzentrieren sich beim Verkauf von Festplatten mit Hardware-Verschlüsselung meist auf Geschäftskunden, obwohl derartige Modelle auch für Privatpersonen preislich interessant sind. So bietet zum Beispiel Seagate seine Momentus-Reihe mit 750 Gigabyte oder mehr Platz in einem Bereich von 100 - 200 Euro an. Die Thin-Modelle der Serie sind besonders dünn und daher bestens für den Einbau in einem Notebook geeignet. Wer seinen Rechner nicht aufschrauben möchte und trotzdem ein preiswertes Laufwerk mit Hardware-Verschlüsselung sucht, sollte sich den Markt für externe Festplatten ansehen: Western Digital bietet unter der Marke "My Passport Essential" diverse 500-Gigabyte-Platten mit Kryptographie-Funktion, die sogar unter dem Preislimit von 100 Euro liegen. Auch Digitrade-Festplatten bewegen sich in diesem Bereich.

Fazit
Jedes Notebook sollte durch Verschlüsselung geschützt werden, damit bei einem Verlust die privaten Daten nicht durch Fremde eingesehen werden können. Hardware-Verschlüsselung ist Software-Lösungen aus den besagten Gründen klar überlegen und dabei nicht besonders teuer, wie die externen Laufwerke zeigen.


Seit jeher hat die FileVault-Verschlüsselung aus Mac OS X einen sehr schlechten Ruf. Mit einigen Tipps und Tricks lässt sie sich aber zuverlässig einsetzen, um die privaten Dateien vor Angreifern zu schützen.
Mehr Datensicherheit: Toshiba hat eine neue Festplatten-Reihe angekündigt, deren Modelle die Daten nicht nur verschlüsseln: Nutzer können auch Vorgaben festlegen, nach denen die Daten automatisch gelöscht werden.
Das kostenlose Programm "TrueCrypt" erzeugt verschlüsselte, virtuelle Festplatten, verschlüsselt USB-Sticks und sogar ganze Partitionen. Die virtuellen Festplatten macht das Programm auf Wunsch sogar unsichtbar.
Wer seinen Mac vor unberechtigten Zugriffen schützen möchte, sollte dringend die Festplatte verschlüsseln. Apple unterstützt das mit der FileVault-Anwendung, zu der Sophos eine leistungsfähige Alternative anbietet.
Wichtige Dateien sind nur so lange sicher, wie der PC nicht gestohlen wird oder einfach verloren geht. Damit dann kein Zugriff auf private Daten möglich ist, kann die Festplatte mit Steganos Safe 12 geschützt werden.
Wer Angst hat, seine sensiblen Daten der Öffentlichkeit durch den Verlust des eigenen USB-Sticks preiszugeben, sollte sich einen "sicheren" USB-Stick zulegen. Der "Jetflash 200" genannte Stick von Transcend etwa bietet eine 256 Bit starke Verschlüsselung.
Durch Diebstahl mobiler Geräte wie Notebooks und Netbooks sind schnell die eigenen privaten und geschäftlichen Daten in Gefahr. Viele Hersteller bieten deshalb einen Schutz für den Windows-PC oder Mac, um vertrauliche Daten wirkungsvoll zu verschlüsseln.




