Ablehnung für den Nachfolger von JavaScript
DART: Google streitet sich mit Microsoft, Apple und Mozilla
JavaScript ist aus dem Internet nicht mehr wegzudenken: Schon seit 1995 sorgt die Sprache dafür, dass der Inhalt von Webseiten dynamisch geändert wird, ohne sie erneut laden zu müssen. Allerdings hat JavaScript einige Schwächen, die Google mit DART ausräumen will - zum Ärger von Microsoft, Apple und Mozilla.

Inhaltsverzeichnis
- 1Nicht perfekt
- 2Google DART
- 3Unterstützung
- 4Fazit
Immer mehr Anwendungen, die ausschließlich im Browser laufen, sehen aus wie klassische Programme, die man auf seinem Computer installiert hat. Ein gutes Beispiel dafür ist Google Docs, dessen Oberfläche stark an Word, Excel und Co. erinnert. Grundlage für derartige Webanwendungen ist fast immer JavaScript.
Nicht perfekt
Die Sprache sorgt dafür, dass interaktive Inhalte in Webseiten ausgeführt werden und zum Beispiel Symbole in einer webbasierten Textverarbeitung angeklickt werden können, um einen Text zu formatieren. Google hat so viele Webanwendungen veröffentlicht wie kaum ein anderer IT-Konzern und ist daher sehr von JavaScript abhängig und hat genauso unter den Schwierigkeiten der Sprache zu leiden, wie alle anderen Webdesigner. Die erste JavaScript-Version stammt aus dem Jahr 1995, als komplexe Webanwendungen noch nicht einmal im Ansatz erkennbar waren. Die Leistung der meisten Rechner war für große Skripte schlicht zu gering.
Google DART
JavaScript ist nicht darauf ausgelegt, als Grundlage für Dienste wie Google Docs und Co. zu fungieren. Aus diesem Grund hat sich Google Gedanken gemacht, wie man die Sprache ersetzen könnte: Unter dem Namen DART wurde auf der GoTo Conference am 10. Oktober die erste Version präsentiert, die vor allem in den Bereichen Stabilität, Flexibilität und Geschwindigkeit punkten soll. Die ersten beiden Ziele werden durch eine noch stärkere Anlehnung an C/C++ erreicht, das die wohl beliebteste Programmiersprache der Welt ist und fast jedem Entwickler geläufig sein dürfte. Die erhöhte Geschwindigkeit im Vergleich zu JavaScript soll DART durch die Übersetzung in eine Zwischenformat und Nutzung einer Laufzeitumgebung erreichen.

Unterstützung
Google DART könnte tatsächlich eine interessante Alternative zu JavaScript werden, sofern die Konkurrenz nicht so lautstark gegen die neue Sprache protestieren würde. Der Versuch, DART in die WebKit-Bibliothek aufzunehmen, ist kläglich gescheitert: Apple, das WebKit für seinen Safari-Browser nutzt und maßgeblich an dessen Entwicklung beteiligt ist, betrachtet DART als proprietäre Technologie an, die keinen Sinn ergebe. Es sei eine akademische Diskussion, einen Nachfolger für JavaScript zu entwickeln, so Apple. Zuvor kam schon seitens Microsoft eine Absage, in der DART als die absolut falsche Lösung für die Probleme von JavaScript bezeichnet wurde. Selbst Mozilla, dessen Firefox Browser eigentlich immer sehr offen für neue Technologien war, hat Google einen Korb gegeben - zumal der JavaScript-Erfinder als Technikchef bei Mozilla arbeitet und wohl primär eine schrittweise Weiterentwicklung der allgemein anerkannten Sprache bevorzugen wird.
Fazit
Google DART ist noch lange nicht fertig: Die der Öffentlichkeit vorgestellte Version der Sprache ist noch als Vorschau gekennzeichnet, die nur für Entwickler geeignet ist. Durch die Absage aller drei wichtigen Browser-Hersteller ist schon jetzt klar, dass DART allenfalls in Google Chrome noch eine Zukunft haben wird.

Wundert mich nicht. Die Konzerne wissen genau, dass Google dann endgültig alles in der Hand hat. Auch wenn es jetzt schon oft so ist..DANN hätten sie das ganze aber auch noch unterstützt..
ich fände es interessanter, JavaScript direkt HTML konform zu machen. Große Unterschiede auszumärzen damit es sich auch wie HTML anfühlt. Was die hintergrundgeschichten betrifft, Bibliotheken etc. man könnte...
C/C++ ist keine Programmiersprache ... das sind 2 Programmiersprachen.
Na, Google hat doch sowieso die Marktmacht den Standard durchzudrücken. Bleibt aber spannend, ob es gelingt und auch wirklich forciert wird. Microsoft hat ja erst letztens SilverLight zu Grabe getragen - wenn auch...