Werbeclip im Netz
Filesharing-Blues: US-Promis unterstützen umstrittene Filesharing-Seite
US-Stars die P. Diddy werben in einem Videoclip für die in der Kritik stehende Filesharing-Plattform Megaupload. Das dubiose Marketing hat für die Künstler einen Grund: Sie dürften an den Einnahmen beteiligt werden.
Zu den Stars, die für den Videodienst Megaupload werben, gehören P. Diddy, Will.i.am, Kim Kardashian, Snoop Dogg, Kanye West, Jamie Foxx und Macy Gray. Der Clip machte auf Googles Videotochter Youtube die Runde; das Plattenlabel Universal soll aber veranlasst haben, den Clip zu entfernen. Das berichtet unter anderem das US-Technikblog The Verge. Megaupload will Universal nun im Gegenzug verklagen. Auf der deutschen Seite war der Clip noch aufrufbar.
Die Initiative der Künstler ist insofern merkwürdig, als dass Megaupload wegen Verbreitung urheberrechtlich geschützter Inhalte in der Kritik steht. In den USA haben die RIAA, die Recording Industry Association of America, und die MPAA, die Motion Picture Association of America, den Filehoster im Visier.
Kim Schmitz hinter Megaupload vermutet
Der Dienst gehört mit RapidShare zu den weltweit größten Plattformen zum Tauschen von Inhalten übers Internet. Megaupload buhlt dabei mit kostenlosem, aber begrenztem Speicherplatz um Kunden. Erst in der Premium-Mitgliedschaft verlangt das Unternehmen Geld für den Datentransfer, verspricht im Gegenzug dafür aber unbeschränkte Bandbreite, Geschwindigkeit und unbeschränkten Speicherplatz.
Warum US-Stars für den Dienst werben, dürfte klar sein: Megaupload winkt mit einer Beteiligung an den Einnahmen. Hinter Megaupload steht das Unternehmen Megaupload Limited mit Sitz in Hong Kong. Angeblich soll der dubiose deutsche Web-Unternehmer Kim Schmitz die Plattform führen. Auch im Video ist er kurz zu sehen.


Auch führende Unternehmen der Unterhaltungsindustrie hatten Megaupload-Accounts und luden dort Dateien hoch. Dies verkündet Internet-Millionär Kim Dotcom in einem Interview mit TorrentFreak und erklärt sich selbst für unschuldig.
Nach dem Vorgehen der US-Justizbehörden gegen den Filehoster Megaupload reagiert der ähnlich strukturierte Dienst FileSonic und deaktiviert seine Filesharing-Funktionen. Auch weitere Filesharing-Webseiten sind darum bemüht, ein ähnliches Schicksal wie das von Megaupload zu vermeiden.
Die US-Justizbehörde hat den Geschäftsführer der Filesharing-Seite Megaupload festgenommen. Ihm und sechs Mitstreitern, darunter sind auch drei Deutsche, wird Online-Piraterie im großen Stil vorgeworfen.
Bisher sind die Daten der ehemaligen Megaupload-Nutzer sicher. Server-Hoster Carpathia muss die Hardware vorerst nicht in Regierungsobhut geben oder die Speicher löschen. Allerdings wird dem Unternehmen nun vorgeworfen, mitschuldig an den Urheberrechtsverletzungen auf Megaupload zu sein.
Die Verantwortlichen von Megaupload müssen sich vor Gericht in drei weiteren Anklagepunkten verantworten. Sie sollen unter anderem Inhalte von YouTube weiterverbreitet haben.
Werden ehemalige Megaupload-Nutzer wieder Zugriff auf ihre Daten erhalten? Die Entscheidung liegt nun beim Bezirksgericht von Virginia, denn Server-Hoster Carpathia will nicht selbst über die Zukunft der Inhalte entscheiden.
Google räumt seinen Partnern auf dem Videoportal YouTube offenbar weitreichende Zugangsrechte zu seinem Content Management System ein. Im Streit um das Megaupload PR-Video löschte die Plattenfirma Universal Music Group das Video daher kurzerhand selbst.





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insgesamt 1 BeitragIch finde generell jede Art von Musik peinlich, die einzelne Wörter buchstabiert. Das hier ist besonders peinlich. "Un-limi-ted - its a hit?" Wohl kaum.