Profile und Bezahlvariante

Chatten per Zufall: Was wurde eigentlich aus Chatroulette?

Chatroulette war eines der Hype-Themen des Jahres 2010, die für die Netzgemeinde heute kaum noch eine Rolle spielen. Trotz des kometenhaften Aufstiegs und anschließenden Untergangs ist Chatroulette bis heute erreichbar und wurde um eine Profil-Funktion ergänzt. Auch beim Jugendschutz gibt es kleine Fortschritte.

Chatroulette bietet mittlerweile sehr viele Einstellungsmöglichkeiten. (Bild: Screenshot)
Chatroulette bietet mittlerweile sehr viele Einstellungsmöglichkeiten. (Bild: Screenshot)

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Chatten per Zufall
  2. 2Nackte Tatsachen
  3. 3Neue Funktionen
  4. 4Profil bearbeiten
  5. 5Premium-Version
  6. 6Fazit
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Das kommende Jahr steht schon jetzt ganz im Zeichen Sozialer Netzwerke: Sofern Facebook wirklich mit der Bewertung von 100 Milliarden US-Dollar an die Börse gehen sollte, dürfte das dem Web-Segment noch einmal großen Schub geben. Davon könnte auch ein fast vergessenes Angebot profitieren.

Chatten per Zufall

Chatroulette wurde im Oktober 2009 vom einem russischen Programmierer gestartet, der eine im Rückblick ganz einfache Idee hatte: Statt sich in einem Sozialen Netzwerk wie Facebook, Twitter und Co. anzumelden, wollte er Surfer auf der ganzen Welt per Zufall miteinander verbinden. Mithilfe der Flash-Technologie sollte es möglich sein, das Gegenüber im Browser zu sehen und zu hören, wie man es von Skype kennt. Websites mit einem textbasierten Zufalls-Chat gab es ja schon vor Chatroulette. Nachdem die erste Version der Seite ans Netz gegangen war, stürzten sich nach und nach Millionen Surfer darauf - in seinen Spitzenzeiten, die in den Monaten April bis Mai 2010 lagen, erreichte Chatroulette Millionen Menschen rund um den Globus.

Nackte Tatsachen

Der phänomenale Aufstieg der Webcam-Website sorgt für Erstaunen, sogar Leitmedien war die schlicht gestaltete Internetpräsenz des russischen Entwicklers einen längeren Artikel wert. Allerdings zeigten sich mit steigender Popularität einige Probleme: Chatroulette konnte die Tausenden Besucher fast nicht mehr tragen und brach mehrfach unter dem Ansturm der Netzgemeinde zusammen. Gleichzeitig haben sich mehr und mehr Nutzer darüber beschwert, dass Chatroulette von nackten Tatsachen dominiert wird. Die taz brachte das Problem auf den Punkt: "Penis. Zack. Penis. Zack. Penis." Auch im netzwelt-Test wurde klar, dass Nutzer unter 18 Jahren auf Chatroulette nichts verloren haben, weil der Jugendschutz stark vernachlässig wird.

Weitere Informationen

Wie geht's weiter? Zu diesem Thema haben wir eine redaktionelle Übersicht erstellt. Sie finden das Special zu Chat & Messenger hier.

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