Alternative zum Portable Document Format
Netzwelt-Wissen: Das XPS-Dateiformat in Windows
Adobe hat nicht nur den Markt für Bildbearbeitung fest im Griff, sondern besitzt mit PDF auch noch eines der am häufigsten verwendeten Dateiformate der Welt. Zum Glück gibt es Alternativen zum Portable Document Format: Der aussichtsreichste Konkurrent ist das XPS-Format, hinter dem unter anderem Microsoft steht.
Inhaltsverzeichnis
- 1XPS statt PDF
- 2Neues Format
- 3Die Bausteine
- 4Fazit
Microsoft Word gilt seit Jahren als Referenzprogramm für die Textverarbeitung, praktisch alle Büropakete der Welt können das DOC- und DOCX-Format lesen. Für die Archivierung und die Weitergabe von Dokumenten sind beide Dateitypen aber nicht geeignet, hier greifen Anwender häufig zu PDF - und nur selten zu XPS.
XPS statt PDF
Auf Windows-Systemen hat XPS (XML Paper Specification) aber einige Vorteile gegenüber Adobe PDF: So liefert Microsoft sein Betriebssystem bereits ab Werk mit XPS-Unterstützung aus, sodass für die Herstellung einer Datei kein teures Programm wie Adobe Acrobat oder ein umständlicher PDF-Drucker notwendig ist. Ein XPS-Dokument kann außerdem auf jedem Windows-PC angezeigt werden, ohne dass die Nutzer dazu erst ein Leseprogramm (Adobe Reader) laden müssen. Der größte Vorteil liegt jedoch in einem anderen Bereich: XPS eignet sich perfekt für die Archivierung, da Dokumente nicht nachträglich geändert werden können.
Neues Format
PDF hat gegenüber XPS einen enormen Vorsprung, da Adobe das Dateiformat schon seit 1993 unterstützt - die erste Version von XPS stammt dagegen aus dem Jahr 2006 und ist damit noch recht jung. Allerdings hat XPS einen mächtigen Unterstützer: Microsoft. Der Software-Hersteller suchte offenbar nach einer Alternative zum PDF-Standard, der mit Windows Vista eingeführt werden sollte. Damit XPS nicht als Insellösung nur auf Windows funktioniert, hat man sich in Redmond für die Öffnung der neuen Technologie entschieden: XPS ist seit 2009 als OpenXPS durch die ECMA standardisiert, sodass auch dritte Firmen es einsetzen können. Das ist tatsächlich passiert: So unterstützen zum Beispiel die Linux-Programme Evince und Okular das Format.
Die Bausteine
Die XPS-Unterstützung in Windows besteht aus mehreren Teilen, die Nutzer einfach in der Systemsteuerung an- und abschalten können. Die erste ist die Windows-Suche, die dafür sorgt, dass XPS-Dokumente ähnlich indexiert werden wie PDF- oder DOC-Dateien und problemlos durchsucht werden können. In den Windows-Funktionen gibt es zusätzlich den sogenannten XPS-Viewer: Dieses Programm ist für die Anzeige von XPS-Dateien zuständig und ermöglicht es dem Nutzer, den Inhalt auszudrucken oder digital zu signieren. Mit Hilfe des Programms können auch die Berechtigungen einer Datei geändert werden. Der dritte Baustein der XPS-Unterstützung sind Windows XPS-Dienste: Sie sorgen dafür, im Druckdialog von Windows der XPS-Dateityp als Ziel ausgewählt werden kann. Damit lassen sich beliebige Dokumente in XPS-Dateien konvertieren.
Fazit
Durch die Integration von XPS in Windows hat Microsoft die Möglichkeit, das noch relativ junge Format auf Millionen von PCs zu etablieren, auch wenn XPS heute im privaten Umfeld praktisch keine Rolle spielt. XPS hat gegenüber PDF einige Vorteile, insbesondere die revisionssichere Archivierung ist beachtenswert.

Totaler Blödsinn PDF hat sich bewehrt findet breite Unterstützung hat mehr funktionen und kann extrem komprimiert werden xps ist mal wieder eine Totgeburt
Und die Anwender von Linux bleiben auf der Strecke? Tolles Format!