Neue Version mit GPU-Unterstützung
Software-Update: Microsoft veröffentlicht Silverlight 5
Die Zukunft sieht für den Flash Player nicht besonders rosig aus: Adobe hat sich vor einigen Wochen von der mobilen Version verabschiedet, was unter anderem alle Android-Geräte betrifft. Microsoft steht dagegen zu seinem Flash-Konkurrenten Silverlight und hat diesen jüngst sogar in einer neuen Version herausgebracht.

Inhaltsverzeichnis
- 1Update für Silverlight
- 2Unterstützte Browser
- 33D-Inhalte und Leistung
- 4Fazit
Die durchschnittliche Bandbreite, mit der wir im Internet surfen, ist in den letzten Jahren rasant angestiegen. Das sorgt für immer spannendere Webseiten, selbst aufwendige Multimedia-Anwendungen sind nicht mehr undenkbar. Flash, Silverlight und JavaFX sorgen dafür, dass diese im Browser problemlos abgespielt werden.
Update für Silverlight
Allerdings sieht die Zukunft für Adobe Flash und für JavaFX nicht sehr rosig aus: Der Flash Player hat schon lange keine Zukunft mehr auf mobilen Endgeräten, seit Apple-Chef Steve Jobs sein iOS von der Technologie losgesagt hat. JavaFX konnte sich nie wirklich im Web durchsetzen - und das Interesse seitens Oracle wird auch als eher gering beurteilt, die Technologie weiter künstlich am Leben zu erhalten. Bei Microsoft sieht die Situation ganz anders aus: Silverlight ist eine wichtige Komponente in der Web-Strategie des Unternehmens und soll noch lange unterstützt werden - die jüngste Version Silverlight 5 sogar noch bis zum Jahr 2021.
Unterstützte Browser
Microsoft verteilt Silverlight 5 wie gewohnt über den hauseigenen Aktualisierungsdienst Windows Update, im Regelfall erhalten Nutzer die neue Version also automatisch. Sie unterstützt neben Windows auch Mac OS X und zeigte im Kurztest sowohl unter Windows 8 als auch Mac OS X 10.7 (alias Lion) keinerlei Probleme. Um Silverlight-Animationen im Browser abzuspielen, müssen Nutzer entweder den Microsoft Internet Explorer, Google Chrome, Apple Safari oder Mozilla Firefox verwenden - für Opera gibt es bisher keine Unterstützung. Silverlight 5 ist deutlich schlanker als Flash und JavaFX, das Plug-in bringt nur sieben Megabyte auf die digitale Waage.

3D-Inhalte und Leistung
Damit ist es auch bei langsamer Internetverbindung schnell geladen. Stichwort Geschwindigkeit: Microsoft hat in der neuen Version eine GPU-Unterstützung eingeführt, sodass Grafiken nicht mehr durch den Prozessor, sondern (sofern vom System unterstützt) die Grafikkarten gerendert werden. Das soll den Rechner entlasten und für eine flüssigere Bedienung von Silverlight-Anwendungen sorgen. Auch 3D-Grafiken im Browser kann Silverlight auf diese Weise berechnen. Neben einigen Änderungen im Hintergrund dürfen sich die Anwender über eine verbesserte Druckfunktion freuen, die nun statt auf Bitmaps auf PostScript-Vektoren basiert.
Fazit
Microsoft schließt mit Silverlight 5 zu Adobe Flash und Oracle JavaFX auf. Besonders die geringe Größe des Plug-ins ist gelungen, sodass es sich auf dem Rechner nicht negativ bemerkbar macht. Auch die breite Unterstützung für alle wichtigen Browser ist lobenswert, einzig Opera-Nutzer bleiben außen vor.
Weitere Informationen
Wie geht's weiter? Zu diesem Thema haben wir eine redaktionelle Übersicht erstellt. Sie finden das Special zu Internet Tools hier.

"JavaFX konnte sich nie wirklich im Web durchsetzen - und das Interesse seitens Oracle wird auch als eher gering beurteilt" Kaum vorstellbar, dass diese Einschätzung auch auf JavaFX 2.0 zutrifft.
Nur mal zur Info, Nokia hat den mobilen Flashplayer schon wesentlich länger auf ihren Mobilteilen. Android selbst ist eh nur eine Kopie von allen Systemen die es auf dem Markt gibt. Noch was anderes, momentan hat man...