Palm-Betriebssystem wird fortgeführt
HP: WebOS wird zum Open-Source-Projekt
Hewlett Packard gibt den Programmcode des Betriebssystems WebOS frei. Das mobile Betriebssystem soll künftig als Open-Source-Projekt unter der Federführung von HP fortgeführt werden. Neue WebOS-Geräte plant HP dagegen erst einmal nicht.

Das gab der Konzern in einer Pressemitteilung bekannt. Auch die WebOS-Entwicklerumgebung ENYO will der Konzern künftig als Open-Source-Software veröffentlichen. In einem HP-Blog soll sich die Entwicklergemeinschaft über das Projekt künftig austauschen. Auch Nutzer sind dazu eingeladen, Anregungen zu geben und Ideen einzubringen. Neue WebOS-Geräte will der Konzern dem US-amerikanischen Technikblog Engadget zufolge erst einmal nicht mehr bauen. HP behält sich aber die Möglichkeit offen, bei entsprechendem Erfolg der Plattform auch wieder WebOS-Geräte zu veröffentlichen.
1,2 Millarden US-Dollar in den Sand gesetzt
HP hatte den angeschlagenen Handy-Hersteller Palm zusammen mit seinem Betriebssystem WebOS erst im April 2010 für 1,2 Milliarden US-Dollar übernommen. WebOS war der Hauptgrund für die Übernahme. "Palms innovatives Betriebssystem ist die ideale Plattform, um HPs mobile Strategie auszuweiten", sagte Todd Bradley, Executive Vice President von HP damals. HP wollte WebOS anstelle von Windows zu seiner zentralen Plattform für Tablets und Smartphones machen.
Tatsächlich brachte HP 2011 mit dem HP TouchPad, dem HP Veer und dem HP Palm Pre 3 drei WebOS-Geräte auf den Markt. Im August verkündete der inzwischen abgesetzte HP-Chef Leo Apotheker dann eine radikale Umstrukturierung des Konzerns. Der Fokus von HP solle in Zukunft auf Software anstatt auf Hardware liegen. Das WebOS-Geschäft wurde eingestellt, die gerade erst erschienenen Geräte verramschte man.
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