Datenschutz für Surfer
HideMyAss: Proxy-Dienst für das anonyme Surfen
HideMyAss ist ein praktischer Online-Dienst, mit dessen Hilfe Nutzer eine Website besuchen können, ohne Spuren zu hinterlassen. Mithilfe einer verteilten Proxy-Infrastruktur werden sowohl die IP-Adresse als auch alle anderen Daten zuverlässig verschleiert - auf Wunsch auch mittels einer Erweiterung für Firefox.

Inhaltsverzeichnis
- 1Anonymes Surfen
- 2Die Profi-Variante
- 3Plugin für Firefox
- 4Hohe Sicherheit
Jeder Surfer hinterlässt eine ganze Reihe sensibler Daten, wenn er eine Internetpräsenz in seinem Browser aufruft: Neben der IP-Adresse - anhand derer der ungefähre Standort ermittelt werden kann - werden auch der eingesetzte Browser, das Betriebssystem und auch die zuvor besuchte Seite dem Ziel gemeldet.
Anonymes Surfen
Nutzer, die unter anderem solche Daten nicht weitergeben möchten, sollten sich HideMyAss ansehen: Der Online-Dienst ist entwickelt worden, um jedem Menschen das anonyme Surfen im Web zu ermöglichen - und zwar ohne dass er dafür ein spezielles Programm installieren muss, wie es bei JAP der TU Dresden und anderen Lösungen der Fall ist. Für die Nutzung von HideMyAss genügt jeder handelsübliche Browser: Auf der Website existiert ein Formular, in das der Nutzer eine beliebige URL eingeben kann, die dann anonym aufgerufen wird.
Die Profi-Variante
Der webbasierte Proxy von HideMyAss ist zwar kostenlos, leider aber auch mit Werbung versehen - auf den Seiten, die der Nutzer mithilfe des Dienstes besucht, erscheinen teilweise recht nervige Werbebanner. Wer diese loswerden will und HideMyAss regelmäßig nutzt, kann auf Wunsch die kommerzielle Premium-Version des Dienstes buchen: HideMyAss ProVPN kostet monatlich 11,52 US-Dollar, bei der Buchung eines Vertrags über sechs Monate oder ein ganzes Jahr erhalten Nutzer einen kleinen Rabatt. Interessierte Nutzer können per Kreditkarte zahlen, wobei die Geld-zurück-Garantie für einen Monat nach dem Kauf Sicherheit gibt.

Plugin für Firefox
Einen guten Kompromiss zwischen der normalen Version, die Werbung beinhaltet, und dem ProVPN bildet die Liste öffentlicher Proxy-Server, die jeder Surfer mit Bordmitteln in seinem Browser einbinden kann. HideMyAss zeigt neben der IP-Adresse und dem Port, die für Verbindungen zum Proxy grundsätzlich erforderlich sind, die Geschwindigkeit des Servers an. Für Nutzer, denen die manuelle Eingabe des Proxy-Servers sowie der regelmäßige Tausch zu kompliziert ist, bietet sich die Nutzung eines Browser-Plug-ins an. Besonders Firefox-Nutzer können mithilfe der entsprechenden Erweiterung HideMyAss durchaus komfortabel bedienen.
Hohe Sicherheit
Konzeptionell ist HideMyAss recht sicher, allerdings sollen auch die jüngsten Zweifel an der Zuverlässigkeit des Dienstes nicht unerwähnt bleiben: Im September 2011 wurde bekannt, dass HideMyAss offenbar Daten dreier Personen an die amerikanische Bundespolizei FBI weitergegeben hat.

Die besagten Nutzer sollen für Hackerangriffe auf Sonys PlayStation Network, NATO-Server und britische Regierungsseiten verantwortlich gewesen sein. Der Betreiber hat in einer Stellungnahme anschließend klargestellt, HideMyAss sei keine Plattform für illegale Aktivitäten - das sollten alle Nutzer im Hinterkopf behalten, wenn sie den Dienst nutzen wollen.
Weitere Informationen
Wie geht's weiter? Zu diesem Thema haben wir eine redaktionelle Übersicht erstellt. Sie finden das Special zu Proxydienste hier.

HideMyAss hat ohne gesetzliche Grundlage User-Date weitergegeben.Sowie werden Daten der Logins auf Vorrat gespeichert.(siehe FQ/PP HMA)Ein Betreiber der selbst entscheidet was Legal und was Illegal ist,kann man nur...
Die Information der Datenweitergabe von Nutzern im Falle einer Bundes-Ermittlung steht auch im netzwelt-Artikel. Die grundsätzliche Idee hinter HideMyAss ist allerdings auch nicht unbedingt der Schutz vor dem Staat,...
Zitat: spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,788360,00.html Daher auch im Artikel selbst der Hinweis: "Konzeptionell ist HideMyAss recht sicher, allerdings sollen auch...
spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,788360,00.html