LG Hom-Bot 2.0: Staubsauger-Roboter im Test
Ecken und Kanten
Genau wie beim Modell von Philips sind die Seitenbürsten des LG Hom-Bot zu kurz, um die Staubflocken in den Ecken eines Raumes erreichen zu können. Allerdings fuhr der LG Hom-Bot im Test grundsätzlich die Ecken und Kanten sehr viel präziser aus als sein Konkurrent. Speziell der Rückwärtsgang sorgt für eine große Beweglichkeit des Modells, durch den es Bereiche erreicht, die für den Philips HomeRun unerreichbar waren.
Im Testzimmer mit Teppich und mehreren Möbeln machte sich diese Fähigkeit des LG Hom-Bot bezahlt. In einer Viertelstunde reinigte das Modell von LG die 14 Quadratmeter und erreichte jeden Winkel, der ihm nicht durch seine Größe oder die zu kurzen Seitenbürsten verwehrt blieb.
Problemfall Haare
Genau wie beim Konkurrenzprodukt von Philips sind auch für einen Besitzer des LG Hom-Bot lange Haare ein Dorn im Auge. Die Reinigung des Geräts, die der Hersteller nach jedem Putzvorgang empfiehlt, gestaltete sich im Test angesichts der verhedderten Haare schwierig und zeitaufwendig. Zeiteinsparungen durch den automatischen Putzvorgang können so verlorengehen.
Positiv ist jedoch, dass sich zusätzliche Säuberungstipps in der Anleitung des Hom-Bot befinden - zu denen übrigens gehört, den Staubsauger-Roboter mit einem Staubsauger zu reinigen. Die Mikrofasertücher können beispielsweise ausgewaschen werden, wodurch nicht ein sofortiger Neukauf erforderlich wird. Als Extra sind zudem zwei Ersatz-Seitenbürsten im Lieferumfang enthalten.
Fazit
Nutzer, die glauben, dass die Anschaffung eines Staubsauger-Roboters sie für immer von der Last des Staubsaugens befreit, werden auch bei dem Modell von LG enttäuscht. Ecken bleiben aufgrund der zu kurzen Seitenbürsten schmutzig zurück und die erhöhte Geschwindigkeit des Geräts erweckte im Test den Eindruck, dass mehr Fussel liegen bleiben als beim direkten Konkurrent von Philips.
Im Gegensatz zum Philips HomeRun fährt der LG Hom-Bot jedoch geschickter an Kanten entlang, nutzt jeden Millimeter seiner Wendefähigkeit aus und erreicht dadurch viele schwer zugängliche Bereiche, selbst in einem Zimmer mit vielen Möbeln. Darüber hinaus überzeugt der leise Motor des Modells.
Um das Problem der langen Haare und der damit verbundenen anschließenden Reinigung sowie die unsauberen Ecken und gelegentlichen Schmutzrückstände kommt jedoch auch das LG Modell nicht herum. Bei einer unverbindlichen Preisempfehlung von 799 Euro sollten Kaufinteressierte vor dem Erwerb des Hom-Bot also überlegen, ob einem gründliche Sauberkeit oder die Aussicht, seltener selbst staubsaugen zu müssen, mehr am Herzen liegt. Einen umfangreichen Roboter-Staubsauger Vergleichstest inklusive Testsieger finden Sie hier auf netzwelt.
