Niederlage im Rechtsstreit mit Proview Technology

China: Apple muss iPad möglicherweise umbenennen

Apple hat in China eine Niederlage vor Gericht erlitten. Der Hersteller aus Cupertino hatte das einheimische Unternehmen Proview Technology wegen Verletzung der iPad-Markenrechte verklagt. Tatsächlich verletzt aber offenbar Apple mit seinem Tablet-PC die Markenrechte von Proview. Die Weiterverwendung des Markenmanes iPad in China könnte für Apple nun teuer werden.

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Wie die Nachrichtenagentur Reuters meldet, wies das Gericht in Süd-China die Klage von Apple zurück und bestätigte, dass die Rechte für die Marke iPad in China rechtmäßig bei Proview Technology liegen. Proview Technology hatte sich das Wort "iPad" im Jahr 2000 in mehreren Ländern als Marke eintragen lassen, berichtet der US-Fernsehsender Fox News auf seiner Webseite. Apple hatte einen Teil der Rechte 2006 für umgerechnet knapp 55.000 US-Dollar gekauft. Das Paket enthielt aber, anders als von Apple gedacht, nicht die Markenrechte für China.

Fortgang unklar

Der Hersteller aus Cupertino bestätigte den Gerichtsprozess gegenüber Reuters, wollte sich zum Ausgang aber nicht äußern. Wie es nun weitergeht, ist daher unklar. Apple kann das Urteil womöglich anfechten, das Gerät umbenennen oder eine außergerichtliche Einigung mit Proview Technology anstreben. Dies dürfte aber teuer werden: Das chinesische Unternehmen hatte aber bereits im Oktober 2010 angekündigt, Apple seinerseits auf einen Schadensersatz von 1,5 Milliarden US-Dollar wegen Markenrechtsverletzung zu verklagen.

Verhandlungen zwischen Proview Technology und Apple waren zuvor gescheitert. Proview hatte hier laut Macrumors rund 800 Millionen US-Dollar für den Verkauf der Markenrechte gefordert. Der chinesische Markt gilt als Wachstums-Markt für Apple.

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