Speichert Zugangsdaten für E-Mail-Postfach, Soziale Netzwerke und Co.

Angetestet: Kaspersky Password Manager

Trotz der Bemühungen der großen IT-Konzerne, eine zentrale Infrastruktur für die Anmeldung eines Nutzers bei einem Webdienst zu schaffen, sammeln wir fast täglich neue Zugangsdaten für irgendeine Plattform. Wer die Übersicht über seine digitalen Schlüssel längst verloren hat, kann sie sich mit Kaspersky zurückholen.

Kaspersky Password Manager erleichtert die Verwaltung zahlreicher Benutzerkonten. (Bild: Screenshot)
Der Kaspersky Password Manager erleichtert die Verwaltung zahlreicher Benutzerkonten. (Bild: Screenshot)

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Password Manager
  2. 2Basisfunktionen
  3. 3Sicherheit unterwegs
  4. 4Fazit
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Kaspersky ist bei den Verbrauchern fast nur für seinen Virenscanner bekannt, obwohl die IT-Spezialisten des russischen Herstellers auch Programme für mehr Sicherheit abseits der ganz großen Bedrohungen anbieten. Der Password Manager gehört dazu: Er fungiert als digitaler Schlüsselbund und unterbindet willkürliche Zugriffe.

Password Manager

Der russische Software-Hersteller bietet ein Programm namens Password Manager an, das sich als zentrale Sammelstelle für Zugangsdaten jeder Art präsentiert - egal ob es sich dabei um ein Programm handelt, das im Browser ausgeführt wird oder zum Beispiel einen lokal installierten Instant-Messaging-Client. Leider ist der Kaspersky Password Manager nicht kostenlos, den Lizenzpreis von 15 Euro können die meisten Nutzer aber sicher verschmerzen - zumal eine kostenlose Testversion zur Verfügung steht, um das Programm vor dem Kauf in Ruhe ausprobieren zu können. Es sollte problemlos unter Windows XP oder neuer laufen.

Basisfunktionen

Direkt nach der Installation fragt der Password Manager den Nutzer, welches Passwort für die Datenbank gelten soll. Dieses Master-Passwort sollte möglichst sicher sein: Jeder Nutzer, der es kennt, erhält Zugriff auf alle in der Anwendung hinterlegten Informationen. Auf Wunsch kann später auch ein USB-Laufwerk oder Bluetooth-Gerät für die Zugriffsverwaltung eingerichtet werden. Standardmäßig schließt sich ein offener Schlüsselbund des Kaspersky Password Manager, wenn der Rechner zehn Minuten nicht verwendet wird - hier ist eventuell eine kürzere Einstellung sinnvoll, je nachdem wie hoch das jeweilige Sicherheitsbedürfnis der Nutzer ist.

Die persönlichen Kennwörter schützt Kaspersky mit einem Master-Passwort. (Bild: Screenshot)
Die persönlichen Kennwörter schützt Kaspersky mit einem Master-Passwort. (Bild: Screenshot)

Natürlich kann der Schlüsselbund auch jederzeit manuell ge- und entsperrt werden. Der Kaspersky Password Manager unterstützt alle gängigen Browser - und deaktiviert den integrierten Passwort-Manager von Internet Explorer, Firefox und Co. bei der Einrichtung, damit die gleichzeitige Verwendung nicht zu Problemen führt. Sobald die erstmalige Konfiguration abgeschlossen ist, erscheint im Systemtray ein neues Symbol, über das Nutzer das Hauptfenster der Software öffnen können. Dort werden alle erfassten Passwörter nach Kategorie - zum Beispiel E-Mail, Foren, Finanzen, Instant Messaging, Soziale Netzwerke oder Spiele - dargestellt.

Sicherheit unterwegs

Überaus praktisch ist die Funktion, nicht nur Kennwörter im einem persönlichen Schlüsselbund zu speichern, sondern mit dem Programm auch die Auswahl sicherer Passphrasen zu erledigen. Auf einen Klick generiert Kaspersky Password Manager eine beliebig lange Zeichenkette, die mit Groß-/Kleinschreibung, Zahlen und Sonderzeichen besten Schutz gegen Hacker bietet. Wer Angst hat, durch allzu komplizierte Kennwörter an einem anderen PC keinen Zugriff mehr auf seine Online-Dienste zu haben, kann unbesorgt sein: Kaspersky bietet die Möglichkeit eines portablen Schlüsselbundes, der ohne Installation direkt vom USB-Stick läuft.

Selbst Keylogger, die alle Tastatureingaben mitschneiden und auf diesem Weg an die geheimen Passwörter der Nutzer gelangen, sind für den Kaspersky Password Manager keine Gefahr: Auf Wunsch kann der Nutzer das virtuelle Keyboard verwenden, um Passphrasen ohne Verwendung der physischen Tastatur einzugeben.

Kaspersky legt die Passwort-Datenbank auf Wunsch an einem abweichenden Ort ab. (Bild: Screenshot)
Kaspersky legt die Passwort-Datenbank auf Wunsch an einem abweichenden Ort ab. (Bild: Screenshot)

Fazit

Diese und andere Kleinigkeiten machen den Kaspersky Password Manager zu einem der besten Programme, mit denen Nutzer dem Wirrwarr aus Dutzenden Benutzernamen und Passwörtern Herr werden können, ohne etwa für jeden Online-Dienst das identische Kennwort zu vergeben. Das Programm kann selbst Nutzern mit wenig Erfahrung im Bereich IT-Sicherheit helfen, gute Kennwörter zu verwenden und diese sicher aufzubewahren.

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