Rasen, fliegen, abtauchen
Im Kurztest: Mario Kart 7
Nintendos Mut zur Innovation wurde lange Zeit nicht belohnt: Aufgrund schwacher Verkaufszahlen musste der japanische Hersteller den Preis seiner 3D-fähigen Hosentaschenkonsole 3DS drastisch senken - von anfangs 250 auf nunmehr 150 Euro. Pünktlich zu Weihnachten soll jedoch der Durchbruch gelingen: Ein Firmware-Update am 8. Dezember soll zum einen das Drehen eigener 3D-Kurzfilme ermöglichen. Zum anderen schickt Nintendo seine populärste Figur ins Rennen.
Mario Kart 7 - November Trailer: Der Trailer zu Mario Kart 7 für die Nintendo 3DS zeigt unter anderem die Motion-Controll-Funktion des Titels. Durch diese lässt sich der kunterbunte Arcade-Racer durch die Bewegung des Handhelds steuern. Darüber hinaus bietet Mario Kart 7 die Möglichkeit den eigenen Flitzer nach eigenen Wünschen anzupassen und beispielsweise alternative Karosserien zu nutzen. Zum Video: Mario Kart 7 - November Trailer
Buchstäblich! Nach dem fulminanten Erfolg von "Super Mario 3D Land" - alleine in den USA wanderte das Jump&Run 500.000 Mal über die Ladentheken - klettert der Klempner nun wieder ins Kart, lässt Motoren aufheulen und Kritiker verstummen...
"Mario Kart 7" fühlt sich ganz der Tradition der populärsten aller Fun-Racer-Reihen verpflichtet, bietet aber genügend Neuerungen, um auch Raser-Veteranen hier und da ein "Oh" oder "Ah" zu entlocken. Das fängt schon beim erweiterten Teilnehmerfeld an. Erstmals geben sich Bienenkönigin, Metall-Mario, die Raupe Wiggler und jene Brillenschlange die Ehre, die bislang auf einer Wolke sitzend für den Startschuss und die Rundenzählung verantwortlich war.
Aber auch die Anzahl der Rennstrecken kann sich sehen lassen. Insgesamt 32 stehen zur Auswahl - wie üblich verteilt auf diverse Cups und drei Kart-Leistungsklassen. 16 Rundkurse sind brandneu, darunter Fahrten quer durch Donkey Kongs Dschungel und über die Serpentinen von Wuhu Island. Die anderen wurden indes aus vorherigen Spielen der Serie übernommen und den veränderten Rennumständen angepasst. Denn neuerdings wird nicht nur an Land, sondern auch unter Wasser und in der Luft um die Wette gerast. Zu diesem Zweck sind die Karts von Mario, Luigi und Co. mit Schiffsschrauben und Gleitschirmen ausgerüstet. Wer zudem fleißig Münzen auf der Strecke einsammelt, schaltet neue Karosserien, Räder und Flughilfen mit unterschiedlichsten Eigenschaften frei.
Wie üblich wird auf der Strecke tief in die Kiste mit den schmutzigen Tricks gegriffen, um die Konkurrenz ins Schleudern zu bringen. Grüne und rote Schildkrötenpanzer, Bananenschalen und Turbo-Pilze - kennt man alles zur Genüge. Neu sind dagegen die Extras Wäschbarschwanz, Feuerblume und die seltene Super 7 - Letzteres aktiviert eine ganze Revolvertrommel von Items.
Sie alle dienen allein dem Prinzip der Schadenfreude, die nach wie vor den größten Reiz von "Mario Kart" ausmacht - vor allem im Mehrspieler-Modus. Und der ist umfangreicher und vielseitiger denn je. Kabellos und übers Internet können 3DS-Besitzer gegen bis zu sieben Kontrahenten im selben Raum oder irgendwo auf der Welt antreten. Neue Community-Funktionen erlauben es, Freundeslisten anzulegen und Gruppen zu gründen, andere Spieler via StreetPass-Funktion einzuladen, ihre Bestzeiten auf das eigene 3DS zu laden und eigene Regeln für Rennen, Münzjagd und Ballonkampf festzulegen.
Technisch ist das mindestens so sauber gelöst wie die flotte, kunterbunte Comic-Grafik, die mit schönem und plastischem Tiefeneffekt aufwartet. Die 3D-Darstellung sollte jedoch deaktiviert werden, wenn man sich gegen die klassische Steuerungsvariante entscheidet und stattdessen lieber mithilfe von Kipp- und Neigebewegungen die Karts um die Kurse scheucht - und zwar erstmals aus der Egoperspektive! Ein simples Antippen des D-Pads genügt. Die Bewegungserkennung funktioniert ausgesprochen gut, nur werden bei aktiviertem 3D durch das Wackeln ständig unschöne Doppelbilder produziert - was auf Dauer Kopfschmerzen bereitet.
Im Kurztest: Mario Kart 7
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Bild vergrößern Mario muss es richten: Mit "Mario Kart 7" erscheint ein potenzieller System-Seller, mit dem Nintendo den Verkauf der 3DS-Konsole ankurbeln kann. (Bild: Nintendo) - Bild 2 von 11
Bild vergrößern Neuerdings düsen Mario und Co. mit Gleichschirmen über Streckenabschnitte. (Bild: Nintendo) - Bild 3 von 11
Bild vergrößern Ebenfalls neu: Wer will, der kann erstmalig in die Egoperspektive wechseln und sein Kart durch Neige- und Kippbewegungen steuern. (Bild: Nintendo) - Bild 4 von 11
Bild vergrößern Unter Wasser steuern sich die Karts wesentlich träger. (Bild: Nintendo) - Bild 5 von 11
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Fazit: "Mario Kart 7" ist der große Wurf, auf den Fans und wohl auch Nintendo selbst gehofft haben. Ein Rennspiel, das man auch in ein, zwei Jahren noch einlegen wird, um mit Freunden um die Wette zu düsen oder sich online mit den Besten der Welt zu messen. Auf Mario ist eben Verlass.
Datenblatt
| Mario Kart 7 | |
| Spielname | Mario Kart 7 |
| Hersteller | Nintendo |
| Vertrieb | Nintendo |
| Genre | Rennspiel |
| Erhältlich ab | 02.12.2011 |
| Preis | ca. 40 Euro |
| EAN Code | 0045496521257 |
| Schwierigkeit | Für Einsteiger, Fortgeschrittene und Experten |
| Alter | ab 0 Jahren |
| Multiplayer | 2-8 (WWW) |
| Sonstiges | |
| Bewertung Grafik | gut |
| Bewertung Steuerung | sehr gut |
| Bewertung Sound | gut |
| Bewertung Spielspass | sehr gut |
| Bewertung Gesamt | sehr gut |
| System | 3DS |
Nachricht bereitgestellt von teleschau - der mediendienst
Testbericht: Nintendo 3DS
Nach dem Misserfolg mit dem Virtual Boy in den 90ern, wagt Nintendo einen neuen Versuch mit 3D-Technik. Der Nintendo 3DS kann 3D-Bilder wiedergeben, ohne dass hierfür eine Brille benötigt wird. Doch der Handheld bietet noch weitaus mehr als Bilder mit Tiefgang. ~ Jan Kluczniok
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