Topaktuell mit Gnome 3.3 und KDE 4.7

Alpha-Test: Linux-Distribution Mageia in Version 2

Alpha-Test: Linux-Distribution Mageia in Version 2 Bevor das Betriebssystem Ubuntu den Linux-Markt von hinten aufgerollt hat, beherrschten die drei Systeme Red Hat, SuSE Linux und Mandriva die Desktops. Letzteres ist in Deutschland immernoch sehr beliebt, auch wenn die Abspaltung Mageia immer mehr Nutzer gewinnt. Netzwelt hat die nächste Version 2 angetestet.

Inhaltsverzeichnis

  1. 1Mageia 2 Alpha
  2. 2Solide Technik
  3. 3Gnome und KDE
  4. 4Fazit

Der Erfolg von Ubuntu und Linux Mint setzt einigen Distributoren schwer zu. Insbesondere Mandriva kämpft seit Jahrem ums Überleben - auch wegen der Konkurrenz aus dem eigenen Lager: Im September 2010 hat sich eine Guppe von Entwicklern entschlossen, das Betriebssystem unter dem Namen Mageia weiterzuführen.

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Mageia 2 Alpha

Mageia ist nur indirekt als Nachfolger von Mandriva zu verstehen, da es zwar noch viele Gemeinsamkeiten mit dem Mutterprojekt hat, aber mittlerweile komplett unabhängig entwickelt wird. Nachdem 2010 mit Mageia 1 die erste stabile Version freigegeben wurde, arbeiten die Entwickler nun an Mageia 2 - und dieses wird die erste Version, in der erstmals eigene Ziele und Ideen stärker einfließen können. Mageia 2 liegt derzeit noch als sogenannte Alpha-Version vor, hat also noch nicht einmal Beta-Stadium erreicht. Nutzer sollten das Betriebssystem also mit großer Vorsicht genießen und keinesfalls auf produktiven Systemen verwenden.

Solide Technik

Mageia 2 Alpha 1 steht in mehreren Varianten zur Verfügung: Neben den Live-Medien mit KDE- und Gnome-Desktop gibt es auch zwei DVDs, die nur für die Installation geeignet sind. Alle Medien stehen ferner jeweils als 32- oder 64-Bit-Version zur Verfügung. Ein Blick in die Versionshinweise verrät dem Nutzer, dass sich im Inneren der Distribution topaktuelle Komponenten befinden: Mit dem Linux-Kernel 3.1.2 ist Mageia 2 absolut aktuell, außerdem sorgt die Umstellung auf das Verwaltungsprogramm systemd für einen schnelleren Bootvorgang. Auch openSUSE hat kürzlich auf systemd gewechselt, das den Linux-PCs ingesamt schneller macht.

Gnome und KDE

Deutlich wichtiger als der Kernel und andere integrale Komponenten des Systems ist für Privatpersonen die Desktop-Umgebung, mit der eine Distribution ausgeliefert wird. Mageia 2 beinhaltet wie gewohnt neben KDE in Version 4.7.3 auch Gnome, das in Ausgabe 3.3.2 ausgeliefert wird. Besonders letzteres ist wichtig, da die Konkurrenz erst Gnome 3.2 nutzt und nur die 3.3er-Serie mit Boxes ein Werkzeug enthält, um Windows und andere Systeme auf KVM-Basis zu virtualisieren. Mageia stattet beide Desktop-Umgebungen wie zuvor mit einem eigenen Design-Thema aus, das jedoch sehr zurückhaltend ist - anders als bei der Konkurrenz.

Fazit

Der erste Eindruck von Megeia 2 ist durchweg positiv: Die Distribution präsentierte sich im netzwelt-Kurztest als sehr stabil und lief fehlerfrei in einer virtuellen VMware-Maschine. Die Freigabe der finalen Version haben die Entwickler für Mai 2012 angesetzt, bis dahin sollen mehrere Beta-Fassungen die Stabilität sicherstellen.

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