Heißer Schönling
Marantz SR 6006: AV-Receiver mit Stereo-Sonderfunktion im Test
Marantz setzt sich deutlich von der Konzerntochtermarke Denon ab - vor allem äußerlich. Erst bei genauerem Hinsehen fallen technische Gemeinsamkeiten auf, etwa bei den Gehäuseabmessungen. Netzwelt wollte es ganz genau wissen und bat den SR 6006 zum Praxistest.

Inhaltsverzeichnis
- 1Design und Handhabung
- 2Ausstattung
- 3Klangqualität
- 4Fazit
Design und Handhabung
Denon und Marantz gehören demselben Konzern an und müssen sich zumindest durch einige Merkmale unterscheiden. Beim Marantz SR 6006 sticht zunächst einmal das ungewöhnliche Design in Form eines kleinen, runden Displays ins Auge.
Das mag zwar toll aussehen, wirft in der Praxis aber Probleme auf, da es mit den komplexen Funktionen eines heutigen AV-Receivers eindeutig überfordert ist und zu wenige Informationen anzeigen kann. Deshalb sind Nutzer umso stärker auf das Bildschirmmenü angewiesen. Letzteres gleicht sich bei Denon und Marantz wie ein Ei dem anderen, lediglich die Farben unterscheiden sich.

Die gleichartigen Bildschirmmenüs sind aber nicht als Manko zu werten, da sie übersichtlich und logisch aufgebaut sind. Außerdem reagieren sie schnell auf Befehle der Fernbedienung. Auch die an den Seiten abgerundete Frontplatten-Optik setzt Akzente und hebt den Receiver vom Design-Mainstream wohltuend ab.
Ausstattung
Der Marantz befindet sich in puncto Multimedia auf der Höhe der Zeit, da er eine Airplay-Funktion, eine USB-Buchse und einen Netzwerk-Anschluss besitzt. Über das Netzwerk wird es möglich, Inhalte von einem DLNA-Server zu streamen. Abgerundet wird das Ganze durch ein Internet-Radio und Zugriff auf Datendienste wie Napster oder Flickr.

Einen guten Eindruck hinterlässt auch die Videoverarbeitung des Receivers: Die Wandlung von Standard-Signalen in 1080p-Vollbilder klappt ausgezeichnet, ganz gleich, ob sie analog oder über HDMI zugespielt werden. Das Einmessen mit Audyssey klappt ebenfalls reibungslos, wobei der Marantz bis zu acht verschiedene Einmesspositionen im Raum erlaubt. Aber auch eine manuelle Justage ist mithilfe eines Neun-Band-Equalizers möglich.
