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Facebook: Zuckerberg muss Fehler beim Datenschutz zugeben Einigung mit der FTC

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Facebook muss künftig mehr für die Privatsphäre seiner Nutzer tun. In einer Einigung mit der Federal Trade Commission der USA gestand das Soziale Netzwerk Fehler ein.

In einer Einigung mit der US-amerikanischen Federal Trade Commission (FTC) musste Facebook zum ersten Mal zugeben, dass der Schutz der Nutzerdaten weniger ernst genommen wird als öffentlich behauptet. Gegenüber der FTC musste das Soziale Netzwerk unter anderem eingestehen, dass Nutzerdaten Drittanbietern frei zugänglich waren. Mark Zuckerberg zeigte nun zum ersten Mal Reue in einem Blogeintrag.

Mark Zuckerberg äußerte sich in einem Blogeintrag zu der Einigung mit der FTC. (Quelle: Screenshot/Facebook)

Auslöser des Konflikts waren Verbraucherschutzgruppen, die sich bei der FTC über den Umgang des Unternehmens mit der Privatsphäre der Nutzer beschwerten. Insgesamt sieben Punkte umfasst die Liste, der sich Facebook vor der FTC stellen musste.

Sieben Vorwürfe

Vorgeworfen wurde dem Unternehmen beispielsweise, dass es behauptete, Apps von Drittanbietern würden nur auf die Daten zugreifen, die zur Installation der Anwendung erforderlich seien, obwohl diese Einschränkung nicht bestand. Vor der FTC stellte sich heraus, dass Drittanbieter-Apps zu allen Daten im Profil eines Nutzers Zugang hatten. Darüber hinaus betonte das Soziale Netzwerk stets, dass die Anwendungen von Dritten vor dem Facebook-Zugang verifiziert würden, auch dies stellte sich vor der Bundesbehörde jedoch als falsch heraus.

Das Unternehmen musste zudem zugeben, dass Nutzerinformationen mit Werbeanbietern geteilt wurden und dass Profile genauso wie alle enthaltenen Fotos und Daten nicht gelöscht wurden, selbst wenn Nutzer sich zum Löschen ihres Accounts entschlossen. Viele dieser Anschuldigungspunkte sind nicht neu und werden schon seit geraumer Zeit von Datenschützern besonders in Deutschland kritisiert. Dass Facebook jedoch sein Fehlverhalten zugibt, ist eine Premiere.

Einigung für die nächsten 20 Jahre

In der Einigung mit der FTC musste Facebook nun einige Zugeständnisse machen, die für die nächsten 20 Jahre gelten. Beispielsweise muss ab sofort grundsätzlich das Einverständnis der Nutzer eingeholt werden, bevor die Privatsphäre-Einstellungen im Sozialen Netzwerk geändert werden. Des Weiteren dürfen gelöschte Profile jetzt nach spätestens 30 Tagen nicht mehr aufrufbar sein. Die Einhaltung dieser Regeln wird zudem von unabhängigen Dritten regelmäßig überprüft.

Auf dem offiziellen Facebook-Blog meldete sich auch Mark Zuckerberg zu Wort und gesteht ein, "viele Fehler" gemacht zu haben. Künftig will man noch besser auf die Bedürfnisse der Nutzer eingehen und baut zusätzlich die Privatsphäre-Abteilung im Unternehmen weiter aus.

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Annika Demgen
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